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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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11. Dezember 2014

ASH 2014: Immuntoxin zur Konsolidierung von Hodgkin-Patienten nach autologer Transplantation

Hodgkin-Patienten, die autolog transplantiert werden, haben jetzt bessere Aussichten: Brentuximab Vedotin hat sich in einer Phase-III-Studie als äußerst wirksame Konsolidierungsstrategie in dieser Situation erwiesen: Etwa die Hälfte der Patienten bleibt dann langfristig progressionsfrei und ist damit wahrscheinlich geheilt.

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Das Hodgkin-Lymphom ist eine der am besten heilbaren Krebserkrankungen überhaupt, aber einzelne Patienten rezidivieren und müssen dann mit einer autologen Stammzelltransplantation behandelt werden. Auch danach gibt es Rezidive, die dann eine schlechte Prognose haben. Seit kurzem gibt es das Immuntoxin Brentuximab Vedotin, bei dem ein gegen das bei Hodgkin-Zellen exprimierte CD30-Antigen gerichteter monoklonaler Antikörper mit einem starken Zellgift gekoppelt ist. Es ist zugelassen für Patienten, die nach der Transplantation im Rezidiv sind oder wenigstens zwei Therapien erhalten haben und für eine Transplantation nicht infrage kommen.

In der großen Phase-III-Studie AETHERA wurde es nun bei Patienten nach Transplantation, die ein hohes Rezidivrisiko aufwiesen, gegen Placebo getestet. 60% der Patienten waren primär refraktär gewesen, ein weiteres Drittel war innerhalb von weniger als einem Jahr nach Primärtherapie rezidiviert. Solche Patienten haben eine schlechte Prognose, und so war eine Verlängerung der medianen progressionsfreien Überlebenszeit von 24 auf 43 Monate durch Brentuximab Vedotin geradezu spektakulär, so Craig Moskowitz, New York, bei der ASH-Jahrestagung in San Francisco (Hazard Ratio 0,57; p = 0,001). Die progressionsfreien 2-Jahres-Überlebensraten lagen bei 63% für die Verum- und bei 51% für die Placebogruppe. Der Vorteil durch den Antikörper zog sich durch alle untersuchten Subgruppen von Patienten. Die Gesamtüberlebenskurven unterscheiden sich nach median 28 Monaten noch nicht, und es ist fraglich, ob sie sich jemals unterscheiden werden, weil 85% der Patienten im Placeboarm mittlerweile auch Brentuximab Vedotin erhalten haben, so Moskowitz.

Das Immunotoxin entwickelt sich damit zu einer wichtigen therapeutischen Option für Hodgkin-Patienten, die sich einer autologen Stammzelltransplantation unterziehen müssen, weil Brentuximab Vedotin das Risiko für ein Rezidiv oder eine Progression hinterher deutlich reduziert.
 

jg

 

Quelle: ASH 2014
 
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