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Medizin

21. November 2017 Erstlinientherapie des follikulären Lymphoms – Vorteil beim PFS mit Obinutuzumab

Die Phase-III-Studie GALLIUM verglich Obinutuzumab (Gazyvaro®▼) mit dem bisherigen Therapiestandard dem Original-Biologikum Rituximab (MabThera®) in der Erstlinientherapie des follikulären Lymphoms (FL). Ergebnisse sind aktuell in der Online-Version des renommierten New England Journal of Medicine veröffentlicht worden (1). „Das unterstreicht den Stellenwert der Zulassungsstudie und zeigt, dass die Ergebnisse auch international sehr positiv bewertet werden“, so Prof. Dr. Wolfgang Hiddemann, Direktor Medizinische Klinik und Poliklinik III, Klinikum der Universität München-Großhadern und Leiter der Studiengruppe GLSG* (2). Auf dieser Basis ist Gazyvaro®▼ im September 2017 für die FL-Erstlinientherapie zugelassen worden. Der glykomodifizierte Typ-II-Anti-CD20-Antikörper ist bereits zentraler Baustein in der Behandlung der chronisch lymphatischen Leukämie (CLL) und des vorbehandelten FL.
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Die GALLIUM-Studie zeigte bereits nach median 34,5 Monaten Beobachtungszeit einen signifikanten Vorteil beim progressionsfreien Überleben (PFS) für Obinutuzumab. Der Typ-II-Anti-CD20-Antikörper erhöhte die Chance auf Progressionsfreiheit und Überleben für nicht vorbehandelte FL-Patienten um 34% (Hazard Ratio: 0,66; 95%-Konfidenzintervall 0,51-0,85; p = 0,001) gegenüber MabThera® (1). Dies entspricht einem 1,5-fach längeren medianen PFS mit Obinutuzumab. Patienten könnten damit von einem um 3 Jahre verlängerten PFS von median 6 Jahren unter MabThera® auf 9 Jahre unter Obinutuzumab profitieren (3,4).

Die Phase-III-Studie mit 1.202 FL-Patienten bestätigte zudem erneut das bekannt gute Verträglichkeitsprofil der Anti-CD20-Antikörper.

Die Therapie mit dem wirksameren Antikörper Obinutuzumab ist bereits in der aktuellen DGHO-Leitlinie mit der GALLIUM-Studie referenziert (5).

*GLSG: Deutsche Studiengruppe für niedrigmaligne Lymphomm

▼ Dieses Arzneimittel unterliegt einer zusätzlichen Überwachung. Dies ermöglicht eine schnelle Identifizierung neuer Erkenntnisse über die Sicherheit. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung zu melden. Bitte melden Sie Nebenwirkungen an die Roche Pharma AG (grenzach.drug_safety@roche.com oder Fax +49 7624/14-3183) oder an das Paul-Ehrlich-Institut (www.pei.de oder Fax: +49 6103/77-1234).

Quelle: Roche

Literatur:

(1) Marcus RE, Davies AJ, Ando K et al., N Engl J Med 2017; 377:1331-1344, October 5, 2017, DOI: 10.1056/NEJMoa1614598 (aufgerufen 25.10.2017)
(2) Pressegespräch „Zulassung Gazyvaro: Neue Perspektive in der FL-Erstlinientherapie“, Frankfurt am Main, den 21. September 2017
(3) Marcus RE, Davies AJ, Ando K et al., ASH 2016; Abstract #6
(4) Salles G, Seymour JF, Feugier P et al, Blood 2013; 122: 509
(5) DGHO-Leitlinie Follikuläres Lymphom. Stand: Januar 2017. https://www.onkopedia.com/de/onkopedia/guidelines/follikulaereslymphom/@@view/html/index.html (aufgerufen 19.10.2017)


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