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Medizin
08. Juni 2016

Wnt-Signalweg spielt auch Rolle bei Kopf-Hals-Tumoren

Bei Plattenepithelkarzinomen der Mundhöhle (OSCC), so ein Forschungsergebnis, wird das Protein PON2 hochreguliert, was mit einer verminderten Strahlensensitivität einhergeht, so Dr. M. Krüger, Mainz auf der 66. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie. "PON2 schützt Tumorzellen vor strahleninduzierter Apoptose." Nun konnte gezeigt werde, dass ein Zusammenhang zwischen PON 2 und dem Wnt/Beta-Catenin-Signalweg besteht, und zwar über den Transkriptionsfaktor Lef1. Eine in-vivo-Analyse bei Patienten mit Mundhöhlenkarzinom (n= 32) ergab, dass hochreguliertes PON2 eine erhöhe Rezidivrate bedeutet (1). Der Wnt/ Beta-Catenin Signalweg hat sich in der Mutationslandkarte der Mundhöhlenkarzinome zwar bislang wenig hervorgetan, doch sollten sich die Ergebnisse in weiteren Studien bestätigen, könnte der nun gezeigte Zusammenhang bei der Entscheidung für oder gegen eine Re-Bestrahlung beim Rezidiv helfen.
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Auch der Rezeptor LGR5 ist am Wnt-Signalweg beteiligt. LGR5 wird bei verschiedenen Tumoren, darunter Kopf-Hals-Tumoren, überexprimiert, so Dr. M. Kappler, Halle/Saale (2). Auffälligerweise sind Tumoren mit überexprimiertem LGR5 weniger strahlensensibel, was nun in vitro bei Tumorzelllinien mit LGR5-Knockout gezeigt werden konnte. Ob LGR5 ein potenzieller Tumormarker für eine negative Prognose nach Strahlentherapie ist, muss jedoch in weiteren Studien erst evaluiert werden.

AB

Quelle: Fortschritte in der Diagnostik und Therapie von Kopf-Hals-Tumoren, Session II, DGMKG, 2.6.2016

Literatur:

(1) Krüger M et al. J Oncotarget 2016 in press
The anti-apoptotic PON2 protein is Wnt/β-catenin-regulated and correlates with radiotherapy resistance in OSCC patients. DOI: 10.18632/oncotarget.9013
http://www.impactjournals.com/oncotarget/index.php?journal=oncotarget&page=article&op=view&path[]=9013
(2) Qing C et al. J Oncotarget. 2014 Oct; 5(19): 9092-9105.
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4253421/


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