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Medizin

14. März 2017 Zusammenhang zwischen Brustkrebs und ungesunder Ernährung in der Jugend

Frauen, die sich in jungen Jahren schlecht ernähren, haben möglicherweise ein erhöhtes prämenopausales Brustkrebsrisiko. Dies ist das Ergebnis einer Datenanalyse der "Nurses' Health Study II".
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Wissenschaftler konzentrierten sich auf die Frage, ob eine ungesunde Ernährung in der Jungend – die mit erhöhten Entzündungsparameter (C-reaktives Protein, IL6, TNFα Rezeptor 2) einhergeht – einen Risikofaktor für die Entstehung von Brustkrebs darstellt. Die Forscher werteten hierzu Daten von 45.204 Frauen aus. Ein Follow-up nach 22 Jahren zeigte 1.477 Frauen mit der Diagnose Mammakarzinom.

Ergebnis war, dass eine Ernährung, die in der Jugend und im jungen Erwachsenenalter durch erhöhte Entzündungsparametern gekennzeichnet war, mit einer erhöhten Inzidenz an prämenopausalem Brustkrebs jedoch nicht mit postmenopausalem Brustkrebs in Zusammenhang gebracht werden konnte. Die Gruppe der Frauen mit dem höchsten Level an Entzündungsmarkern hatte im Vergleich zu den Frauen mit dem niedrigsten Level eine Hazard Ratio (HR) von 1,35 für prämenopausalen Brustkrebs durch ihre Ernährung als Jugendliche (95%-KI: 1,06-1,73; Ptrend = 0,002) und eine HR von 1,41 durch ihre Ernährung als junge Erwachsene (95%-KI: 1,11-1,78; Ptrend = 0,006). Kein Zusammenhang zeigte sich zwischen einer durch Entzündungmarker geprägten ungesunden Ernährung in der Jugend bzw. im jungen Erwachsenenalter und dem Auftreten eines postmenopausalen Mammakarzinoms.

Fazit: Eine ungesunde Ernährung mit wenig Gemüse aber reichlich Softdrinks, raffiniertem Mehl, rotem Fleisch, Fleischprodukten und Margarine, einhergehend mit erhöhten Entzündungsmarkern im Blut, lässt sich mit der Entstehung eines prämenopausalen Mammakarzinoms in Verbindung bringen.

(übers. v. siko)

Quelle: Cancer Res. 2017

Literatur:

Harris HR, Willett WC, Vaidya RL et al.
An Adolescent and Early Adulthood Dietary Pattern Associated with Inflammation and the Incidence of Breast Cancer.
Cancer Res. 2017 Mar 1;77(5):1179-1187. doi: 10.1158/0008-5472.CAN-16-2273.
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/28249935


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