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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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04. Mai 2015

Krebs und Kinderwunsch - was ist zu berücksichtigen?

Möchte ich eine Familie gründen oder noch weitere Kinder haben? Mit dieser Frage werden jüngere Krebspatienten häufig unmittelbar nach der Diagnose konfrontiert. Denn die Behandlung, die ihnen hilft, den Krebs zu besiegen, kann zugleich ihre Fruchtbarkeit beeinträchtigen. Auch wenn die Zeit drängt, ist es daher wichtig, sich bereits vor Therapiebeginn mit dem Thema zu beschäftigen.

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Für die meisten Krebspatienten, deren Familienplanung noch nicht abgeschlossen ist, spielt der Erhalt der Fruchtbarkeit eine große Rolle. Dies zeigt eine Studie, in der Patienten 3 bis 5 Jahre nach einer Krebstherapie befragt wurden. So gaben 76% der befragten Männer und Frauen, die zum Zeitpunkt der Therapie kinderlos waren, an, dass sie sich ein Kind wünschten. 29% der Patienten, die bereits Kinder hatten, wünschten sich noch weitere. Rund 93% der Befragten fühlten sich gesund genug, um Eltern zu werden und 63% der Patienten wünschten sich auch bei vorzeitigem Versterben ein Kind. Diese Zahlen zeigen, wie wichtig es ist, das Thema Familienplanung auch bei einer lebensbedrohlichen Erkrankung nicht auszuklammern. Denn nicht selten führen eine Operation, eine Chemo- oder Strahlentherapie zu irreversibler Schädigung gesunder Zellen - bis zum Verlust der Fruchtbarkeit.

Zunächst kann ein Gespräch mit dem behandelnden Arzt klären helfen, inwieweit Therapieauswahl und Kinderwunsch aufeinander abgestimmt werden können. Für den Fall, dass nach Abschluss der Therapie die Wahrscheinlichkeit gering ist, auf natürlichem Wege Kinder zu bekommen, stehen Männern und Frauen dennoch eine Reihe von Maßnahmen zur Verfügung. Unter www.krebsgesellschaft.de/thema_mai2015 liefert das ONKO-Internetportal Angehörigen und Betroffenen hilfreiche Hinweise zum Thema.

Quelle: ONKO-Internetportal
 
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