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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel
13. Februar 2017
Seite 1/2

Das PLEURATUMOR-Register der Deutschen Gesellschaft für Thoraxchirurgie (DGT)

M. Ried, R. Neu, Abteilung für Thoraxchirurgie, Universitätsklinikum Regensburg, H.-S. Hofmann, Klinik für Thoraxchirurgie, Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Regensburg.
Mittlerweile gibt es in Deutschland zusätzlich zu den bundesweiten Krebsregistern auch spezielle chirurgisch-geführte Tumorregister, welche die operative Tätigkeit bei onkologischen Erkrankungen inklusive der Ergebnisse dokumentieren und neben wissenschaftlichen Untersuchungen auch zur Qualitätssicherung verwendet werden. Durch diese Register einzelner chirurgischer Fachgebiete soll eine möglichst große Anzahl multiinstitutioneller Daten erfasst und eine ausreichende Fallzahl für valide Untersuchungen erzeugt werden. Ferner lassen sich hiermit klinische Erfahrungen teilen und es können etwaige Probleme/Nebenwirkungen, z.B. mit neuen chirurgischen Therapieverfahren, frühzeitig erkannt werden. Diese Register stellen somit primär eine Datensammlung von spezialisierten Zentren dar, wobei aber dazu auch ein Export in große Krebsregister erfolgen kann.
Um die thoraxchirurgische Behandlung maligner Tumoren der Pleura in Deutschland zu evaluieren, hat die Deutsche Gesellschaft für Thoraxchirurgie (DGT) in Kooperation mit dem Studien-, Dokumentations- und Qualitätszentrum (StuDoQ) der Deutschen Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie (DGAV) am 01.01.2015 das erste deutschlandweite „PLEURATUMOR-Register der DGT“ gestartet. Teilnahmeberechtigt sind alle thoraxchirurgischen Abteilungen bzw. Kliniken, welche sich online auf der Homepage des PLEURATUMOR-Registers der DGT (www.pleuratumorregister.de) registrieren. Online-basiert erfolgt auch die gesamte Dateneingabe und es besteht zusätzlich die Möglichkeit der klinikinternen Datenauswertung (siehe Kasten).

 
Pleuratumor-Register der deutschen Gesellschaft für Thoraxchirurgie

Die Deutsche Gesellschaft für Thoraxchirurgie (DGT) hat in Kooperation mit dem Studien-, Dokumentations-, und Qualitätszentrum (StuDoQ) der Deutschen Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie (DGAV) das erste deutschlandweite „Pleuratumor-Register der DGT“ ins Leben gerufen.

Erfasst werden:
- maligne Pleuramesotheliome
- Thymom Stadium IVa
- Pleurakarzinose (+ chirurgische Therapie)
- Gutartige Pleuratumore

Ziel:
- Qualitätssicherung
- Evaluierung/Standardisierung etablierter, aber vor allem auch neuer Therapiekonzepte (z.B. multimodale Behandlung, HITHOC)

Teilnahme:
Zur Teilnahme berechtigt sind alle thoraxchirurgischen Abteilungen bzw. Klinken. Die Registrierung ist auf der Homepage des Pleuratumorregisters (Registrierung zur Teilnahme) unter Angabe eines Ansprechpartners möglich.

Rückfragen und weitere Informationen:
Deutsche Gesellschaft
für Thoraxchirurgie e.V.
Robert-Koch-Platz 9
10115 Berlin
www.dgt-online.de

Tel.: 030/280 990 993
Fax: 030/280 990 999
E-Mail: info@pleuratumorregister.de
Web: www.pleuratumorregister.de


Seit nun 2 Jahren werden mit dieser Online-Datenbank die wichtigsten Parameter von chirurgisch behandelten Patienten mit malignen Pleuratumoren (Erst- und Rezidiv-Erkrankungen) dokumentiert. Schwerpunkte des Registers liegen auf dem malignen Pleuramesotheliom und dem Thymom/Thymuskarzinom mit pleuraler Aussaat. Bei diesen beiden Tumorentitäten können sowohl potentiell kurative (multimodale Therapien inklusive hyperthermer intrathorakaler Chemotherapie) als auch palliative Behandlungskonzepte durchgeführt werden. Bei den sekundären Pleurakarzinosen sollen explizit nur die chirurgisch diagnostizierten bzw. behandelten Pleurakarzinosen eingeschlossen werden. Diese werden meist nur palliativ (Verringerung der Dyspnoe durch Ergusskontrolle mittels Talkumpleurodese oder dauerhafter Pleurakatheter) behandelt. Ebenfalls werden auch andere, seltene primäre Pleuratumoren (z.B. solitäres Pleurafibrom) dokumentiert (Tab. 1). Neben allgemeinen demographischen bzw. präoperativen Daten werden Daten zur operativen Behandlung, zu postoperativen Komplikationen (30-Tage-Morbidität) und der Langzeitverlauf der Erkrankung dokumentiert.
 
Tab. 1: Tumorentitäten, welche dokumentiert werden.
Dokumentierte Tumorentitäten
Malignes Pleuramesotheliom
Thymom/Thymuskarzinom mit pleuraler Aussaat
(Masaoka-Koga Stadium IVa)
Pleurakarzinose (chirurgisch behandelt)
 
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