Montag, 26. August 2019
Navigation öffnen

Infos für Patienten

12. November 2013 Klinische Studien – was bringt die Teilnahme?

"Wir können Ihnen die Teilnahme an einer klinischen Studie anbieten" – bei so manchem Patienten löst ein solches Angebot seines Arztes zunächst Unsicherheit aus. Was kommt da auf mich zu? Werde ich nun zum Versuchskaninchen? Oder habe ich gute Chancen auf eine effektivere Behandlung? Fragen, die sich wohl jeder Betroffene stellt.

Was es bedeutet, an einer klinischen Studie teilzunehmen, welche Chancen damit verbunden sind und was zu beachten ist, erläutert Privatdozent Dr. Ullrich Graeven aus Mönchengladbach in einem Videobeitrag auf der Internetseite der Kampagne "Durch dick & dünn – Leben mit Darmkrebs" in der Rubrik Mediathek/Experten für Patienten. In dieser Rubrik sind außerdem die wichtigsten Fragen zum Thema "Klinische Studien" zusammengestellt und von dem Darmkrebsexperten beantwortet worden. So stellt Dr. Graeven zum Beispiel dar, dass die Angst mancher Patienten, ein Versuchskaninchen zu werden, unbegründet ist. Denn die erste klinische Prüfung eines neuen Medikamentes ist erst erlaubt, wenn umfangreiche Voruntersuchungen abgeschlossen sind. "Alle klinischen Studien müssen zudem international anerkannten ethischen und wissenschaftlichen Grundregeln folgen, bei denen die Sicherheit der Teilnehmer an oberster Stelle steht", erläutert Dr. Graeven. Durch die Studienteilnahme erhalten die Patienten nach seiner Darstellung nicht zuletzt Zugang zu einer neuen Behandlungsmöglichkeit. Damit besteht auch die Chance, von den aktuellen Fortschritten zu profitieren, noch ehe die neue Therapieform zugelassen ist. Die Patienten werden laut Dr. Graeven in den Studien außerdem besonders gut betreut und hinsichtlich möglicher Nebenwirkungen der Therapie überwacht.

In der Rubrik Mediathek kommen regelmäßig Spezialisten aus verschiedenen Bereichen der Krebsmedizin zu Wort und erläutern patientengerecht Themen rund um den Darmkrebs, also zum Beispiel zur Darmkrebsoperation oder zur Behandlung von Metastasen.

Weiterführende Informationen gibt es unter www.darmkrebszentrale.de.

Lebenswege, Ausgabe 4-2013


Das könnte Sie auch interessieren

DEGUM-Experten fordern Ultraschall der Eierstöcke als Kassenleistung

DEGUM-Experten fordern Ultraschall der Eierstöcke als Kassenleistung
© CLIPAREA.com / fotolia.com

Um harmlose Eierstockzysten von bösartigem Eierstockkrebs zu unterscheiden, verwenden Ärzte das Ultraschallverfahren. Zysten und Krebsgeschwülste bilden im sonografischen Bild bestimmte Muster, die ein erfahrener Fachmann unterscheiden kann. Für ein hohes Qualitätsniveau der Untersuchung setzt sich die Deutsche Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) ein. Sie fordert, dass der Ultraschall der Eierstöcke eine Kassenleistung wird – auch...

Krebs und Sexualität - ein doppeltes Tabu

Krebs und Sexualität - ein doppeltes Tabu
© Expensive / fotolia.com

Eine Krebserkrankung hinterlässt Spuren, körperliche und seelische. Für Patientinnen ist es manchmal schwer, über ihre Empfindungen und Ängste zu sprechen. Umso belastender kann es sein, die mit der Krankheit häufig einhergehende Beeinträchtigung der Sexualität in Worte zu fassen. Der Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums bietet Unterstützung an – auch bei Fragen, die viele als heikel empfinden.

Selbsthilfe bei Lungenkrebs: Betroffene helfen Betroffenen

Krebspatienten fühlen sich oft überfordert – auch Patienten mit Lungenkrebs. Kaum ist die Diagnose gestellt, beginnen die ersten Therapien: Operationen oder viele Zyklen Chemotherapie fordern und verändern nicht nur den Körper, sondern auch das gesamte Leben mit einem Schlag. Die Psyche kommt so schnell kaum hinterher: Die meisten Betroffenen begreifen erst nach und nach, dass sich das Leben ab jetzt drastisch ändert und nie mehr so sein wird wie zuvor.

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Klinische Studien – was bringt die Teilnahme?"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der rsmedia GmbH widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.


EHA 2019
  • Subgruppenanalyse der ELIANA- und ENSIGN: Tisagenlecleucel auch bei jungen Patienten mit r/rALL und zytogenetischen Hochrisiko-Anomalien sicher und effektiv
  • Polycythaemia vera: Molekulares Ansprechen korreliert mit vermindertem Thrombose-Risiko und einer Reduktion von Thrombose- und PFS-Ereignissen
  • AML-Therapie 2019: Neue Substanzen im klinischen Einsatz, aber nach wie vor hoher Bedarf an neuen Therapieoptionen
  • Eisenüberladung bei Patienten mit Niedrigrisiko-MDS auch in Pankreas und Knochenmark nachweisbar
  • CML: Switch auf Zweitgenerations-TKIs nach unzureichendem Ansprechen auf Imatinib in der Erstlinie führt zu tieferen molekularen Remissionen
  • FLT3-mutierte AML: Midostaurin wirksam bei allen ELN-Risikoklassen und bei unterschiedlichen Gensignaturen
  • Real-world-Daten: Transfusionsabhängigkeit und Ringsideroblasten bei Niedrigrisiko-MDS assoziiert mit toxischen Eisenspezies und verkürztem Überleben
  • Erstlinientherapie der CML: Nilotinib führt auch im klinischen Alltag zu tieferen molekularen Remissionen als Imatinib
  • Weltweite Umfrage bei Ärzten und Patienten zur ITP-Therapie unterstreicht Zufriedenheit mit Thrombopoetinrezeptor-Agonisten
  • Therapiefreie Remission nach zeitlich begrenzter Zweitlinientherapie mit Eltrombopag bei Patienten mit primärer ITP erscheint möglich