Mittwoch, 21. April 2021
Navigation öffnen
Anzeige:
Vectibix
Medizin
08. März 2016

Ösophaguskarzinom: Überraschend lange Lernkurve für Chirurgen

Einer schwedischen Kohortenstudie zufolge muss ein Chirurg, der Ösophaguskarzinome operiert, 60 entsprechende Operationen durchgeführt haben, um über genügend Erfahrungen auf diesem Gebiet zu verfügen. Laut Studie sind 15 OPs notwendig, um belastbare Ergebnisse bezüglich des Überlebens innerhalb der ersten Monate nach der Operation zu erzielen. Erst mit 60 Operationen erreicht der Chirurg optimale Ergebnisse für ein langfristiges Überleben, so Jesper Lagergren, Karolinska Institutet’s Department of Molecular Medicine and Surgery. "Mich hat überrascht, dass die Lernkurve für die Optimierung der Langzeit-Prognose und Senkung des Rizidivrisikos so lang war – und der Effekt so deutlich."

Anzeige:
Digital Gesamt 2021
Digital Gesamt 2021

Für die Studie wurden 1.821 Patienten, die zwischen 1987 und 2010 von insgesamt 139 Chirurgen wegen Ösophaguskarzinom operiert worden waren, untersucht; der "Turningpoint" der Lernkurve bezüglich stabiler 5-Jahres-Überlebensrate war erst nach 60 OPs erreicht, und das, obwohl die Chirurgen bereits erfahren waren, was andere OP-Verfahren anging, als sie mit Ösophagektomien begannen.

Ein gut organisiertes Training- und Mentorprogramm für die Ösophaguschirurgie über einen längeren Zeitraum ist daher wichtig, ebenso wie die Spezialisierung auf diesen Bereich, so Lagergren.

(übers. v. AB)

Literatur:

Sheraz R. Markar, Hugh Mackenzie et al. Surgical Proficiency Gain and Survival Following Esophagectomy for Cancer, Journal of Clinical Oncology, online 7 March 2016.


Anzeige:
Ibrance
Ibrance
 
Das könnte Sie auch interessieren
Deutsche Krebshilfe fördert kooperatives interdisziplinäres Netzwerk für onkologische Sport- und Bewegungstherapie in der Region Frankfurt/Rhein-Main
Deutsche+Krebshilfe+f%C3%B6rdert+kooperatives+interdisziplin%C3%A4res+Netzwerk+f%C3%BCr+onkologische+Sport-+und+Bewegungstherapie+in+der+Region+Frankfurt%2FRhein-Main
© oneinchpunch / Fotolia.com

Körperliche Bewegung und Sport haben vielfältige positive Wirkungen, wenn sie begleitend zu einer Krebstherapie eingesetzt werden. Therapiebedingte Nebenwirkungen, das bei nahezu allen Patienten beobachteten Müdigkeits-Syndrom (Fatigue), sowie subjektive Belastungen der Therapie und der Erkrankung werden durch regelmäßige körperliche Bewegung wesentlich erleichtert. Dennoch gibt es derzeit noch keine...

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Ösophaguskarzinom: Überraschend lange Lernkurve für Chirurgen"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der Medical Tribune Verlagsgesellschaft mbH - Geschäftsbereich rs media widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.