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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel
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26. April 2017

Fortgeschrittenes Nierenzellkarzinom: Ausgeprägte Tumorrückbildung unter Cabozantinib korreliert mit längerem OS

Auf dem diesjährigen ASCO-GU in Orlando, Florida, wurden neue Studienergebnisse zur Wirksamkeit von Cabozantinib (Cabometyx®) beim Nierenzellkarzinom (NZK) vorgestellt. Hierbei zeigte eine weitere Auswertung der Zulassungsstudie METEOR, dass Cabozantinib bei Patienten mit fortgeschrittenem klarzelligen NZK eine höhere Ansprechrate und einen größeren Tumorrückgang als Everolimus aufwies, wobei eine ausgeprägte Tumorreduktion mit einem längeren Gesamtüberleben (OS) assoziiert ist (1). Eine kleine retrospektive Studie wies zudem darauf hin, dass auch Patienten mit einem metastasierten NZK anderer Histologie, vor allem mit papillärem NZK, von dem Multi-Target-Kinase-Inhibitor (MTKI) profitieren können (2).
Cabometyx® erhielt im September 2016 die EU-Zulassung zur Behandlung des fortgeschrittenen Nierenzellkarzinoms bei Erwachsenen nach vorangegangener zielgerichteter Therapie gegen VEGF. Grundlage hierfür waren die Ergebnisse der offenen, randomisierten Phase-III-Studie METEOR. Hierbei ermöglichte Cabozantinib im Vergleich zum damaligen Zweitlinienstandard Everolimus jeweils gemäß Prüfarztbewertung eine signifikante Verbesserung des progressionsfreien Überlebens  (PFS) (7,4 vs. 3,9 Monate, p<0,0001), des Gesamtüberlebens (21,4 vs. 16,5 Monate, p=0,00026) und der objektiven Ansprechrate (24% vs. 4%, p<0,0001) (3). Bei der neuen Auswertung von METEOR wurde die Wirksamkeit von Cabozantinib und Everolimus hinsichtlich der Rückbildung von Tumorzielläsionen verglichen. Hierzu wurden die CT- oder MRT-Scans der Läsionen zu Studienbeginn und dann zunächst alle acht, später alle zwölf Wochen einer unabhängigen Beurteilung unterzogen. Im Hinblick auf die Veränderungen der Zielläsionen ab Studienbeginn wurden drei Subgruppen definiert: Volumenabnahme um ≥ 30%, Volumenabnahme um ≤ 30% sowie jegliche Volumenzunahme (1). Bei insgesamt 75% der Patienten im Cabozantinib-Arm kam es zu einer Volumenreduktion der Zielläsionen, was in der Everolimus-Gruppe nur bei 48% der Fall war. Auch eine Volumenreduktion um ≥ 30 oder ≤ 30% wurde unter Cabozantinib häufiger erzielt als unter Everolimus (25% vs. 6% bzw. 51% vs. 42%). Ein Größenwachstum der Zielläsionen wurde öfter unter Everolimus beobachtet (17% vs. 41%). Die OS-Auswertung der drei Subgruppen zeigte, dass die ingesamt erhöhte Volumenreduktion aller Zielläsionen sowohl unter Cabozantinib als auch unter Everolimus jeweils mit einem längeren medianen OS assoziiert war. Das kürzeste mediane OS – 11,1 Monate (95% KI: 7,6-15,2) unter Cabozantinib im Vergleich zu 14,0 Monaten (95% KI: 10,5-16,3) unter Everolimus – wiesen die Patienten auf, bei denen eine Größenzunahme des Tumors nachgewiesen wurde (1).

Nutzen auch bei NZK andererer Histologie

Eine weitere auf dem ASCO-GU vorgestellte Studie zeigte, dass auch Patienten mit nicht-klarzelligem metastasierten NZK, vor allem dem papillären NZK, von einer Therapie mit Cabozantinib profitieren können. Dies ist umso bedeutsamer, als für diese Patienten bisher kein etablierter systemischer Therapiestandard existiert. Die retrospektive Studie schloss insgesamt 19 Patienten mit metastasierten NZK unterschiedlicher Histologie ein, darunter elf papilläre, vier chromophobe und zwei unklassifizierte Tumoren. Elf Patienten wiesen nach dem MSKCC-Score ein intermediäres, sechs ein hohes prognostisches Risiko auf. Die Vorbehandlungen umfassten eine Nephrektomie bei 17 Patienten und mindestens eine TKI-Therapie bei 14 Patienten (2). Unter der Behandlung mit Cabozantinib betrug das mediane PFS 8,1 Monate (95% KI: 5,8-17,8) und das mediane OS 22,7 Monate (95% KI: 11-nicht erreicht). Die Ergebnisse bei den papillären und den nicht-papillären NZK unterschieden sich nicht wesentlich, wobei der Anteil papillärer Karzinome mit n=11 deutlich überwog. Unter der Therapie wurde bei zwei papillären NZK eine bestätigte partielle Remission (PR) sowie bei einem chromophoben und einem sarkomatoiden NZK eine unbestätigte PR erzielt. Bei zehn Patienten wurde eine Stabilisierung der Erkrankung verzeichnet, während es bei fünf weiteren zu einer Progression kam. Insgesamt wurde eine Tumorkontrolle von 74% erreicht. Zum Zeitpunkt des letzten Follow-up befanden sich noch sieben Patienten unter Therapie mit Cabozantinib. Die Therapie mit Cabozantinib wurde bei 15 Patienten mit der üblichen Dosierung von einmal täglich 60 mg begonnen. Während des Therapieverlaufs wurde aufgrund von Nebenwirkungen bei zehn Patienten eine Dosisreduktion auf einmal täglich 40 mg zur besseren Verträglichkeit vorgenommen. Lediglich ein Patient brach die Therapie aufgrund von Nebenwirkungen ab.


Mit freundlicher Unterstützung der Ipsen Pharma GmbH
Literatur:
(1) Sumanta K et al. Genitourinary Cancers Symposium 2017, Orlando Fl. , #522.
(2) Campbell MT et al. Genitourinary Cancers Symposium 2017, Orlando Fl. , #478.
(3) Choueiri TK et al. Lancet Oncol 2016, S1470-2045(16)30107-3.
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