Dienstag, 24. November 2020
Navigation öffnen
Anzeige:
Imnovid
Imnovid
 
Medizin

22. Juli 2020 Multiples Myelom: Tiefes Ansprechen unter Daratumumab

Auf dem diesjährigen virtuellen Kongress der European Hematology Association (EHA) wurde eine Post-hoc-Analyse der gepoolten Daten aus den Phase-III-Studien MAIA und ALCYONE zu Daratumumab (Darzalex®) vorgestellt (1). Die Ergebnisse dieser Analyse deuten darauf hin: Bei erwachsenen Patienten mit neu diagnostiziertem Multiplen Myelom (MM), die für eine autologe Stammzelltransplantation (ASZT) nicht geeignet sind, war das Risiko einer Verschlechterung der gesundheitsbezogenen Lebensqualität (HRQoL) im Laufe der Zeit umso geringer, je tiefer sie auf eine Therapie ansprachen (1).
Anzeige:
Xospata
 
Ebenso war die Zeit bis zur Abnahme der HRQoL länger, wenn die Patienten eine minimale Resterkrankung (MRD-Negativität, Sensitivität 10-5) erreichten (1). Die Ergebnisse der zulassungsrelevanten Studien MAIA und ALCYONE hatten zuvor bereits gezeigt, dass die Patienten in den Behandlungsarmen mit Daratumumab in Kombination ein signifikant tieferes Ansprechen und einen signifikant höheren Anteil mit MRD-Negativität zeigten als in den jeweiligen Kontrollarmen (2, 3).

Tieferes Ansprechen korreliert mit länger anhaltender Lebensqualität

Die auf dem EHA-Kongress präsentierte Post hoc-Analyse1 der Studien MAIA und ALCYONE verdeutlichte den Einfluss von tiefem Ansprechen und MRD-Status auf den HRQoL Outcome bei neu-diagnostizierten Patienten mit MM, die nicht für eine ASZT geeignet sind. Daten zur Lebensqualität (HRQoL) wurden mittels Fragebogen erhoben.
In den gepoolten Daten der MAIA- und ALCYONE-Studien war das Vorliegen einer MRD-Negativität mit einer signifikanten Reduktion des relativen Risikos für eine Verschlechterung der HRQoL (gemäß EQ-5D-5L-Utility-Score) im Laufe der Zeit assoziiert (HR=0,69; 95%-KI: 0,55-0,86; p=0,0014). Weiterhin korrelierte stringentes komplettes Ansprechen stärker mit anhaltender Lebensqualität als (sehr gutes) partielles Ansprechen (gemäß EORTC QLQ-C30 Global Health Status-Skala; HR=0,72; 95%-KI: 0,6-0,86; p=0,0004) (1).
 
Fazit

Daratumumab hat sich als erster vollhumaner, monoklonaler Antikörper im non-transplant Setting bewährt. Beim virtuellen EHA-Kongress wurden nun Daten einer Post-hoc-Analyse der Studien MAIA und ALCYONE vorgestellt, die untermauerten, dass die MRD-Negativität und tiefes Ansprechen mit einer anhaltenden Lebensqualität korrelieren (1).

Quelle: Janssen


Anzeige:
Zynteglos
Zynteglos

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Multiples Myelom: Tiefes Ansprechen unter Daratumumab "

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der rsmedia GmbH widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.


ESMO Virtual Congress 2020
  • Fortgeschrittenes Melanom nach Versagen einer PD-(L)1-Inhibition: Vielversprechende Antitumoraktivität mit Pembrolizumab + Lenvatinib
  • Pembrolizumab + Lenvatinib: Vielversprechende Ansprechraten bei vorbehandelten fortgeschrittenen Tumoren
  • HNSCC: Pembrolizumab als Monotherapie und als Partner einer Platin-basierten Chemotherapie erfolgreich in der Erstlinie
  • Ösophaguskarzinom: Relevante OS- und PFS-Verlängerung durch Pembrolizumab + Chemotherapie in der Erstlinie
  • 5-Jahres-Daten der KEYNOTE-024-Studie bestätigen deutliche Überlegenheit für Pembrolizumab mono vs. Chemotherapie beim NSCLC mit hoher PD-L1-Expression
  • Neuer Anti-ILT4-Antikörper zeigt in Kombination mit Pembrolizumab erste vielversprechende Ergebnisse bei fortgeschrittenen Tumoren
  • Adjuvante Therapie mit Pembrolizumab verlängert auch das fernmetastasenfreie Überleben bei komplett resezierten Hochrisiko-Melanomen im Stadium III
  • HIF-2α-Inhibitor MK-6482 beim Von-Hippel-Lindau-Syndrom: Vielversprechende Wirksamkeit auch bei Nicht-RCC-Läsionen
  • Neuer Checkpoint-Inhibitor: Vielversprechende erste Studiendaten für Anti-TIGIT-Antikörper Vibostolimab in Kombination mit Pembrolizumab