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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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22. Januar 2015

Frühes Mundhöhlenkarzinom: Schnelle Diagnose in vitro möglich

Rund 18.000 Menschen erkranken jährlich an einem Mundhöhlenkarzinom. Drei Viertel von ihnen sind Männer mit steigender Inzidenz jenseits des 40. Lebensjahrs. Die Diagnose erfolgt bei knapp zwei Drittel der Patienten im fortgeschrittenen Stadium und ist häufig ein Zufallsbefund zahnärztlicher Routineuntersuchungen. Ein wesentlicher Risikofaktor ist die Infektion durch HPV 16, die in Abhängigkeit von der Lokalisation für bis zu 70% der Tumoren verantwortlich sein kann. Das In-vitro-Diagnostikum PrevO-Check® ermöglicht erstmals den schnellen Nachweis von Antikörpern gegen HPV 16 sowie die Diagnose früher und präkanzeröser Stadien von Mundhöhlen- und Rachenkrebs. PrevO-Check® revolutioniert die Früherkennung und spiegelt die Konsequenzen aus den aktuellen Empfehlungen der S3-Leitlinie "Mundhöhlenkrebs" wider.

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Das Mundhöhlenkarzinom umfasst maligne Hautveränderungen im Bereich von Gaumen, Lippen, Mandeln, Mundboden, Rachen, Wangen und Zunge. Es zeigt eine rund dreifach höhere Inzidenz als das Gebärmutterhalskarzinom und machen etwa 5% der Krebserkrankungen aus. Zu den Risikofaktoren zählen regelmäßiger Alkohol- und Tabakkonsum. Sie erhöhen das Erkrankungsrisiko deutlich.

HPV-Antikörper: ein lebensrettender Hinweis

Auch die Infektion durch HPV 16 trägt maßgeblich zur Erhöhung des Krankheitsrisikos bei. Der HPV-assoziierte Mundhöhlenkrebs wird für etwa ein Drittel der Erkrankungen verantwortlich gemacht, wobei es in Abhängigkeit von der Lokalisation (beispielsweise dem Oropharynx) bis zu 70% sein können. Aktuelle Studien belegen, dass ein erhöhter Antikörpertiter gegen HPV 16 in etwa 95% der Fälle einhergeht mit einer Krebsvorstufe oder einem unentdecktem Tumor. Gemäß S3-Leitlinie "Mundhöhlenkarzinom" ist der serologische Nachweis von HPV 16 aufgrund der Studienlage ein wichtiger Parameter für die Diagnose. Der Zeitpunkt der Diagnose spielt eine zentrale Rolle für den Krankheitsverlauf.

Mundhöhlenkarzinom: Frühe Stadien symptomfrei

Da Mundhöhlenkarzinome in den Anfangsstadien zumeist symptom- und schmerzfrei proliferieren, ist die Diagnose schwierig zu stellen. Patienten stellen sich häufig erst in fortgeschrittenen Stadien der Erkrankung vor, um den Befund abzuklären. Dann treten bereits Symptome wie spürbare Schleimhautveränderungen, Blutungen im Mundraum, ein verändertes Geschmacksempfinden, ausstrahlende Schmerzen oder Mundgeruch bei ansonsten gleicher Hygiene auf. Haut- und Schleimhautläsionen sind nicht selten unauffällig oder versteckt und werden vom Arzt fälschlicherweise als Druckstelle oder Bissverletzung interpretiert. Hinzu kommt, dass gerade HPV-assoziierte Läsionen visuell schwer zu erkennen sind. Sie werden aufgrund ihrer Lokalisation meist gar nicht bzw. erst sehr spät entdeckt.

