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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel

25. Mai 2020 ALK+ NSCLC: Bessere Wirksamkeit und Lebensqualität mit Alectinib

Mittels histologischer und molekulargenetischer Marker können insbesondere Patienten mit nicht-kleinzelligem Lungenkarzinom (NSCLC) immer personalisierter behandelt werden. So steht für die Behandlung des anaplastische Lymphomkinase-Fusions-positiven (ALK+) NSCLC mit Alectinib (Alecensa®▼) eine effektive Standardtherapieoption in der First-Line zur Verfügung. Eine Therapie mit Alectinib führt zu fast 3 Jahren progressionsfreiem Überleben (PFS), was mehr als dreimal so lang wie unter Crizotinib ist (1) – bei gleichzeitiger Symptomverbesserung und Steigerung der gesundheitsbezogenen Lebensqualität (HRQoL) über einen längeren Zeitraum (2).
Mit dem Ziel, Lungenkrebs Schritt für Schritt zu chronifizieren, werden zur Behandlung von Lungenkarzinomen – sofern möglich – neue zielgerichtete Therapieansätze und Krebsimmuntherapeutika eingesetzt. Von einer First-Line-Therapie mit Alectinib profitieren Patienten mit ALK+ NSCLC nicht nur aufgrund der langanhaltenden systemischen und intrakraniellen Wirksamkeit (1), sondern auch wegen des positiven Einflusses auf die Symptome und die Lebensqualität (2).
Symptomverbesserung und klinisch bedeutsame QoL-Steigerung
Eine Analyse der patient-reported outcome (PRO)-Daten* von Patienten der ALEX-Studie zeigt, dass bei längerer Behandlungsdauer die Patienten im Alectinib-Arm die Therapie verträglicher empfanden als jene im Vergleichsarm. Zudem verbesserte sich die HRQoL der Alectinib-Patienten (vs. Crizotinib) über einen längeren Zeitraum klinisch relevant (2). Unter Crizotinib reduzierte sich die Verbesserung von Schmerzen und Fatigue deutlich ab Woche 45 (2) (mPFS: 10,9 Monate (1)); in der Alectinib-Gruppe hielt die Verbesserung bis zum Beobachtungsende (Woche 96) an (mPFS: 34,8 Monate (1)). Insgesamt hielt die Verbesserung der klinisch relevanten HRQoL unter Alectinib 88 Wochen und unter Crizotinib 68 Wochen (2). Zudem konnte bei verschiedenen Lungenkrebssymptomen wie Schmerzen, Husten, Fatigue und Dyspnoe im Alectinib-Arm eine länger anhaltende Verbesserung beobachtet werden (2).

 
First-Line-Vorteile von Alecensa®
Die ALEX-Studie zeigt:
• Das mPFS unter Alectinib ist mit 34,8 Monaten mehr als 3x so lang als unter Crizotinib (10,9 Monate) (1).
• Alectinib kann die Entstehung von ZNS-Metastasen verhindern bzw. verzögern:
   - Das Risiko, dass ZNS-Metastasen auftreten oder progredient werden, kann durch den ALK-Inhibitor um 84% gesenkt werden (3).
   - Das kumulative 12-Monats-Risiko für eine intrakranielle Progression zeigt, dass mehr als 95% der Alectinib-Patienten keine ZNS-Metastasen entwickeln (vs. 69% unter Crizotinib) (4).
• Positiver Trend beim Gesamtüberleben (OS) zugunsten von Alecensa®: Die 4-Jahres-OS-Rate betrug für die Alectinib-Patienten 65% (vs. 52% im Crizotinib-Arm) (1).
 
QoL bleibt auch bei ZNS-Metastasen erhalten
Auch Patienten mit ZNS-Metastasen profitierten hinsichtlich der HRQoL von Alectinib: Zwischen Woche 12 und 84 berichteten deutlich weniger Alectinib-Patienten, dass sich ihre HRQoL klinisch relevant verschlechtert hatte: 4% vs. 16% (Woche 12) bzw. 0% vs. 17% (Woche 84). Ähnlich verhielt es sich hinsichtlich der Verschlechterung der kognitiven Fähigkeiten (2). Dies unterstreicht eindrücklich die intrakranielle Wirksamkeit von Alectinib, die für Patienten mit ALK+ NSCLC von besonderer Bedeutung ist.



Mit freundlicher Unterstützung der Roche Pharma AG


* PRO-ALEX-Studie (2): Patientenpopulation: Alectinib-Arm: 100 Patienten, Crizotinib-Arm: 97; Eingesetzte Lebensqualitätsfragebögen der European Organisation for Research and Treatment of Cancer (EORTC): QLQ-C30 (Fragebogen bei Krebs) und QLQ-LC13 (bei Lungenkarzinom); Beurteilung von Krankheitsbelastung, Verträglichkeit und gesundheitsbezogener Lebensqualität (HRQoL).

▼ Dieses Arzneimittel unterliegt einer zusätzlichen Überwachung. Dies ermöglicht eine schnelle Identifizierung neuer Erkenntnisse über die Sicherheit. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung zu melden. Bitte melden Sie Nebenwirkungen an die Roche Pharma AG (grenzach.drug_safety@roche.com oder Fax +49 (0)7624 / 14-3183) oder an das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (www.bfarm.com oder Fax: +49 228/207-5207).


 

Berit Abel

Literatur:

(1) Mok TSK et al. Ann Oncol 2019;30(suppl_5): v602-v660.
(2) Pérol M et al. Lung Cancer 2019;138:79-87.
(3) Peters S et al. N Engl J Med 2017;377:829-883.
(4) Gadgeel S et al. Ann Oncol 2017;28:1298O_PR.


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