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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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27. Juli 2016

Phase-I-Studie zu ABT‑414 beim rezidivierten Glioblastom mit EGFR-Amplifikation

Im Rahmen des 52. Jahreskongresses der American Society of Clinical Oncology (ASCO) in Chicago präsentierte AbbVie Sicherheits- und Wirksamkeitsdaten einer Expansionskohorte einer Phase-I-Studie zu ABT‑414 beim rezidivierenden Glioblastom mit EGFR (epidermal growth factor receptor)-Amplifikation (1). Diese zeigte, dass etwa 30% der Patienten nach sechs Monaten progressionsfrei waren. Es wurde keine dosislimitierende Toxizität, jedoch eine häufige, reversible Augentoxizität festgestellt. ABT-414 ist ein Antikörper-Wirkstoff-Konjugat (antibody drug conjugate, ADC), das sich derzeit in der klinischen Prüfung befindet. AbbVie kündigte an, den Wirkstoff bei Glioblastom-Patienten mit EGFR-Amplifikation in einer randomisierten Phase-II-Studie weiter zu untersuchen.
Die offene, dreiarmige Phase-I-Studie untersuchte die Sicherheit, die Pharmakokinetik und die maximal verträgliche Dosis von ABT‑414 bei Patienten mit Glioblastom und bestätigter EGFR-Amplifikation. Die EGFR-Amplifikation ist die häufigste Genmutation beim malignen Glioblastom, einem aggressiven, bösartigen Hirntumor. In drei Studienarmen wurde der Wirkstoff untersucht: in Kombination mit Strahlentherapie und Temozolomid (TMZ) bei Patienten mit neu diagnostiziertem Glioblastom (GBM) (Arm A), in Kombination mit TMZ bei Patienten mit neu diagnostiziertem GBM, die Strahlentherapie und TMZ gerade abgeschlossen hatten, oder mit rezidivierendem GBM (Arm B) sowie als Monotherapie bei Patienten mit rezidivierendem GBM (Arm C) (1).  In Arm C wurden Erwachsene mit einem Karnofsky-Index (Karnofsky performance status, KPS) von ≥ 70, bestätigter EGFR-Amplifikation, rezidivierendem GBM, normaler Endorganfunktion und ohne Vorbehandlung mit Bevacizumab aufgenommen. Ein Großteil der 48 Studienteilnehmer in Arm C, die ein medianes Alter von 59 Jahren (zwischen 35 und 80 Jahren) aufwiesen, war vorbehandelt: 40% hatten eine, 48% zwei und 10% hatten drei oder mehr vorangegangene Therapien erhalten.

Die Beurteilung des Tumoransprechens erfolgte nach den sogenannten RANO (Best Response Assessment in Neuro-Oncology)-Kriterien. Von insgesamt 44 Patienten mit vollständigen Daten waren etwa 30% der Patienten unter ABT-414-Monotherapie nach sechs Monaten progressionsfrei [95%-KI = 17,44] (sekundärer Endpunkt). Zwei Patienten befanden sich in partieller Remission, bei 18 Patienten wurde eine stabile Erkrankung und bei 24 Patienten ein progressiver Krankheitsverlauf festgestellt. Die häufigsten schwerwiegenden unerwünschten Ereignisse (> 1 Patient) (n = 48, Stand 7. Januar 2016) waren Krampfanfälle (8%).

Behandlungsbedingte, unerwünschte Ereignisse (UE) des Grads 3/4 (> 1 Patient) waren Keratitis (15%), Mikrozysten des Hornhautepithels (8%), Hemiparese (6%), Hyperglykämie (6%), Muskelschwäche (6%), Krampfanfälle (6 %), verschwommenes Sehen (4%) und ulzerierende Keratitis (4%). Die häufigsten behandlungsbedingten UE (≥ 25% der Patienten) waren verschwommenes Sehen (60%), Kopfschmerzen (29%), Photophobie (29%), trockene Augen (27 %), Augenschmerzen (27%) und Fatigue (27%). Krampfanfälle (8%) waren das häufigste schwerwiegende unerwünschte Ereignis (> 1 Patient) (n = 48).
AbbVie
Literatur:
(1) van den Bent M et al. Efficacy of a novel antibody-drug conjugate (ADC), ABT-414, as monotherapy in epidermal growth factor receptor (EGFR) amplified, recurrent glioblastoma (GBM). Poster presentation #2542; presented at the 52nd Annual Meeting of the American Society of Clinical Oncology (ASCO) in Chicago, Illinois, June 5, 2016.
 
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