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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel
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08. November 2016

Metastasiertes Melanom: Was sich mit Pembrolizumab erreichen lässt

Gemäß der aktualisierten S3-Leitlinie – für die ein großes Update schon wieder am 28.11.2016 ansteht – sollen Patienten mit einer BRAFV600-Mutation in der Erst- oder Zweitlinie eine zielgerichtete, mutationsbasierte Kombinationstherapie aus einem BRAF- und MEK-Inhibitor erhalten. Zwei Kombinationspräparate stehen zur Verfügung: Dabrafenib + Trametinib sowie Vemurafenib + Cobimetinib. Mit Pembrolizumab (Keytruda®) und Nivolumab sind PD-1-Antikörper zur Behandlung des inoperablen oder metastasierten Melanoms in jeder Therapielinie zugelassen. In mehreren multizentrischen Studien lag das Ansprechen regelmäßig bei 30-40%. Die 2-Jahres-Überlebensraten betrugen 55%.
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Prof. Dr. Carola Berking, München, präsentierte den Fall einer jungen Frau, die mit 35 Jahren die Diagnose eines nodulären Melanoms in der rechten Kniekehle im Juli 2010 erhielt. Die Tumordicke betrug 2,8 mm. Der Sentinel-Lymphknoten war negativ, der Tumor hatte die Mutation BRAFV600.

Als ersten Progress zeigte sie im Februar 2013 eine Transitmetastase am rechten Oberschenkel, also 3 Jahre nach der Erstdiagnose. Sie wurde 3x am rechten Oberschenkel operiert. Dann fand man bei der Patientin im August 2013 eine Lungenmetastase (7x6 mm) und infrakardiale Weichteil- oder Lymphknotenmetastasen (1 cm). Sie erhielt von August 2013 bis Juli 2014 eine Systemtherapie mit Vemurafenib + Cobimetinib. Zunächst war sie darunter stabil, dann kam es erneut zum Progress. Sie bekam 3 Zyklen Ipilimumab, musste die Therapie aber wegen starker Diarrhoen abbrechen. Die Lungenmetastase hatte nicht angesprochen und war im September 2014 größenprogredient, zusätzlich zu der Transitmetastase am rechten Oberschenkel, die auch erneut rezidivierte.

Im November 2014 wurde dieser Tumor erneut reseziert. Die Patientin erhielt im Dezember 2014 eine Strahlentherapie am rechten Oberschenkel bis 42 Gy, und man sah anhand von PET/CT-Aufnahmen keinen Hinweis mehr auf ein Lokalrezidiv.

Im Dezember 2014 beobachtete man jedoch bei der mittlerweile 39-Jährigen größenprogrediente Lungenfiliae. Sie erhielt ab Januar 2015 Pembrolizumab i.v. 2 mg/kg KG alle 3 Wochen. Nach 5 Zyklen Pembrolizumab zeigten die Lungenmetastasen ein komplettes Ansprechen. Mittlerweile ist die Patientin 40 Jahre alt und hat 14 Zyklen Pembrolizumab erhalten, und das PET-CT vom 29.06.2016 belegt: metastasenfrei.
Dr. Nana Mosler, Leipzig
Symposium „PD-1-Inhibition – Neuer Standard für Patienten mit fortgeschrittenem Melanom?“, im Rahmen des 26. Deutschen Hautkrebskongress (ADO), Dresden, 23.09.2016; Veranstalter: MSD
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