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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel

27. Mai 2009 Temsirolimus: Effektive und gut verträgliche Therapie bei Hochrisiko-Patienten mit mRCC

Neben der Überlebenszeitverlängerung steht bei Patienten mit fortgeschrittener Tumorerkrankung die Lebensqualität im Vordergrund, weshalb bei der Therapieauswahl die Auswirkungen auf die Lebensqualität sehr genau beachtet werden sollten. Die Therapie mit dem mTOR-Inhibitor Temsirolimus ist gut verträglich.
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Unerwünschte Ereignisse betreffen überwiegend das metabolische System und sind durch supportive Maßnahmen gut beherrschbar. Nebenwirkungen wie Hypercholesterinämie, Hyperglykämie und Hyperlipidämie beeinflussen weder die Therapie noch das progressionsfreie oder das Gesamtüberleben. Nebenwirkungen der Grade 3 oder 4 traten in der ARCC-Studie unter Temsirolimus gegenüber IFN-alfa um 14 Prozent weniger auf.

Eine nachträgliche Auswertung von Bellmunt et al. [5] zeigte sogar, dass Temsirolimus für fast ein Drittel (28,8 Prozent) der ursprünglich in der ARCC-Studie erfassten Nebenwirkungen der Grade 3/4 nicht ausschlaggebend war. Nach einer statistischen Auswertung, in der berücksichtigt wurde, dass alle in die ARCC-Studie eingeschlossenen Patienten bereits im metastasierten Stadium waren und die meisten zu Beginn der Studie bereits Laborwerte außerhalb der Normbereiche hatten, waren von den 139 Fällen (67 Prozent) mit Nebenwirkungen der Grade 3/4 lediglich 99 Fälle (48 Prozent) ursächlich auf die Therapie mit Temsirolimus zurückzuführen.

Klassentypische Effekte der Tyrosinkinase-Inhibitoren Sunitinib und Sorafenib wie das Hand-Fuß-Syndrom oder kardiale Nebenwirkungen wurden unter dem mTOR-Inhibitor Temsirolimus nicht beobachtet, was auf die unterschiedlichen Wirkmechanismen zurückzuführen ist.

Wie sich die gute Lebensqualität unter Torisel® im Alltag von Patienten bemerkbar macht, zeigt die Kasuistik eines Hochrisiko-Patienten mit multiplen Metastasierungsorten.
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Dr. med. Marcus Schenck

Urologische Universitätsklinik Essen
Interdisziplinäre Radio-Uro-Onkologie
Hufelandstraße 55
45122 Essen
Tel: 0201 / 723-3260
Fax: 0201 / 723-3151
E-Mail: Marcus.Schenck@uk-essen.de

Quelle:


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