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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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02. Mai 2013

DAC 2013: Experten plädieren für strukturiertes Schmerzmanagement

Ein Akutschmerzdienst gilt als Erfolgsfaktor für die Behandlungsqualität, Rentabilität und Außenwirkung eines Krankenhauses. Daher sprachen sich Experten im Rahmen eines Symposiums von Mundipharma, Limburg, auf dem Deutschen Anästhesiecongress 2013 in Nürnberg für die Implementierung von Akutschmerzdiensten aus. Eine strukturierte Schmerztherapie verbessert die Patientenzufriedenheit und reduziert die Kosten, so das Fazit der Experten unterschiedlicher Fachgruppen. Zudem gewährleistet ein standardisiertes Vorgehen, direkt auf das Schmerzempfinden der Patienten reagieren zu können. Dafür sind eine orale Basismedikation, wie die Fixkombination aus retardiertem Oxycodon und retardiertem Naloxon (Targin®), sowie ein wirkstoffgleiches, schnell freisetzendes Präparat im Bedarfsfall gut geeignet.

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Eine strukturierte Schmerztherapie ist für ein Krankenhaus ein wichtiges Qualitätskriterium, dennoch besteht in diesem Bereich in Deutschland Verbesserungsbedarf. Über 80% der stationären Patienten erleiden unnötig Schmerzen (1). Das zeigt eine Befragung (1) von über 4.000 Patienten an 25 Kliniken. 55% bewerteten ihre Schmerzen als nicht akzeptabel (1). Der Einsatz eines Akutschmerzdienstes und ein standardisiertes Vorgehen können jedoch die schmerztherapeutische Versorgung optimieren. "Entscheidend ist, die Schmerzmessung nach festen Regeln einzuführen und alle Berufsgruppen und Disziplinen auf vorhandene Standards einzuschwören", betonte Prof. Dr. Christian Schmidt, MPH, im Rahmen eines von Mundipharma, Limburg, veranstalteten Symposiums auf dem Deutschen Anästhesiecongress in Nürnberg. "Nach Festlegung eines Schmerzstandards mit konkreten Interventionsgrenzen können gut geschulte Pflegekräfte die Applikation durchführen", ergänzte der Medizinische Geschäftsführer der Kliniken der Stadt Köln. Eine Unterversorgung sei vermeidbar, wenn Wissen und Motivation aller an der Schmerztherapie beteiligten Berufsgruppen erhöht werden. Voraussetzung für eine effektive Schmerztherapie sei zudem, Organisationsstrukturen zu verbessern und Pflegekräfte einzubeziehen.
 
Schmerzstandards verbessern Qualität der Versorgung

Implementierte Schmerzstandards regeln die komplexe, interdisziplinäre und interprofessionelle schmerztherapeutische Versorgung durch Ärzte und Pflegende. Somit ermöglichen sie eine effiziente medizinische Struktur- und Prozessqualität. Die Standards verbessern die Transparenz und können hierdurch die Sicherheit im Arbeitsalltag auf der Station erhöhen. "Die regelmäßige Überprüfung der eigenen Standards beziehungsweise der Ergebnisqualität in einem Qualitätsmanagementsystem ist unerlässlich", so die Erfahrung von Professor José Hinz, Geschäftsfeldleiter Anästhesie, Zentrum Anästhesiologie, Rettungs- und Intensivmedizin, Universitätsmedizin Göttingen. Schmerzstandards gäben Pflegenden Vorgaben für die Schmerztherapie in unterschiedlichen Situationen, aufgrund derer sie innerhalb des rechtlich Möglichen selbständig handeln können. Diese Kompetenzsteigerung entlastet den ärztlichen Dienst und verkürzt die therapielose Zeit. Die Pharmakotherapie kann somit dem individuellen Schmerzempfinden des Patienten angepasst werden. Voraussetzung dafür ist, die Schmerzintensität des Patienten mindestens dreimal täglich mit einer Schmerzskala zu erfassen.

