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Medizin
18. Februar 2021
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Real-world-Daten: Cabozantinib nach Checkpoint-Inhibitor-Therapie wirksame Behandlungsoption für Patienten mit mRCC

Die Datenlage zur Wirksamkeit von zielgerichteten Therapien nach Checkpoint-Inhibitor (CI) beim metastasierten Nierenzellkarzinom (mRCC) ist limitiert. Beim ASCO-GU 2021 vorgestellte Real-world-Daten einer retrospektiven Beobachtungs- und Kohortenstudie aus den USA zeigten, dass der Tyrosinkinase-Inhibitor (TKI) Cabozantinib eine wirksame und gut verträgliche Option nach einer CI-Behandlung ist. Der Multikinase-Inhibitor war mit einer signifikant höheren Ansprechrate sowie einer geringeren Abbruchrate aufgrund von Nebenwirkungen assoziiert und die Zeit bis zum Therapieabbruch (TTD) war doppelt so lang wie bei anderen TKIs.  
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Cabozantinib, ein TKI, der auf mehrere Rezeptor-Kinasen abzielt, die in der Tumorgenese eine Rolle spielen, ist in den USA zur Behandlung von Patienten mit fortgeschrittenem RCC, auch nach einer CI-Behandlung, zugelassen. In die Analyse gingen mRCC-Patienten (n=247) ein, die zwischen Mai 2016 und September 2019 eine Behandlung mit einem TKI (Cabozantinib, Axitinib, Lenvatinib, Pazopanib, Sorafenib, Sunitinib) begonnen und einen CI als letzte systemische Therapie vor der TKI-Behandlung bekommen hatten. 75,7% (n=187) hatten Cabozantinib und 24,3% (n=60) andere TKIs erhalten. Alle Patienten hatten einen MSKCC-Score intermediate oder poor und mehr Poor-risk-Patienten erhielten Cabozantinib als andere TKIs (28,9% vs. 20%). Die Patientendaten stammen aus der US Oncology Network iKnowMed electronic health record database.

Ergebnisse

Im Vergleich zu anderen TKIs war Cabozantinib mit einer höheren 6-Monats-Ansprechrate (RR: 50,8% vs. 33,3%; p<0,001) und Gesamtansprechrate (ORR: 53,5% vs. 38,3%; p=0,041) assoziiert. Die Therapie führten die Patienten mit Cabozantinib doppelt so lange durch wie mit anderen TKIs (mediane TTD: 6,2 vs. 3,1 Monate; p=0,015). Zu Therapieabbrüchen aufgrund von unerwünschten Wirkungen (AEs) kam es unter Cabozantinib seltener als unter anderen TKIs (31,3% vs. 40,1%). Dieser Unterschied war jedoch nicht statistisch signifikant. 21,7% der Therapieabbrüche traten während der ersten 3 Monate der Behandlung auf. AEs, die zur Beendigung der Therapie führten, entsprachen dem bekannten Sicherheitsprofil der jeweiligen TKIs. Dosisreduktionen kamen bei Cabozantinib und den anderen TKIs etwa gleich häufig vor (47,1% vs. 41,7%; p=0,466). Bezüglich der Gesamtüberlebensrate nach 6, 12 bzw. 18 Monaten zeigten sich keine signifikanten Unterschiede zwischen Cabozantinib und den anderen TKIs (81,9% vs. 75,1% bzw. 61,5% vs. 59,6% bzw. 51,7% vs. 45,9%).    

Fazit

In dieser US-amerikanischen Population von mRCC-Patienten, die eine Behandlung in der Routineversorgung erhielten, wurde Cabozantinib häufiger als andere TKIs nach einer vorherigen CI-Therapie eingesetzt. Cabozantinib erwies sich als wirksame und gut verträgliche post-CI-Option mit einer hohen Ansprechrate im Real-world-Setting.

(übers. v. um)

Quelle: ASCO-GU 2021

Literatur:

Marteau F, Harrow B, McCarthy C et al. Cabozantinib versus other TKIs after CPI treatment in the real-world management of patients with metastatic renal cell carcinoma (mRCC). ASCO-GU 2021, Abstract 293
 


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