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Medizin
11. März 2021

ES-SCLC: Mit Durvalumab mehr als Überlebensverlängerung im Blick

Wichtige Aspekte für eine Therapieentscheidung im ES-SCLC sind vor allem ein schnelles und tiefes Ansprechen sowie eine gute Verträglichkeit und anhaltende Symptomkontrolle. Wie eine Therapie mit Durvalumab diesen Punkten Rechnung trägt, erfahren Sie hier.
Mit der Einführung der Immuntherapie hat sich die Prognose von Patienten mit kleinzelligem Lungenkarzinom im fortgeschrittenen Stadium (ED-SCLC*) deutlich verbessert. Dieser Therapiedurchbruch konnte durch den Einsatz von Durvalumab (Imfinzi®) im Rahmen der CASPIAN-Studie untermauert werden, die nicht nur einen signifikanten Überlebensvorteil und erstmals eine Verlängerung der Progressionsfreiheit über 24 Monate dokumentieren konnte, sondern auch die Chance auf eine verlängerte Symptomkontrolle (1, 2, 3, 4). Zudem wurden neben Patienten mit stabilen behandelten Hirnmetastasen auch erstmals Patienten mit asymptomatischen unbehandelten Hirnmetastasen eingeschlossen – ein Studiendesign, das sich nah an der Behandlungsrealität von Patienten mit ED-SCLC orientiert.

In der Phase-III-Zulassungsstudie zeigte sich für die Kombination des PD-L1-Inhibitors plus EP vs. EP allein ein signifikanter und anhaltender Vorteil im Gesamtüberleben (OS) (2). Nach 24 Monaten Beobachtungsdauer war noch annähernd jeder 4. Patient am Leben (22,2% vs. 14,4%). Das mediane OS lag unter Durvalumab plus EP bei 12,9 Monaten vs. 10,5 Monaten im Kontrollarm (HR 0,75, 95%-KI 0,62, 0,91, nominal p=0,0032) (siehe Abbildung 1). Der OS-Vorteil wurde bei allen präspezifizierten Subgruppen – u.a. Alter und/oder dem Vorhandensein von Hirnmetastasen – beobachtet. Auch bei den sekundären Endpunkten zeigte sich der Durvalumab-Arm überlegen: So waren nach 24 Monaten bei verlängerter Symptomkontrolle unter Durvalumab plus EP fast viermal mehr Patienten progressionsfrei als unter EP allein (11% vs. 2,9%) – Ergebnisse, die in dieser Form erstmals für eine zugelassene Therapie beim ED-SCLC gezeigt werden konnten.

 
Lupe
Grafik stellt dar: CASPIAN: Durvalumab plus Chemotherapie überzeugt durch einen andhaltenden und signifikanten Überlebensvorteil
 

CASPIAN-Studie zeigt langfristigen klinischen Nutzen

 
Interessant ist in diesem Zusammenhang auch ein Blick auf eine explorative Subgruppenanalyse der CASPIAN-Studie: Diese hat den klinischen Outcome der Patienten bewertet, die einen Langzeitnutzen erzielten (progressionsfreies Überleben (PFS) ≥12 Monate) (5). In der CASPIAN-Studie konnte ein Langzeitnutzen bei mehr als 3-mal so vielen Patienten im Arm von Durvalumab plus EP dokumentiert werden gegenüber EP allein. Dies war mit einer erhöhten Chance auf ein Langzeitüberleben assoziiert. Insgesamt zeigten Patienten mit einem PFS ≥12 Monate (alle Arme) eine Verbesserung der objektiven Ansprechrate (ORR) sowie der Dauer des Ansprechens (DoR) und des OS im Vergleich zu Patienten mit einem PFS ˂12 Monate. Der Langzeitnutzen war mit beobachteten 2-Jahres-OS-Raten von über 75% außergewöhnlich.
 

Durvalumab bietet mehr als einen Überlebensvorteil


Wichtig für die Therapieentscheidung ist neben dem potenziellen Zugewinn an Überlebenszeit für die Patienten auch die Verträglichkeit des Regimes: Hier konnte in der CASPIAN-Studie das bekannt gute Sicherheitsprofil dieser Arzneimittelklasse bestätigt werden. Die Rate an Nebenwirkungen vom Grad 3/4 war unter Durvalumab plus EP vs. EP allein vergleichbar (2). Zudem zeigen die Ergebnisse zu den patientenberichteten Endpunkten (PRO) der CASPIAN-Studie, dass Durvalumab plus EP im Vergleich zu EP allein bei allen präspezifizierten Symptomen, der gesundheitsbezogenen Lebensqualität (HRQoL) und in allen Bereichen der Funktionsfähigkeit vorteilhaft war (3, 4).

Lesen Sie hier auf dem esanum-Infocenter mehr zur Therapie des ED-SCLC mit Durvalumab.

