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Medizin

11. November 2013 Knochenmarktransplantationseinheit erhält erneut anerkanntes JACIE-Zertifikat

Die Abteilung für Hämatologie und Internistische Onkologie am Universitätsklinikum Leipzig hat erneut das anerkannte JACIE-Zertifikat erhalten. Mit diesem Akkreditierungssystem wird den Leipziger Experten die Umsetzung internationaler Qualitätsstandards bestätigt.

In einem zweitägigen Prüfbesuch wurden alle Abläufe in der Knochenmarkstransplantation von drei externen Experten geprüft und für sehr gut befunden. Mit der erneuten Erteilung der JACIE-Akkreditierung (Joint Accreditation Committee International Society for Cellular Therapy and the European Group for Blood and Marrow Transplantation) wurde den Leipziger Experten die Umsetzung der internationalen Standards in der Stammzelltransplantation bestätigt.

"Wir haben eine sehr positive Rückmeldung zu den von uns etablierten Richtlinien und Abläufen bekommen", so Prof. Dietger Niederwieser, Leiter der Abteilung für Hämatologie und internistischen Onkologie. "Das bestätigt uns in unseren Qualitätsbemühungen im Interesse unserer Patienten."
Die JACIE-Akkreditierung ist eine Voraussetzung, um mit internationalen Partnern zusammenarbeiten zu können - in der Stammzelltransplantation ein extrem wichtiger Aspekt. Denn bei der Suche nach einem passenden Spender für einen krebskranken Patienten spielen Ländergrenzen keine Rolle. Oft führt erst die internationale Suche auch tatsächlich zum Erfolg. "Etwa 20-30% unserer Transplantate kommen heute aus den USA", erklärt Prof. Niederwieser. "Um diese auch erhalten zu können, ist die jetzt bestätigte Zertifizierung zwingend notwendig. Ohne diese hätten unsere Patienten oftmals keine Chance auf eine lebensrettende Stammzellspende."

Derzeit verfügen deutschlandweit nur einige großen Zentren über ein JACIE-Zertifikat. "Als eines der größten Transplantationszentren war es uns schon vor Jahren wichtig, dieses international anerkannte Qualitätssiegel zu erhalten und damit unsere Knochenmarktransplantationseinheit unabhängig prüfen zu lassen", so Niederwieser. "Das gebietet uns auch die hohe Verantwortung, die wir gegenüber dem Spender der Stammzellen haben. Zudem ist die weltweit gültige Zertifizierung, die uns auch erlaubt Transplantate von sächsischen Spendern ins Ausland abzugeben, zunehmend auch für die Teilnahme an Studien erforderlich."

Quelle: Universitätsklinikum Leipzig AöR


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