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JOURNAL ONKOLOGIE
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Inhaltsverzeichnis
Erschienen am:
01.07.2006
Ausgabe:
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Editorial
 
Brennpunkt
Kontinuierliche Entwicklung in kleinen Schritten
Es gibt heute keinen Grund mehr in therapeutischer Untätigkeit zu verharren. Fast jeder Pa-tient mit einem Pankreaskarzinom – auch im fortgeschrittenen Stadium – profitiert von einer interdisziplinären Behandlung unter Einschluss der Chemotherapie, dies wurde anlässlich der Diskussion von drei großen Phase-III-Studien im Rahmen des ASCO Annual Meeting 2003 in Chicago klargestellt. Auch wenn die großen Durchbrüche ausblieben, so zeigt sich doch eine kontinuierliche Weiterentwicklung. So konnte eindeutig belegt werden, dass in der Therapie des fortgeschrittenen Pankreaskarzinoms ein Paradigmenwechsel stattgefunden hat, der insbesondere durch die Einbeziehung des Nukleosidanalogons Gemcitabin (Gemzar®) in das Behandlungsschema gefördert wurde. Überlebenszeiten von median 6 bis 9 Monaten und Einjahresüberleben von bis zu einem Drittel der Patienten sind die Erfolge, die durch Chemotherapiekonzepte erzielt werden konnten. Darüber hinaus wird der Verlauf günstig beeinflusst, die Lebensqualität gesteigert und die tumorbedingten Beschwerden werden gelindert. Demgegenüber steht eine mittlere Überlebenszeit von 3 Monaten und einer Einjahresüberlebenszeit von unter 2% bei unbehandelten Patienten. Diese Zeit ist dann zudem gekennzeichnet durch ständig zunehmenden Gewichtsverlust und Schmerzen, die auch mit der stärksten Medikation schwer beherrschbar sind.
 
Titelthema
Gibt es einen Aufbruch zur intensivierten adjuvanten Therapie?
Eine adjuvante Chemotherapie mit 5-Fluorouracil plus Folinsäure für 6 Monate führt zu einer absoluten Verbesserung des 5-Jahresüberlebens von ca. 9% und ist deshalb indiziert nach Resektion eines Kolonkarzinoms im Stadium III. Die MOSAIC-Studie überprüfte den Stellenwert einer intensivierten adjuvanten Chemotherapie mit Oxaliplatin/5-FU/Folinsäure (FOLFOX4) im Vergleich zu einer Standardtherapie mit 5-FU/Folinsäure bei Kolonkarzinom im Stadium II und III. Die Therapie mit FOLFOX4 erwies sich als sicher und führte zu einer signifikanten Verbesserung des krankheitsfreien Überlebens nach drei Jahren (78% versus 73%, p<0,01). Eine Neubewertung der aktuellen Therapiestandards des Kolonkarzinoms im Stadium III steht angesichts der positiven Daten der MOSAIC-Studie und weiterer in naher Zukunft zu erwartender Studienergebnisse zur intensivierten adjuvanten Therapie bevor.
Standards im Wandel: Systemische Chemotherapie fortgeschrittener kolorektaler Karzinome
Die systemische Therapie des metastasierten kolorektalen Karzinoms tritt in eine neue Ära. Die Integration der neuen Substanzen Oxaliplatin und Irinotecan während der letzten Jahre in Erst- und Zweitlinien-Kombinationsprotokolle hat zu einer deutlichen Verbesserung der Ansprechraten, des progressionfreien Überlebens und letztendlich des Gesamtüberlebens mit medianen Überlebenszeiten von über 20 Monaten geführt. In den gegenwärtig laufenden randomisierten Untersuchungen wird geprüft, ob Capecitabin neben dem Einsatz in der Monotherapie auch eine mögliche Alternative zu 5-FU/FA in der Kombinationstherapie mit Irinotecan und Oxaliplatin darstellt. Dies wäre ein erheblicher Beitrag zur Verbesserung der Lebensqualität in der palliativen Situation. Als neues, innovatives Therapieprinzip könnten schon binnen kurzer Zeit „targeted therapies“, wie VEGF- oder EGF-Rezeptor-Inhibitoren, in der Zukunft Eingang in die Behandlung des KRK, entweder als Kombinationspartner für etablierte konventionelle Chemotherapeutika oder in der Monotherapie, nach oder anstelle von Chemotherapie, finden. Ob sich aus diesen Ansätzen neue Therapiestandards ergeben werden, lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht abschließend beurteilen.
 
