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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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08. Oktober 2015

Febrile Neutropenie: Update zur Umsetzung der G-CSF-Leitlinien in Deutschland

Die febrile Neutropenie (FN) ist eine Komplikation bei Chemotherapien, die lebensbedrohliche Auswirkungen haben kann. Daher empfehlen internationale Leitlinien den Einsatz von Granulozyten-koloniestimulierenden Faktoren (G-CSF) ab einem Risiko für eine FN von 20% bzw. schon bereits ab 10%, wenn zusätzlich Patienten-bezogene Risikofaktoren vorhanden sind. Leider finden die Leitlinien im praktischen Alltag häufig keine Berücksichtigung.

Nach einer 2012 von der Arbeitsgemeinschaft Supportive Maßnahmen in der Onkologie, Rehabilitation und Sozialmedizin (ASORS) der Deutschen Krebsgesellschaft durchgeführten retrospektiven, multizentrischen Datenerhebung und Umfrage werden diese Leitlinien auch im deutschen Praxisalltag nur teilweise umgesetzt (1). Als repräsentative Stichprobe wertete die ASORS je 2% der Jahresinzidenzen des Mammakarzinoms (n= 976), Lungenkarzinoms (n= 666), und der malignen Lymphome (n= 286) von Mai 2011 bis Mai 2012 aus. Einbezogen wurden dabei Patienten, die 3 – 9 Chemotherapiezyklen mit einem Risiko einer febrilen Neutropenie von über 10% erhalten hatten. Sowohl die Akzeptanz als auch die Umsetzung der Leitlinien erwiesen sich als nicht sehr ausgeprägt. Je nach Tumorentität und Profil des Arztes wurden die Leitlinien unterschiedlich häufig angewendet. Insgesamt überschätzten die Ärzte ihre eigene Leitlinienaffinität bei gleichzeitiger Unterschätzung des Risikos für eine febrile Neutropenie bei Patienten mit intermediär riskanter Chemotherapie. Zudem wurden patientenbezogene Risikofaktoren unterbewertet, was eine Unterschätzung des Gesamtrisikos und damit verbunden eine Unterbehandlung mit G-CSF nach sich ziehen kann.
 
Um zu prüfen, ob die Leitlinien in Deutschland inzwischen eine größere Akzeptanz finden, hat die ASORS kürzlich eine erneute Umfrage begonnen. Dafür sollen die Daten von 1.400 Patienten mit Brust- und Lungentumoren ausgewertet werden, die 2 bis 3 Zyklen einer Chemotherapie mit hohem >20% oder intermediärem (10–20%) Risiko für eine febrile Neutropenie erhalten. Für die Teilnahme mit Mammakarzinom-Patientinnen haben sich bis jetzt 208 Zentren angemeldet, für Lungenkarzinompatienten 139.

Amgen
Literatur:

(1) Link H et al. Supportive Care Group (ASORS) of the German Cancer Society (DKG). Support Care Cancer. 2015 Jun 17. [Epub ahead of print].

 
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