Dienstag, 17. Oktober 2017
Benutzername
Passwort
Registrieren
Passwort vergessen?

Home
e-journal
Der Aktuelle Fall
CME online
News
Gesundheitspolitik
Fachgesellschaften
Therapiealgorithmen
Videos
Veranstaltungen
Broschüren


Suche
Archiv
Buchbestellung
Newsletter
Probe-Abo
Impressum


journalmed.de


Anzeige:
 
 
Anzeige:
 
 

JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
Zurück
Zurück
E-Mail
Email
Drucken
Drucken
Zum Bewerten bitte anmelden!
04. Mai 2012

DGHO Vorstand äußert sich zu Fehlentwicklungen in der Onkologie

Die DGHO Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie e.V. schlüsselt in einer Stellungnahme die vermischten Themen der aktuellen Berichterstattung auf, beleuchtet die Rolle des Zytostatikamarktes und appelliert an Politik und Kostenträger durch die Schaffung von Transparenz und einer ausgewogeneren Vergütung onkologisch tätiger Ärzte der Korruption den Nährboden zu entziehen.
Anzeige:
 
 
Die Berichterstattung der letzten Wochen über ökonomische Verflechtungen und Verwerfungen im Gesundheitswesen betrifft auch die Onkologie. Themen wie Korruption, Abrechnungsbetrug, Falschabrechnungen von Kliniken, Medikamentenfälschung, Pseudo-Studien, Kick-Back-Zahlungen durch Schein-Beraterverträge wurden in eine Reihe gestellt und können so zu falschen Schlussfolgerungen führen. Kooperationen, Aufwandsentschädigungen, Beratungstätigkeiten und Versorgungsforschung sind notwendig und legitim. Dagegen stellen zu große Verflechtungen von Ärzten, Apothekern und Pharmaunternehmen bis hin zu Korruption, unseriösen Beratungsgeschäfte und Forschung die negativen Auswüchse einer Ökonomisierung der Onkologie dar. Die DGHO spricht sich in ihrer Stellungnahme für eine klare Definition der Begrifflichkeiten aus, um seriöse von unseriösen Tätigkeiten deutlich abzugrenzen.

Der deutsche Arzneimittelmarkt, und insbesondere die Versorgung mit Zytostatika und Krebsmedikamenten, bietet Chancen für überdurchschnittliche Profite. Profiteure sind in erster Linie Apotheker, Hersteller und Pharmafirmen. Hingegen sank die Vergütung onkologischer Leistungen über die Jahre (bedingt z. B. durch Regelleistungsvolumina, Honorardeckelung), so dass sich viele Praxen gezwungen sehen, Sekundäreinnahmen in Anspruch zu nehmen. Speziell die Diskrepanz in den Einnahmen zwischen Onkologen und ihren Apothekern ist extrem. Parallel haben viele Firmen (vor allem Generikahersteller und forschende Firmen) versucht, eine exklusive Verordnung ihrer Produkte durch Onkologen oder einen exklusiven Einkauf durch Apotheker zu erwirken. Hohe Gewinnmöglichkeiten auf der einen Seite und kontinuierliche Verkleinerungen des finanziellen Spielraumes auf Seiten der Ärzte haben den Nährboden für unsolides Geschäftsgebaren und Korruption bereitet.

Der DGHO Vorstand fordert Politik und Kostenträger auf, die eklatante Unterbewertung von Leistungen, die persönlich von onkologisch tätigen Ärzten erbracht werden, durch eine adäquate und ausgewogenere Vergütung zu ersetzen, um Anreize zur Korruption zu minimieren. Der Gesetzgeber sollte außerdem rasch einen neuen Ordnungsrahmen mit möglichst weitgehender Transparenz schaffen. Hierzu gehört auch die von der DGHO seit langer Zeit angemahnte Herkunftskennung auf Zytostatikazubereitungen.

Die Stellungnahme in Form eines Sonder-Mitgliederrundschreibens ist hier abrufbar.
Quelle: DGHO Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie e.V.
 
Zurück
Zurück
E-Mail
Email
Drucken
Drucken
Zum Bewerten bitte anmelden!
STICHWÖRTER:



Anzeige:
 
 
Anzeige:
 
 
 
 
Themen
CUP
NET
CML
Nutzen Sie auch die Inhalte von journalmed.de, um sich zu Informieren.
Mediadaten
Hilfe
Copyright © 2014 rs media GmbH. All rights reserved.
Kontakt
Datenschutz
AGB
Fakten über Krebs