Fortbildung
Radiochirurgie und Stereotaktische Fraktionierte Strahlentherapie am Linearbeschleuniger (X Knife)
Unter dem Begriff Stereotaktische Strahlentherapie wird die Technik genannt, die durch eine geometrisch hochpräzise, auf stereotaktischen Koordinaten basierenden Applikation von Strahlen auf ein räumlich exakt definiertes Zielvolumen charakterisiert ist. Das gesunde Gewebe wird durch diese Methode maximal geschont. Als stereotaktische Koordinatensysteme werden dreidimensionale kartesische Koordinatensysteme verwendet. Das stereotaktische Koordinatensystem ist durch mindestens drei Punkte eindeutig mit dem stereotaktischen Rahmen verbunden. Durch Fixierung des stereotaktischen Rahmens am Patienten sind jedem Punkt im zu bestrahlenden Zielvolumen dreidimensionale Koordinaten zugeordnet. Die präzise stereotaktische (dreidimensionale) Lokalisation des Zielvolumens verbunden mit der exakten Positionierung des Patienten während der Therapie charakterisieren die Methode.
Aspekte der Ernährungstherapie bei Tumorkachexie
Durch die Entwicklung moderner onkologischer Therapien und die Verbesserung intensivmedizinischer Möglichkeiten in Form von parenteralen und enteralen Sonden hat sich das Spektrum einer Ernährungstherapie auch bei weit fortgeschrittener Tumorerkrankung stark erweitert. Dabei muss unterschieden werden zwischen Veränderungen im Gastrointestinaltrakt bei Magen- und Darmkarzinomen, stenosierenden Prozessen im HNO-Bereich mit tracheobronchialen Fisteln sowie nur vorübergehenden Störungen durch Chemo- und Strahlentherapie, die eine zeitweise Überbrückung erforderlich machen. Wichtig ist, auf die zugrunde liegende Erkrankung und deren Prognose zu achten. Dies spielt für die Wahl des Verfahrens – ob dauerhaft oder überbrückend – eine große Rolle. Dagegen abzugrenzen sind marantische (= verzehrende) Prozesse im Rahmen fortgeschrittener Tumorleiden, deren Prognose trotz intensiver Therapie ungünstig bleibt. Hier müssen Indikation und Wahl der Ernährungstherapie sehr kritisch gestellt werden.
Bisphosphonate in der Therapie des metastasierten Mammakarzinoms
Bisphosphonate sind aus der Therapie lokaler und systemischer Osteopathien nicht mehr wegzudenken. Am häufigsten werden sie in der Therapie der Osteoporose, des multiplen Myeloms und ossärer Metastasen solider Tumoren genutzt. Auch wenn derzeit neue Indikationen, wie die Prävention ossärer Metastasen und der tumor-therapie-induzierten Osteoporose diskutiert werden, ist die Behandlung von Knochenmetastasen weiterhin der wichtigste Einsatzbereich. Neue Präparate sind oder werden derzeit zugelassen und der Überblick über den Einsatz, die Wirksamkeit und die Nebenwirkungen wird schwieriger. Der folgende Beitrag soll den neusten Stand der Bisphophonattherapie beim ossär metastasierten Mammakarzinom in komprimierter Form darstellen.
 
Kongressbericht
 
Pharmabericht
Anti-Aromatase-Wirkstoffe in der adjuvanten Therapie des Mammakarzinoms: Exemestan verspricht mehr Langzeitsicherheit
In der Therapie des metastasierten Mammakarzinoms gehören die neueren Anti-Aromatase Wirkstoffe heute zum Standard. Nachdem sich gegenüber Tamoxifen in der ATAC-Studie eine signifikante Überlegenheit bezüglich des krankheitsfreien Überlebens gezeigt hat, haben sie auch Einzug in die adjuvante Therapie gehalten – obwohl Anit-Aromatase-Wirkstoffe dort derzeit noch nicht offiziell Standard sind. Damit stellt sich zwangsläufig die Frage nach der Langzeitsicherheit. Als nicht akzeptabel für die adjuvante Therapie bezeichnete Prof. Christoph Thomssen, Hamburg, beispielsweise die erhöhte Frakturrate unter Anastrozol. Spannend ist daher die Frage, ob eine Osteoprotektion mit steroidalen Anti-Aromatase-Wirkstoffen wie Exemestan möglich ist – erste klinische Daten sprechen inzwischen dafür.
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