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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel

28. April 2015 Fusionsprotein bewährt sich in Zweitlinientherapie des mCRC

Für Patienten mit metastasiertem Kolonkarzinom bietet Aflibercept nach Versagen einer Oxaliplatin-haltigen Chemotherapie signifikante Überlebensvorteile. Aktuelle Phase-IIIb/IV-Daten stärken nun die Evidenz: Das Fusionsprotein bestätigte sich in allen Subgruppen - auch nach Bevacizumab-Vorbehandlung und bei älteren Patienten - als klinisch wirksame und gut verträgliche Zweitlinientherapie.

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Die Ursache dieses Erfolges sieht Prof. Dr. Ralf Hofheinz, Mannheim, in der breiten antiangiogenetischen Wirksamkeit des rekombinanten Fusionsproteins: Aflibercept (ZALTRAP®) inhibiert neben VEGF A (Vascular Endothelial Growth Factor) auch VEGF B sowie den plazentaren Wachstumsfaktor PLGF (Placenta Growth Factor).

Schon in der Zulassungsstudie VELOUR hatte die zusätzliche Gabe des Angiogenesehemmers zu FOLFIRI das Gesamtüberleben (primärer Studienendpunkt) signifikant gegenüber FOLFIRI alleine von 12,1 auf 13,5 Monate verlängert, berichtete PD Dr. Stefan Kasper, Essen (1). Damit war für Aflibercept ein statistisch signifikanter und klinisch relevanter Überlebensvorteil in der Zweitlinientherapie des mCRC belegt. Analysen auf mögliche prognostische Biomarker ergaben zudem, dass alle Subgruppen von dieser Therapie profitierten - darunter auch Patienten mit besonders schlechter Prognose, d.h. hohem VEGF-A- oder Interleukin-8-Level.

Die gute klinische Wirksamkeit bei zugleich guter Verträglichkeit wurde nun mit der Interimsanalyse der Phase-III/IV-Studien ASQoP/AFEQT bestätigt (2). Laut PD Dr. Sebastian Stinzing, München, schloss die Studie zur Therapiesicherheit und Lebensqualität mit Aflibercept weltweit 1.000 Patienten ein (davon 44 Patienten in 20 Zentren in Deutschland). Bislang wurden die Daten von 730 Patienten im mittleren Alter von 61,6 Jahren ausgewertet (33,3% waren älter als 65 und 10% sogar älter als 75 Jahre). Das Fusionsprotein wurde gut bzw. sogar besser als in VELOUR vertragen, und zeigte auch nach vorheriger Bevacizumab-Gabe die erwünschte Wirkung, so Stinzing. Mit 72% gegenüber 83% war die Rate der Grad-3/4-Nebenwirkungen sogar niedriger als in der kontrollierten klinischen VELOUR-Studie und es traten deutlich seltener Diarrhoen auf (2). Als Nebenwirkung wurde u.a. Hypertonie beobachtet. Sie könne gut kontrolliert und sollte engmaschig überwacht werden, stelle aber keine Kontraindikation dar, schloss Stinzing.

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4. Expertise CRC: "Post ASCO GI: Kongresshighlights, aktuelle Studien und Fakten für die Praxis", 04.02.2015, Berlin; Veranstalter: Sanofi-Aventis

Literaturhinweis:
(1) van Cutsem E et al. J Clin Oncol 2012; 30: 3499-3506.
(2) Sobrero A et al. ASCO GI 2015, Poster A22.


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