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JOURNAL ONKOLOGIE
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Inhaltsverzeichnis
Erschienen am:
28.01.2006
Ausgabe:
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Titelthema
Axilläre Lymphonodektomie / Sentinel-Biopsie – unnötige Operation oder sinnvolle Maßnahme zur Prognoseabschätzung?
Die operative Behandlung des Mammakarzinoms hat eine für die Patientinnen erfreuliche Entwicklung genommen. Das Halsted-Paradigma von 1896, welches auf der Annahme einer kontinuierlichen Ausbreitung des Tumors basierte, begründete die radikale Operation mit Entfernung des Brustmuskels und der regionären Lymphknoten. Im Laufe der etwa letzten 30 Jahre wurde die Operationsradikalität zunehmend eingeschränkt. Das Mammakarzinom wird in neueren Modellen als primär systemische Erkrankung oder, wie im „Spektrum-Ansatz“, zumindest teilweise als primär systemische Erkrankung gesehen (1). Heute ist die brusterhaltende Operation bei kleinen Tumoren weitgehend Standard und die zusätzliche axilläre Lymphonodektomie (ALND) wird zunehmend nur noch bei einem positiven Befund des Sentinel-Lymphknotens durchgeführt (2). Wo führt diese Entwicklung hin? Im Folgenden werden Argumente zusammengestellt, die plausibel machen, dass positive Lymphknoten wohl nicht metastasierungsfähig sind und die Operationsradikalität der Axilla daher weiter eingeschränkt werden könnte.
Molekulare Tumortestung, Nachweis von Tumorzellen in Blut und Knochenmark: Kann das individuelle Risiko vorausgesagt werden?
Das Mammakarzinom ist eine der häufigsten Krebsentitäten, und in Zusammenhang mit der demoskopischen Entwicklung in der BRD ist zukünftig mit einer steigenden Tendenz zu rechnen; hiernach würde jede 7. Frau im Laufe ihres Lebens an einem Mammakarzinom erkranken. Die Frage nach Voraussageparametern zur Feststellung des individuellen Risikos muss davon abhängig gemacht werden, ob es sich um Screening-Situationen bei Frauen innerhalb einer klinisch gesunden Bevölkerungsgruppe oder um Untersuchungen innerhalb eines Krankheitsverlaufes handelt. Hier sind Parameter, welche eine Prädisposition für das Mammakarzinom darstellen, abzugrenzen von solchen, welche der Früherkennung, Diagnosesicherung, Verlaufskontrolle oder Prognoseabschätzung dienen.
Das hereditäre Mammakarzinom – wieviele Frauen sind bedroht und was wird zur Prophylaxe / Therapie empfohlen?
Das Mammakarzinom stellt die häufigste bösartige Erkrankung der Frau dar. Das kumulative Risiko, bis zum 50. Lebensjahr an einem Mammakarzinom zu erkranken, beträgt 2% und erhöht sich auf 10% bis zum 80. Lebensjahr [1]. Ca. 5-10% der Mammakarzinome basieren auf genetischen Veränderungen, wovon jeweils 15 bis 20% durch BRCA1/2-Genmutationen verursacht werden [4]. Des weiteren gehen BRCA1/2-Genmutationen mit einem erhöhten Risiko an einem Ovarialkarzinom zu erkranken einher. Weitere Gene, die für das hereditäre Mammakarzinom verantwortlich gemacht werden, sind TP53, PTEN und CHEK2. Die Genlokalisationen sind noch in ca. 50% aller hereditären Mammakarzinome unbekannt [4]. Für Frauen mit einer familiären Hochrisikokonstellation stehen operative und medikamentöse Optionen zur Verhütung eines Mammakarzinoms und eines Ovarialkarzinoms zur Verfügung. Obwohl nach Datenlage durch prophylaktische Operationen beide Karzinome mit hoher Wahrscheinlichkeit verhindert werden könnten, ist die klinische Beratungssituation sehr komplex. So sind der Zeitpunkt der Operation (i.e. Alter der Patientin bei der Operation), die Operationsmethode (Mastektomiemethode, Brustrekonstruktion) sowie physische und psychologische Operationsfolgen ungeklärt. Bei jeder Ratsuchenden ist eine interdisziplinäre und individuelle Beratung notwendig und jede Entscheidung muss von Arzt und Patientin gemeinsam getragen werden.
Hormonersatztherapie und Mammakarzinom Ist das Ende der Verunsicherung erreicht?
Die Publikation der Ergebnisse der Women's Health Iniative (WHI) der USA im Jahr 2002 (1) und die Veröffentlichung der Ergebnisse der Million Women Study aus England im Jahr 2003 (2) haben in der Presse ein großes und überwiegend ein negatives Echo im Hinblick auf eine Hormonersatztherapie gefunden und damit nicht nur Frauen, sondern auch behandelnde Ärzte verunsichert. Selbst in seriösen Zeitungen, wie z.B. der Süddeutschen Zeitung, wurde mit Schlagzeilen auf die Thematik aufmerksam gemacht, die nicht den Tatsachen entsprachen. „Tödliche Therapie“ hieß die Überschrift des Artikels, der sich mit der WHI-Studie aus dem Jahre 2002 beschäftigte, obwohl die Mortalität in der hormonbehandelten Patientengruppe etwas unterhalb von 1 lag, d.h. geringgradig verringert war. Über positive Ergebnisse – etwa aus dem Östrogen-Monoarm der WHI-Studie aus dem Jahr 2004 (3) – wurde dagegen wenig berichtet.
 
Fortbildung
 
Studie
 
Kongressbericht
Adjuvante Therapie des kolorektales Karzinoms: Standards, Alternativen und offene Fragen
Die Hinzunahme von Oxaliplatin zu 5-FU/Folinsäure (FOLFOX4) in der adjuvanten Therapie verlängert bei Patienten mit Kolonkarzinom das 3-Jahres-krankheitsfreie Überleben um absolut 5%, dies entspricht einer relativen Risikoreduktion von 23%. So lauten die Ergebnissen der MOSAIC-Studie. Seitdem gilt in der adjuvanten Therapie des Kolonkarzinoms FOLFOX für Patienten im Stadium III als Standard. Dennoch stehen hierzu noch eine Reihe offene Fragen im Raum: Wie geht man mit der Toxizität um, welche Alternativen bietet man den Patienten an, für die der Standard nicht in Frage kommt und wie sollen zukünftig Patienten im Stadium II behandelt werden aufgrund der vorliegenden Studiendaten? Diese Punkte sorgten für eine rege Diskussion während eines Expertengesprächs im Frankfurt*.
 
Pharmabericht
Lokal fortgeschrittenes Prostatakarzinom: Bicalutamid adjuvant zur Strahlentherapie verbessert Gesamtüberleben
Wird das nichtsteroidale Antiandrogen Bicalutamid (Casodex®)bei Patienten mit frühem Prostatakarzinom zusätzlich zur Standardtherapie wie Prostatektomie und Strahlentherapie gegeben, sinkt das Progressionsrisiko und die progressionsfreie Überlebenszeit wird signifikant verlängert. So lautet das Ergebnis des Early-Prostate-Cancer-(EPC)Studienprogramms, des weltweit größten Studienprogramms zur Prostatakarzinomtherapie. Die 3. Analyse des EPC-Programms belegt jetzt nach einer medianen Nachbeobachtungszeit von 7,4 Jahren erstmals auch einen signifikanten Gesamtüberlebensvorteil für Patienten mit lokal fortgeschrittenem Prostatakarzinom, die nach Strahlentherapie zusätzlich adjuvant mit 150 mg/Tag Bicalutamid behandelt wurden.
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