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Medizin
08. Oktober 2014

Sport trotz Krebs: Stiftung Leben mit Krebs initiiert Aktionswoche

Von Bielefeld nach Ulm, von Atem-Übungen bis Zumba: Rund 1.900 Krebspatienten aus Baden-Württemberg, Hessen, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz trotzten der Krankheit und betätigten sich sportlich bei der Aktionswoche Sport und Bewegung für Menschen mit Krebs im September. Gemeinsam setzten sie das Zeichen, dass moderate Bewegung die Lebensqualität von Krebspatienten verbessert. 

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"Die Teilnehmer waren mit Eifer dabei, obwohl sich manche mitten in der Chemophase befinden. Bei der Ausgabe der Urkunden kamen nur positive Rückmeldungen. Unisono hieß es: Das würden wir wieder machen", so eine Krebspatientin über den Aktionstag ihrer Gruppe in Alzey. Die Aktionswoche wurde von der Stiftung Leben mit Krebs initiiert und zwischen dem 15. und 20. September bereits zum zweiten Mal ausgerichtet. Über 80 Vereine, Selbsthilfegruppen, Reha-Sportgruppen, onkologische Kliniken und andere Institutionen organisierten einen individuellen Aktionstag "Sport und Bewegung für Menschen mit Krebs".

Neuer Lebensmut und gemeinsame sportliche Betätigung

"Die Diagnose Krebs verändert das Leben der Betroffenen schlagartig und führt in vielen Fällen zum Rückzug aus der Gesellschaft", erklärt Klaus Schrott, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Leben mit Krebs. "Durch gemeinsame sportliche Betätigung kommen Patienten zusammen und überwinden die krankheitsbedingte Isolation. Sie gewinnen neuen Lebensmut und motivieren andere Betroffene. Mit der Aktionswoche möchten wir erreichen, dass sich Patienten trotz der Krankheit trauen, Sportliches zu leisten", so Schrott. Und das wurde erreicht: Die rund 1.700 Sportler waren aktiv beim Nordic Walking, Wandern, Pilates oder Fahrradfahren. Natürlich alles unter professioneller Betreuung von erfahrenen Übungsleitern. "Man war müde, aber stolz es geschafft zu haben", fasst eine der Gruppenleiterinnen zusammen.

Körperliche Aktivität verbessert die Lebensqualität

Die Stiftung Leben mit Krebs hat es sich zum Ziel gesetzt, die Lebensqualität für Menschen mit Krebs zu verbessern. Die vielen positiven Rückmeldungen der Sportler zeigten, dass Bewegung hierbei eine große Rolle spielt. Die Patienten erklärten überzeugt, dass "Bewegung in der Gemeinschaft Kraft gibt, viel Spaß macht und Selbstvertrauen stärkt." Moderate sportliche Betätigung verbessert nicht nur die Vitalität und Lebensqualität von Krebspatienten, sondern verringert  auch typische Symptome wie Erschöpfung, Abgeschlagenheit, Ängstlichkeit und depressive Stimmungen. "Körperliche Aktivität stärkt das Selbstvertrauen und damit auch das körperliche Aktivitätsniveau", sagt Dr. Freerk Baumann vom Institut für Kreislaufforschung und Sportmedizin an der Deutschen Sporthochschule Köln. "Eine der wichtigsten Nachsorgemaßnahmen für Krebspatienten ist körperliche Betätigung", fügt Dr. Joachim Wiskemann vom Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg hinzu.

Im kommenden Jahr feiert die Stiftung Leben mit Krebs ihr zehnjähriges Jubiläum. Sport und Krebs ist eines ihrer wichtigsten Projekte: Bereits seit Bestehen richtet sie an zahlreichen Standorten in Deutschland die Benefiz-Regatta Rudern gegen Krebs aus und unterstützt durch die Einnahmen onkologische Zentren. Die Aktionswoche Sport und Bewegung für Menschen mit Krebs war bereits im Jahr 2013 hessenweit ein großer Erfolg, nun auch in den vier südwestlichen Bundesländern Baden-Württemberg, Hessen, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz. Die Aktion soll im nächsten Jahr ausgebaut werden: 2015 plant die Stiftung eine bundesweite Aktionswoche. Mehr Informationen hierzu gibt es auf der Webseite www.stiftung-leben-mit-krebs.de
 

Quelle: Stiftung Leben mit Krebs


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