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Medizin

13. Juni 2019 Immunonkologie: Online-Register ermöglicht besseres Nebenwirkungsmanagement

„Die Immunonkologie hat die Krebsbehandlung revolutioniert“, sagt Lucie Heinzerling, Oberärztin der Hautklinik des Universitätsklinikums Erlangen und Leiterin der Dermatoonkologie. „Doch über einige Nebenwirkungen der neuen Tumortherapien ist noch zu wenig bekannt – das wollen wir mit einem speziellen Online-Register ändern.“ Das Register wird als Online-Plattform in Kooperation mit dem Paul-Ehrlich-Institut aufgebaut und dient dem besseren Manage­ment von Nebenwirkungen.
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Zentrales Register für unterschiedliche Fachdisziplinen

Heinzerling untersucht seit fast 10 Jahren seltene und komplexe Nebenwirkungen von Immunthera­pien, die bislang insbesondere beim Melanom eingesetzt werden. Da Immuntherapien zunehmend auch bei anderen Tumorerkrankungen und in früheren Stadien zum Einsatz kommen, soll das Register die Erfahrungen aus unterschiedlichen Fachdisziplinen bündeln und Ärzte bei der immunonkologischen Versorgung unterstützen.

Anschubfinanzierung durch BMS 

Die Anschubfinanzierung für das Online-Register hat die Bristol-Myers Squibb-Stiftung Immunonkologie übernommen. „Ein Register wie dieses in Erlangen hilft, Krankheitsverläufe über verschiedene Tumorarten hinweg besser zu verstehen“, begründet Michael May, Vorstandsmitglied der Stiftung, die Förderung. „Da­durch verbessert sich für die Patientinnen und Patienten dank der Immuntherapie nicht nur die Behandlung der Krebserkrankung, sondern auch deren Lebensqualität.“
 
May überreichte am Freitag in Erlangen die symbolische Urkunde, mit der eine Fördersumme von 100.000 Euro verbunden ist. „Die Förderung unterstützt uns in der sensiblen Pilotphase“, freut sich Heinzerling, „und gewährleistet die Datenauswertung für ein ganzes Jahr.“

Quelle: Bristol-Myers Squibb-Stiftung Immunonkologie


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