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Medizin

05. Juli 2017 RCC: IQWiG sieht einen beträchtlichen Zusatznutzen für Axitinib in einer Teilpopulation

Gestern veröffentlichte das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) seine Einschätzung zu Axitinib. Anlass für die erneute Beurteilung war der Ablauf der zeitlichen Befristung der ersten Entscheidung des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) zur Nutzenbewertung nach § 35a SGB V von Axitinib (1). Wie Pfizer kam das IQWiG zur Einschätzung, dass für einen Vergleich von Axitinib und Nivolumab keine geeigneten Daten zur Verfügung stehen. Das IQWiG sieht bei Patienten mit Zytokin-Vorbehandlung einen Anhaltspunkt für einen beträchtlichen Zusatznutzen für Axitinib.
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Axitinib ist angezeigt zur Behandlung des fortgeschrittenen Nierenzellkarzinoms bei erwachsenen Patienten nach Versagen von vorangegangener Therapie mit Sunitinib oder einem Zytokin (2). Im Rahmen des Arzneimittelmarktneuordnungsgesetzes (AMNOG) traf der G-BA am 21.03.2013 einen ersten Beschluss zur Nutzenbewertung von Axitinib, befristete diesen jedoch auf den 21.03.2017. Zu diesem Termin wurde von Pfizer ein neues Dossier eingereicht. In diesem leitete das Unternehmen für Axitinib nach Sunitinib-Vorbehandlung keinen Zusatznutzen ab, da für einen Vergleich mit Nivolumab keine geeigneten Daten verfügbar seien. Zugleich schlug Pfizer für Patienten mit Zytokin-Vorbehandlung die Anerkennung eines geringen Zusatznutzens vor. Das IQWiG bewertete den Zusatznutzen für diese Patientengruppe hingegen höher: Aufgrund des besseren Nebenwirkungsprofils sieht das IQWiG gegenüber der Vergleichstherapie einen Anhaltspunkt für einen beträchtlichen Zusatznutzen für Axitinib (3). Der nächste Schritt im AMNOG-Verfahren zu Axitinib ist das Stellungnahmeverfahren, bevor der G-BA auf Basis des Nutzendossiers, der IQWiG-Beurteilung und den Ergebnissen des Stellungnahmeverfahrens einen neuen Beschluss zu Axitinib fasst. An der Verordnungsfähigkeit von Axitinib in der zugelassenen Indikation ändert sich nichts

Quelle: Pfizer

Literatur:

(1) https://www.g-ba.de/informationen/nutzenbewertung/40/
(2) Inlyta® Fachinformation, Stand Mai 2017.
(3) https://www.g-ba.de/informationen/nutzenbewertung/283/


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