"An jeder Klinik sollten analgetische Schmerzschemata vorhanden sein, mit deren Hilfe ein schnelles, effektives und gleichzeitig sicheres therapeutisches Vorgehen möglich ist", sagte Hinz. Der Schmerzstandard bilde die Basis der Behandlung und könne individuell auf die Situation des Patienten abgestimmt werden. Sinnvoll sei eine Standardtherapie basierend auf einer Basisanalgesie in retardierter Form und einer Bedarfsmedikation in unretardierter Form. Dabei sollte Substanzkonstanz gewährleistet sein, um umstellungsbedingte Nebenwirkungen zu vermeiden. "Bewährt hat sich in unserem Zentrum der Einsatz von Targin® als Basismedikation sowie schnell freisetzendes Oxycodon, wie zum Beispiel Oxygesic® akut, Oxygesic® injekt oder Oxygesic® dispersa, als Bedarfsmedikation", so Hinz. Mit der Fixkombination aus retardiertem Oxycodon und retardiertem Naloxon sei eine starke Wirksamkeit bei gleichzeitiger guter Verträglichkeit gewährleistet.

Erhöhte Kosteneffizienz durch strukturierte Schmerztherapie

"Eine suffiziente Schmerztherapie in der perioperativen Phase steigert nicht nur den Komfort des Patienten, sondern trägt auch dazu bei, die Inzidenz perioperativer Komplikationen zu senken. Sie beschleunigt die Rekonvaleszenz der Patienten, steigert damit ihre Zufriedenheit und minimiert indirekt Kosten", erläuterte Prof. Dr. Dr. Martin Bauer, MPH, Stellvertretender Direktor Anästhesiologie, Leiter OP-Management Zentrum Anästhesiologie, Rettungs- und Intensivmedizin, Universitätsmedizin Göttingen. Eine prospektive Studie (2) zeigt hinsichtlich der Wirtschaftlichkeit, dass durch den Einsatz eines Akutschmerzdienstes trotz zusätzlicher Kosten für das Schmerzmanagement über 90.000 Euro pro Jahr eingespart werden konnten. Ermöglicht wurde dies durch eine kürzere Aufenthaltsdauer auf der Intensivstation. Diese wurde um insgesamt 433 Tage pro Jahr reduziert (2). "Die Etablierung eines Akutschmerzdienstes durch budgetäre Abbildung der Kosten einerseits und die Sicherstellung der medizinischen Effizienz durch Schmerzstandards und kontinuierliche Qualifizierung des Personals andererseits stellt einen relevanten Erfolgsfaktor für die Behandlungsqualität, Rentabilität und Außenwirkung eines Krankenhauses dar", konstatierte Bauer.

Die Notwendigkeit des Akutschmerzdienstes im Spannungsfeld zwischen Patientenkomfort, Anforderungen an das Personal und Wirtschaftlichkeit wird von den am Symposium beteiligten Experten in der Broschüre "Akutschmerzdienst - ein Erfolgsmodell?" beleuchtet. Dabei wird die Situation aus Sicht der unterschiedlichen Fachgruppen analysiert und die Empfehlungen werden praxisnah zusammengefasst. Die Broschüre kann kostenlos über die Faxnummer 06431 / 701 433 oder über die E-Mail-Adresse medinfo@mundipharma.de angefordert werden.

Literaturhinweis:
(1) Maier C, Nestler N, Richter H et al. Qualität der Schmerztherapie in deutschen Krankenhäusern. Dtsch Ärztebl 2010;107(36): 607–614
(2) Brodner G, Mertes N, Buerkle H, Marcus MA, Van Aken H. Acute pain management: analysis, implications and consequences after prospective experience with 6349 surgical patients. Eur J Anaesthesiol 2000;17(9): 566-575

Quelle: Symposium „Akutschmerzdienst - ein Erfolgsmodell?!“, veranstaltet von Mundipharma im Rahmen des Deutschen Anästhesiecongresses 2013 am 20. April 2013 in Nürnberg
 
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