Zufallsbefund Mundhöhlenkrebs: Oft zu spät


Die späte Diagnose erfolgt meist im Rahmen des regelmäßigen Zahnarztbesuchs, bei dem sichtbare Läsionen zufällig entdeckt werden. Durch den verzögerten Therapiebeginn verschlechtert sich die Prognose deutlich. Mundhöhlenkarzinome sind in späten Stadien mit einem hohen Leidensdruck für die Patienten verbunden, nicht zuletzt aufgrund entstellender chirurgischer Therapiemaßnahmen in Mundhöhle, Gesicht und Kiefer. Wie kaum eine andere Krebserkrankung greift das Mundhöhlenkarzinom über die belastende Symptomatik und die medizinische Behandlung hinaus das Selbstwertgefühl und -empfinden der Patienten an.

Regelmäßiges Tumorscreening der Mundschleimhaut

Prävention und Früherkennung von Mundhöhlenkarzinomen sind daher dringend geboten, um die Prognose der Erkrankung signifikant zu verbessern und entstellende Therapiemaßnahmen wie chirurgische Eingriffe nach Möglichkeit vollständig zu vermeiden. Im Sinne eines konsequenten Tumorscreenings empfiehlt die S3-Leitlinie "Mundhöhlenkarzinom" regelmäßige Untersuchungen der Mundschleimhaut durch Zahnärzte, aber auch durch HNO- und Hausärzte sowie MKG-Chirurgen.

Früherkennung und Prävention

Mit PrevO-Check® steht Arzt und Zahnarzt seit Kurzem ein immunologischer Schnelltest zu Verfügung, mit dem sich spezifische Antikörper gegen HPV 16 in Vollblut und Serum im Rahmen des Tumorscreenings sicher nachweisen lassen. Der Test ist eine wertvolle Ergänzung bestehender klinischer Untersuchungen sowie bildgebender Verfahren bei der Früherkennung von Dysplasien und Kopf-Hals-Tumoren. Der Test ist einfach in der Anwendung, benötigt nur einen einzigen Tropfen Blut und ist geeignet für die patientennahe Sofort-Diagnostik. Binnen 15 Minuten liegt das Ergebnis vor.

Präkanzeröse Stadien im Fokus

Ein positives Ergebnis begründet den Verdacht auf eine Präkanzerose und sollte durch einen Spezialisten abgeklärt werden. Im Umkehrschluss schließt ein negatives Ergebnis nicht aus, dass ein Mundhöhlenkarzinom vorliegt, da andere Risikofaktoren wie eine genetische Disposition, Tabakkonsum oder Alkoholabusus die Erkrankung ebenfalls verursachen können.

Liefert PrevO-Check® ein positives Ergebnis, so schließen sich weitere Untersuchungen wie die eingehende Inspektion der Mundschleimhaut, Abstriche von Läsionen und gegebenenfalls eine Überweisung zu einem Spezialisten für Kopf-Hals-Tumoren an. 

Die In-vitro-Diagnostik PrevO-Check® verlagert den Diagnosezeitpunkt HPV-assoziierter Mundhöhlenkarzinome künftig deutlich nach vorne. Vor allem das Erkennen präkanzeröser Stadien ist im Sinne eines präventiven Tumorscreenings empfehlenswert. Die konsequente Anwendung von PrevO-Check® in der ärztlichen und zahnärztlichen Praxis birgt darüber hinaus ein großes Potenzial für die Vermeidung schwerer Verläufe und die Nutzung vergleichsweise schonender Therapieansätze.

Literaturhinweise:
• S3-Leitlinie "Mundhöhlenkarzinom", AWMF-Register-Nummer (007-100OL), 2012
• Online-Informationen des Krebsinformationsdienst - Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ): www.krebsinformation.de (Abrufdatum: 18. und 19. Dezember 2014)
• Dahlstrom et al. Human Papillomavirus Type 16 Infection and Squamous Cell Carcinoma of the Head and Neck in Never-Smokers: A Matched Pair Analysis; Clinical Cancer Research, Vol. 9, 2620-2626, 2003
• Gypsyamber D’Souza et al. Case-Control Study of Human Papillomavirus and Oropharyngeal Cancer; New England Journal of Medicine; med 356;19, 2007
• Streckbein et al. 15. Oktober 2014

Quelle: Abviris
 
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