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Medizin
23. Juli 2013

Glioblastom: Drei Studien zu Bevacizumab in der Primärtherapie

In zwei Phase-III-Studien und einer Phase-II-Studie wurde die Wirksamkeit von Bevacizumab bei Patienten mit neu diagnostiziertem Glioblastom untersucht. Sowohl die Studie AVAglio als auch die deutsche Studie GLARIUS geben deutliche Hinweise auf die Wirksamkeit von Bevacizumab in dieser Indikation.

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In der AVAglio-Studie erhielten 921 Patienten entweder die Standardtherapie mit Bestrahlung und Temozolomid oder im experimentellen Studienarm zusätzlich Bevacizumab. Primäre Endpunkte waren das progressionsfreie Überleben (PFS) und das Gesamtüberleben (OS). Beim PFS zeigte sich eine signifikante Überlegenheit bei zusätzlicher Gabe von Bevacizumab mit 6,2 versus 10,6 Monaten (HR=0,88; p<0,0001). Das OS war nicht signifikant verschieden (HR=0,88; p=0,0987), was wahrscheinlich der relativ hohen Rate an Patienten in der Kontrollgruppe geschuldet war, die nach Tumorprogress Bevacizumab als Rezidivtherapie außerhalb der Studie erhalten hat. Die Zeit mit stabiler Lebensqualität war im Bevacizumab-Arm signifikant verlängert (p=0,003) (ASCO 2013, #2005).

Im Unterschied zur AVAglio-Studie wurden in der RTOG-0825-Studie ausschließlich Patienten nach chirurgischer Resektion eingeschlossen, wogegen Patienten, die lediglich eine Biopsie erhielten, nicht teilnahmen. Die Therapie mit Bevacizumab wurde drei Wochen später begonnen und die Patienten erhielten eine größere Anzahl an adjuvanten Zyklen mit Temozolomid. Bei den insgesamt 637 eingeschlossenen Patienten ergab sich kein statistisch signifikanter Effekt hinsichtlich des PFS, wenn auch mit 7,3 versus 10,7 Monaten numerisch eine Verlängerung unter Bevacizumab gesehen wurde (ASCO 2013, #1).

In der deutschen Phase-II-Studie GLARIUS wurde der Effekt von Bevacizumab bei Patienten mit negativem Methylierungsstatus, die eine deutlich schlechtere Gesamtprognose haben, untersucht. Die 170 eingeschlossenen Patienten erhielten Bevacizumab in Kombination mit Irinotecan oder die Standardtherapie mit Temozolomid. Neben dem signifikanten PFS-Vorteil (HR=0,30; p<0,0001) wurde in einer vorläufigen Auswertung auch die Verlängerung des Gesamtüberlebens um 1,8 Monate beobachtet (HR=0,60; p=0,031) (ASCO 2013, #LBA2000). Die Verträglichkeit von Bevacizumab war vergleichbar mit der AVAglio-Studie und der RTOG-0825-Studie.
is

Quelle: Pressekonferenz der Roche Pharma AG "Das Glioblastom - Pathophysiologie und antiangiogene Therapie", Frankfurt, 17. Juli 2013


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