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Medizin

06. Juni 2019 MM: Überleben vom Versichertenstatus abhängig?

Die beim multiplen Myelom (MM) eingesetzten antineoplastischen Substanzen sind hochpreisig. Gibt es einen Zusammenhang zwischen dem Versichertenstatus von MM-Patienten und deren Gesamtüberleben? Anhand der amerikanischen National Cancer Database (NCDB) wurde dieser Hypothese nachgegangen. Dafür wurden die Daten von 117.926 MM-Patienten überprüft, median 67 Jahre alt, die zwischen 2005 und 2014 diagnostiziert wurden.
5% der Patienten stammten aus Gegenden, in denen das mediane Jahreseinkommen < $46.000 lag. 52% der Patienten waren bei Medicare versichert, 35% privat versichert, 5% bei Medicaid, 3% waren nicht versichert. 40% wurden in Lehrkrankenhäusern behandelt.

Nach einem medianen Follow-up von 30 Monaten konnte in einer univariaten Analyse bei den Patienten mit primärem MM, geringerem Charlson Komorbiditätsindex, Behandlung im Lehrkrankenhaus, höherem medianen Einkommen oder privater Versicherung ein besseres Gesamtüberleben gesehen werden (für alle p<0,0001). Bezogen auf Patienten ≥ 65 Jahre hatten Privatversicherte ein längeres OS als Medicare-Patienten (p<0,0001). Ob dies damit zusammenhängt, dass sich abhängig von seiner Versicherung nicht jeder Patient die teure Behandlung leisten kann, sollte dringend weiter untersucht werden, schlussfolgern die Autoren.

(übers. v. ab)

Quelle: ASCO 2019

Literatur:

Kamal Chamoun et al. J Clin Oncol 37, 2019 (suppl; abstr LBA107)


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