DE-33024/21


IMFINZI® 50 mg/ml Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung
▼Dieses Arzneimittel unterliegt einer zusätzlichen Überwachung. Dies ermöglicht eine schnelle Identifizierung neuer Erkenntnisse über die Sicherheit. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung zu melden.
Wirkstoff: Durvalumab. Verschreibungspflichtig. Zusammensetzung: Jeder ml Konzentrat enthält 50 mg Durvalumab. Eine Durchstechflasche mit 2,4 ml enthält 120 mg Durvalumab. Eine Durchstechflasche mit 10 ml enthält 500 mg Durvalumab. Sonstige Bestandteile: Histidin, Histidinhydrochlorid-Monohydrat, Trehalose-Dihydrat, Polysorbat 80, Wasser für Injektionszwecke. Anwendungsgebiet: IMFINZI ist angezeigt als Monotherapie zur Behandlung des lokal fortgeschrittenen, inoperablen nicht-kleinzelligen Lungenkarzinoms (non-small cell lung cancer, NSCLC) bei Erwachsenen, deren Tumoren PD-L1 in ≥ 1% der Tumorzellen exprimieren und deren Krankheit nach einer platinbasierten Radiochemotherapie nicht fortgeschritten ist. IMFINZI in Kombination mit Etoposid und entweder Carboplatin oder Cisplatin ist angezeigt bei Erwachsenen zur Erstlinienbehandlung des kleinzelligen Lungenkarzinoms im fortgeschrittenen Stadium (extensive-stage small cell lung cancer, ES-SCLC). Gegenanzeigen: Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile. Nebenwirkungen: Imfinzi-Monotherapie: Sehr häufig: Infektionen der oberen Atemwege, Hypothyreose, Husten/produktiver Husten, Diarrhö, Abdominalschmerzen, Hautausschlag, Pruritus, Pyrexie. Häufig: Pneumonie, orale Candidose, Infektionen der dentalen oder oralen Weichgewebe, Influenza, Hyperthyreose, Pneumonitis, Dysphonie, Aspartataminotransferase erhöht oder Alaninaminotransferase erhöht, Nachtschweiß, Myalgie, erhöhte Kreatininspiegel im Blut, Dysurie, peripheres Ödem, infusionsbezogene Reaktion. Gelegentlich: Thyreoiditis, Nebenniereninsuffizienz, interstitielle Lungenerkrankung, Kolitis, Hepatitis, Dermatitis, Myositis, Nephritis. Selten: Immunthrombozytopenie, Typ-1-Diabetes-mellitus, Hypophysitis/Hypophyseninsuffizienz, Diabetes insipidus, Myasthenia gravis, Meningitis, Myokarditis, Pemphigoid, Polymyositis. Nicht bekannt: nichtinfektiöse Enzephalitis, Guillain-Barré-Syndrom. IMFINZI in Kombination mit Chemotherapie: Sehr häufig: Neutropenie, Anämie, Thrombozytopenie, Leukopenie, verminderter Appetit, Husten/produktiver Husten, Übelkeit, Verstopfung, Erbrechen, Alopezie, Fatigue. Häufig: Infektionen der oberen Atemwege, Pneumonie, Infektionen der dentalen oder oralen Weichgewebe, febrile Neutropenie, Panzytopenie, Hypothyreose, Hyperthyreose, Thyreoiditis, Nebenniereninsuffizienz, Pneumonitis, Diarrhö, Abdominalschmerzen, Stomatitis, Aspartataminotransferase erhöht oder Alaninaminotransferase erhöht, Hepatitis, Hautausschlag, Pruritus, Dermatitis, Myalgie, erhöhte Kreatininspiegel im Blut, Dysurie, Pyrexie, peripheres Ödem, infusionsbezogene Reaktion. Gelegentlich: Orale Candidose, Influenza, Typ-1-Diabetes-mellitus, Dysphonie, interstitielle Lungenerkrankung, Kolitis, Nachtschweiß. Weitere Hinweise: siehe Fachinformation. Pharmazeutischer Unternehmer: AstraZeneca GmbH, 22876 Wedel, E-Mail: azinfo@astrazeneca.com, www.astrazeneca.de, Servicehotline für Produktanfragen: 0800 22 88 660. Stand: 01/2021.


DE-31690/2021

 

Quelle: AstraZeneca

Literatur:

1) Fachinformation IMFINZI®, Stand Jan. 2021
2) Paz-Ares L et al. J Clin Oncol 2020;38(suppl):9002
3) Paz-Ares L et al. Ann Oncol 2019;30(suppl_5):v851-v934.
4) Goldman JW et al. Lung Cancer 2020;149:46-52.
5) Goldman JW et al. Ann Oncol (2020) 31 (suppl_4);S1142-S1215

*Kleinzelliges Lungenkarzinom im fortgeschrittenen Stadium (Extensive Disease); in der Fachinformation bezeichnet als Extensive Stage SCLC oder ES-SCLC


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