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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel
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08. September 2015

Orale Eisenchelation ist anhaltend wirksam

Der orale Eisenchelator Deferasirox (Exjade®) ist für erwachsene ebenso wie für pädiatrische Patienten ab 2 Jahren mit einer Transfusions-bedingten Eisenüberladung zugelassen. Er reduziert zuverlässig die Eisenbelastung des Körpers, messbar anhand der Serum-Ferritinwerte. Beim EHA in Wien wurden einige Auswertungen aus abgeschlossenen oder derzeit laufenden Studien vorgestellt.

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In der EPIC-Studie wurden 1.079 Patienten mit Eisenüberladung 1 Jahr lang mit Deferasirox behandelt. Therapieabbrüche erfolgten v.a. wegen Nebenwirkungen; am häufigsten waren gastrointestinale Nebenwirkungen der Grund für ein Ende der Behandlung. In der gesamten Studienpopulation zeigte sich, dass das Risiko für Diarrhoe und renale Komplikationen bei den über 65-jährigen Patienten höher war als bei den jüngeren (Relatives Risiko 1,59 bzw. 2,59), während Hautausschläge hier seltener auftraten (RR=0,57). Ein Grund für die häufigeren renalen Nebenwirkungen ist, dass bei älteren Patienten der Serumkreatininspiegel grundsätzlich höher ist, als bei jüngeren Patienten.  


Ferritin-Abnahme dosisabhängig

In der nicht-interventionellen EXSEPTStudie erhielten 294 Patienten mit Eisenüberladung Deferasirox. Dabei sanken ihre mittleren Ferritin-Serumtiter von anfänglich 1.090 ng/ml um mittlere 237 ng/ml. Die Abnahme korreliert mit der Dosierung von Deferasirox: Patienten, die höchstens 15 mg/kg des Chelators einnahmen, zeigten keine effektive Reduktion des Ferritins, während es bei Dosierungen von 15-20 mg/kg im Mittel um 625 ng/ml und bei höheren Dosen um 348 ng/ml zurückging. Deferasirox wurde insgesamt gut vertragen; die häufigsten Nebenwirkungen waren gastrointestinaler Natur (15%) sowie ein Abfall der Kreatinin-Clearance (8%) und ein Anstieg des Serum-Kreatinins (7%).

Diese Ergebnisse stützen die Befunde aus anderen Studien zum Einsatz von Deferasirox. Es zeichnet sich ab, dass für eine erfolgreiche Reduktion des Serumferritins eine effektive Dosierung sowie eine längere Therapiezeit nötig sind. Zudem konnte eine gute Verträglichkeit von Deferasirox bestätigt werden.


Deferasirox bei Kindern langfristig wirksam und sicher

In eine multinationale Registerstudie wurden insgesamt 268 pädiatrische Patienten eingeschlossen, die für 5 Jahre beobachtet werden sollten. 99 von ihnen führten die Behandlung tatsächlich über 5 Jahre fort, 107 über mindestens 4,5 Jahre. Grunderkrankungen waren β-Thalassämien, Sichelzellerkrankung, Diamond-Blackfan-Anämie und andere Anämie-Formen. Die mittlere Expositionsdauer gegenüber Deferasirox betrug 43,1 ± 21,5 Monate, die mittlere Dosierung 25,9 ± 6,6 mg/kg täglich. Dadurch konnte der mediane Serum-Ferritin-Wert nach 5 Jahren von 1.708 auf 1.050 ng/ml gesenkt werden.

Erhöhungen des Serum-Kreatinins waren seltener als in früheren Studien und machten keine Dosisanpassungen nötig.

Mit freundlicher Unterstützung der Novartis Pharma GmbH

jg
Quelle: 20th Congress of the European Hematology Association (EHA) vom 11.-14. Juni 2015 in Wien
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