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Medizin

29. September 2016 Innovationspreis für neuen Therapieansatz beim Myelodysplastischen Syndrom

Der mit 10.000 Euro dotierte Innovationspreis der Deutschen Hochschulmedizin e.V. geht in diesem Jahr an Priv.-Doz. Dr. med. Rebekka K. Schneider-Kramann von der Uniklinik RWTH Aachen. Die junge Wissenschaftlerin forscht zum  "Myelodysplastischen Syndrom" (MDS) an der Klinik für Hämatologie, Onkologie, Hämostaseologie und Stammzelltransplantation der Uniklinik RWTH Aachen. Für den Innovationspreis hatte sie sich mit der in "Cancer Cell" erschienenen Publikation "Role of casein kinase 1A1 in the biology and targeted therapy of del(5q) MDS" beworben.
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Das MDS umfasst eine Reihe von Erkrankungen des Knochenmarks, bei denen zu wenig funktionstüchtige Blutzellen gebildet werden. Die Erkrankung gehört zu den häufigsten bösartigen Bluterkrankungen bei Erwachsenen und tritt vor allem bei Patienten über 60 Jahren auf. Die Krankheit ist bisher nicht durch Medikamente zu heilen. Das MDS hat seinen Ursprung in einer bestimmten Stammzelle, der "hämatopoetischen Stammzelle" (HSC). In ihren Arbeiten versucht das Team um Dr. Schneider-Kramann die Regulation dieser Stammzelle besser zu verstehen und schließlich daraus ein Medikament gegen die Krankheit MDS zu entwickeln.

Der Assistenzärztin Schneider-Kramann und ihrem Team ist es gelungen, einen Mechanismus zu identifizieren, der nur in den kranken Zellen aktiviert ist. Diese Erkenntnis nutzen die Mediziner, um gezielt die kranken Zellen im Knochenmark zu zerstören. Das ist ein neuer und sehr innovativer Ansatz beim Kampf gegen das MDS, aber auch generell in der Therapie bösartiger Knochenmarkserkrankungen. Denn die Herausforderung liegt darin, die kranken, aber nicht die gesunden Zellen zu entfernen. Dafür erhält Frau Dr. Schneider-Kramann nun den jährlich ausgelobten Innovationspreis der Deutschen Hochschulmedizin. Er soll zur Stärkung der Forschung in der Universitätsmedizin am Wissenschaftsstandort Deutschland beitragen. Frau Dr. Schneider-Kramann nimmt den Preis am 29. September 2016, im Rahmen des Innovationsforums der Deutschen Hochschulmedizin entgegen.

Quelle: Deutsche Hochschulmedizin


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