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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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26. Oktober 2016

mRCC: Immuntherapie oder TKIs

"Mit der Immuntherapie erleben wir eine neue Entwicklung beim mRCC", sagte  Prof. Dr. med. Jan Roigas, Berlin, auf einem von Pfizer während des DGU in Leipzig unterstützen Symposiums. Aber man muss die Daten zu den Checkpoint-Inhibitoren auch ein wenig kritisch durchleuchten. Nach wie vor gilt: Das mRCC ist eine im wesentlichen VEGF-getriggerte Erkrankung und daher wird die Therapie mit den entsprechenden TKIs immer einen wesentlichen Stellenwert in dieser Behandlung einnehmen.
Prof. Dr. Manuela Schmidinger, Wien, schilderte die Entwicklung der Therapie in den vergangenen Jahren beim mRCC. Es war ein enormer Fortschritt, als der Pathomechanismus dieser Krebsentität als im wesentlich VEGF-getriggert identifiziert worden ist. Daraufhin wurde der TKI Sunitinib, Markteinführung im Jahre 2006, gegen den bisherigen Standard beim mRCC, nämlich einer Interferon-Therapie, in der ersten Linie getestet und konnte in der Response signifikante Vorteile erlangen (1).

Mit TKI-Sequenzen Resistenzen überwinden

Allerdings führte die VEGF-Rezeptor-Inhibition nach median knapp 1 Jahr zur Resistenzbildung. Durch die Zulassung zahlreicher weiterer TKI konnte jedoch ein Sequenz-Konzept bei der Behandlung erarbeitet werden. Dies sah in der zweiten Linie einen anderen TKI vor, zumeist einen Multikinase-Inhibitor. "Wenn dem Tumor mit Anti-VEGF-Behandlung seine Energiezufuhr entzogen wurde, sucht er sich – als eine Gegenstrategie – neue Pathways, um sich weiterhin zu versorgen", erklärt die Onkologin. Werden diese Signalwege durch TKIs der neuen Generation blockiert, kommt es erneut zu einem Ansprechen.

In der Sequenz wurden dann zwei unterschiedliche Strategien verfolgt, nämlich entweder eine m-TOR-Inhibition in der zweiten Linie zu fahren oder die VEGF-Inhibition zu intensivieren. Letzteres zeitigte in der AXIS-Studie mit Axitinib (Inlyta®) Erfolg (2). Da mittlerweile eine ganze Reihe an weiteren neuen Multikinase-Inhibitoren zur Verfügung stehen, können ebenfalls Folgeresistenzen damit umgangen werden.
Schmidinger verwies ferner darauf, dass gerade initial eine starke VEGF-Inhibiton mit einer besseren Respons assoziiert ist. Sunitinib konnte diesbezüglich eine Respone-Rate von 47% aufweisen (3). "Je stärker der Tumor schrumpft, umso länger ist das Gesamtüberleben unserer Patienten." Dies wurde von Grünwald und Kollegen in einer retrospektiven Analyse dargestellt (4).

Bezüglich der neuen Therapieoption der Checkpoint-Inhibitoren (Immuntherapie) konstatierte der Urologe Prof. Dr. med. Gerald Mickisch, Bremen, eine erfreuliche Erweiterung des Armamentariums. So konnte in der Studie Checkmate-025 Nivolumab im direkten Vergleich mit dem m-TOR-Inhibitor Everolimus beim OS (Overall Survival) eine signifikante Überlegenheit generieren (p=0,0018), nicht allerdings beim PFS (Progressionfree Survival).

Die Studienautoren errechneten sodann ein aktuelles Langzeit-Überleben nach vier Jahren bei 30% der Population. "Wer hätte dies vor fünf Jahren für möglich gehalten", erinnert sich Mickisch. Schaut man sich die Studie aber genauer an, schränkt er wiederum ein, lassen sich  zwei Drittel dieses Überlebens auf die multiple Sequenztherapie – eben auch mit TKIs – zurückführen. Denn die Patienten-Population der CheckMate -025 war mehrfach vorbehandelt. Dies unterstreicht, resümiert Mickisch, den Stellenwert der Sequenztherapie, und damit die Relevanz der TKIs.
Reimund Freye
Satellitensymposium "Geht das Zeitalter der TKI zu Ende? Der Stellenwert der TKI-Therapie beim mRCC im Kontext der Immunonkologie", im Rahmen des 68. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Urologie, Leipzig, 29. Sept. 2016; Veranstalter: Pfizer
Literatur:
(1) Motzer R et al., N Engl J Med 2007;356:115-24
(2) Rini BI et al., Lancet 2011; 378(9807):1931-9
(3) Motzer R et al., J Clin Oncol 2009; 27(22):3584-90
(4) Grünwald V et al., ESMO 2013, #2702
 
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