Donnerstag, 26. November 2020
Navigation öffnen
Anzeige:
Medical Cloud CAR T
 
Medizin

06. Juni 2019 MM: Überleben vom Versichertenstatus abhängig?

Die beim multiplen Myelom (MM) eingesetzten antineoplastischen Substanzen sind hochpreisig. Gibt es einen Zusammenhang zwischen dem Versichertenstatus von MM-Patienten und deren Gesamtüberleben? Anhand der amerikanischen National Cancer Database (NCDB) wurde dieser Hypothese nachgegangen. Dafür wurden die Daten von 117.926 MM-Patienten überprüft, median 67 Jahre alt, die zwischen 2005 und 2014 diagnostiziert wurden.
Anzeige:
Xospata
 
5% der Patienten stammten aus Gegenden, in denen das mediane Jahreseinkommen < $46.000 lag. 52% der Patienten waren bei Medicare versichert, 35% privat versichert, 5% bei Medicaid, 3% waren nicht versichert. 40% wurden in Lehrkrankenhäusern behandelt.

Nach einem medianen Follow-up von 30 Monaten konnte in einer univariaten Analyse bei den Patienten mit primärem MM, geringerem Charlson Komorbiditätsindex, Behandlung im Lehrkrankenhaus, höherem medianen Einkommen oder privater Versicherung ein besseres Gesamtüberleben gesehen werden (für alle p<0,0001). Bezogen auf Patienten ≥ 65 Jahre hatten Privatversicherte ein längeres OS als Medicare-Patienten (p<0,0001). Ob dies damit zusammenhängt, dass sich abhängig von seiner Versicherung nicht jeder Patient die teure Behandlung leisten kann, sollte dringend weiter untersucht werden, schlussfolgern die Autoren.

(übers. v. ab)

Quelle: ASCO 2019

Literatur:

Kamal Chamoun et al. J Clin Oncol 37, 2019 (suppl; abstr LBA107)


Anzeige:
Piqray

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"MM: Überleben vom Versichertenstatus abhängig?"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der rsmedia GmbH widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.


ESMO Virtual Congress 2020
  • Fortgeschrittenes Melanom nach Versagen einer PD-(L)1-Inhibition: Vielversprechende Antitumoraktivität mit Pembrolizumab + Lenvatinib
  • Pembrolizumab + Lenvatinib: Vielversprechende Ansprechraten bei vorbehandelten fortgeschrittenen Tumoren
  • HNSCC: Pembrolizumab als Monotherapie und als Partner einer Platin-basierten Chemotherapie erfolgreich in der Erstlinie
  • Ösophaguskarzinom: Relevante OS- und PFS-Verlängerung durch Pembrolizumab + Chemotherapie in der Erstlinie
  • 5-Jahres-Daten der KEYNOTE-024-Studie bestätigen deutliche Überlegenheit für Pembrolizumab mono vs. Chemotherapie beim NSCLC mit hoher PD-L1-Expression
  • Neuer Anti-ILT4-Antikörper zeigt in Kombination mit Pembrolizumab erste vielversprechende Ergebnisse bei fortgeschrittenen Tumoren
  • Adjuvante Therapie mit Pembrolizumab verlängert auch das fernmetastasenfreie Überleben bei komplett resezierten Hochrisiko-Melanomen im Stadium III
  • HIF-2α-Inhibitor MK-6482 beim Von-Hippel-Lindau-Syndrom: Vielversprechende Wirksamkeit auch bei Nicht-RCC-Läsionen
  • Neuer Checkpoint-Inhibitor: Vielversprechende erste Studiendaten für Anti-TIGIT-Antikörper Vibostolimab in Kombination mit Pembrolizumab