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Medizin

09. November 2017 Fettzellen machen Chemotherapie weniger wirksam

Adipozyten metabolisieren das Mittel Daunorubicin und verringern so die Fähigkeit des Chemotherapeutikums, Krebszellen abzutöten. Zu diesem Ergebnis kommen Forscher des UCLA Mattel Children's Hospital. Dieser Vorgang dürfte zu schlechteren Behandlungsergebnissen beitragen.
 
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Anthrazykline wie Daunorubicin werden im Rahmen einer Chemotherapie zur Behandlung von Krebserkrankungen wie Leukämie bei Kindern und Erwachsenen eingesetzt. Laut Forschungsleiter Steven Mittelman ist es wichtig zu verstehen, wie es manchen Leukämie-Zellen gelingt, diesen und anderen Behandlungen zu widerstehen. Damit könnten bessere Strategien zur Verbesserung des Behandlungserfolgs gefunden werden.

Frühere Studien hatten bereits gezeigt, dass Fettleibigkeit mit schlechteren Ergebnissen bei der Behandlung einer Reihe von Krebserkrankungen wie Brust-, Darm-, Eierstock- und Prostatakrebs in Zusammenhang steht. Die Ergebnisse legten nahe, dass eine starke Adipositas die Pharmakokinetik der Chemotherapie, also wie Medikamente aufgenommen, umgewandelt und vom Körper ausgeschieden werden, beeinflussen.

Adipozyten beeinträchtigen

Für die Studie haben die Forscher untersucht, wie eine Fettleibigkeit die Wirksamkeit von Daunorubicin verändert. Sie co-kultivierten menschliche Zellinien Akuter Lymphoblastischer Leukämie (ALL) mit Fettzellen und behandelten sie mit dem Medikament. Zusätzlich wurde untersucht, ob Fettgewebe von Krebspatienten Daunorubicin umwandeln kann.

Das Vorhandensein von Adipozyten reduzierte die Ansammlung von Daunorubicin in den Zellen mit ALL deutlich. Die Fettzellen nahmen das Medikament auf und entfernten es damit aus der Mikroumgebung der Leukämie. Die mit Daunorubicin behandelten Leukämie-Zellen überlebten und vermehrten sich bei Proben mit Fettzellen besser. Zusätzlich wandelten die Adipozyten das Medikament um. Die Enzyme in den Fettzellen veränderten die Struktur des Moleküls. Das Medikament wurde damit für die Leukämie-Zellen deutlich weniger giftig.

Quelle: pte


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