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Medizin

06. Juni 2018
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Signifikant niedrigere VTE-Rezidivrate mit Rivaroxaban bei Krebspatienten

Die Ergebnisse aus der prospektiven, randomisierten, offenen multizentrischen Pilotstudie Select-D sind im Journal of Clinical Oncology (1) veröffentlicht worden. In der Studie wurde die Wirksamkeit und Sicherheit des Faktor-Xa-Inhibitors Rivaroxaban (Xarelto®) von Bayer zur Prophylaxe rezidivierender venöser Thromboembolien (VTE) bei 406 Patienten mit aktiver Krebserkrankung untersucht. Die Forscher stellten bei Patienten unter Rivaroxaban eine signifikant geringere VTE-Rezidivrate fest als bei Patienten, die die aktuelle Standardtherapie mit Dalteparin, einem niedermolekularen Heparin (NMH), erhielten. Die VTE-Rezidivrate nach 6 Monaten lag für Dalteparin bei 11% und für Rivaroxaban bei 4% (HR=0,43; 95%-KI: 0,19-0,99). Die Raten an schweren Blutungen waren in beiden Studienarmen auf vergleichbar niedrigem Niveau (Rivaroxaban 6% vs. Dalteparin 4%; HR=1,83; 95%-KI: 0,68-4,96) und sind konsistent mit bisher beobachteten Raten (2,3). Die Ergebnisse der klinischen Select-D-Studie wurden auf der 59. Jahrestagung und Ausstellung der American Society of Hematology (ASH) im Dezember 2017 vorgestellt.
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Bei Patienten mit einer aktiven Krebserkrankung ist das Risiko einer VTE vier bis sieben Mal höher als bei gleichaltrigen Menschen ohne Krebs (4). Eine Chemotherapie kann dieses Risiko weiter um das bis zu Sechsfache erhöhen (4). Krebs-assoziierte Thrombosen (CAT) sind für mindestens ein Fünftel aller VTE-Fälle verantwortlich (4).

In der Select-D-Studie lag das Gesamtüberleben nach sechs Monaten bei Patienten, die mit Rivaroxaban behandelt wurden, bei 75% und bei Patienten, die Dalteparin erhielten bei 70%. Zwar kam es bei Rivaroxaban im Vergleich zu Dalteparin zu einem relativen Anstieg klinisch relevanter nicht-schwerer Blutungen um das Dreifache, die Raten schwerer Blutungen erwiesen sich jedoch in beiden Studienarmen als relativ niedrig und sind konsistent mit bisher beobachteten Raten (2,3). „Die Veröffentlichung der Daten aus der Select-D-Studie bringt dringend benötigte Evidenz, wie wir Patienten mit krebs-assoziierten Thrombosen am besten helfen können“, sagt Michael Devoy, Leiter Medical Affairs & Pharmakovigilanz von Bayer Pharma. „Unser Ziel ist es, verbesserte Behandlungsstrategien für diese Patientenpopulation zu entwickeln. Die Select-D-Studie ist Teil des umfassenden CALLISTO-Programms, das sich mit den wichtigsten Herausforderungen beschäftigt und Evidenzlücken bei der Behandlung krebs-assoziierter Thrombosen schließen soll.“
 
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