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Medizin

06. Februar 2019 Neues Konsortium für Strahlentherapie bei Hirntumoren im Kindesalter

Um für krebserkrankte Kinder die beste Therapie zu finden, haben sich zum Jahresbeginn die bundesweit federführenden strahlentherapeutischen Einrichtungen für die Beratungen bei Hirntumoren (HIT) im Kindesalter zusammengeschlossen. Sprecherin des neuen Konsortiums ist Prof. Dr. Beate Timmermann, Direktorin der Klinik für Partikeltherapie im Westdeutschen Protonenzentrum Essen (WPE) in der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen (UDE).
In Deutschland werden rund 90% der Kinder und Jugendlichen mit Krebserkrankungen in Optimierungsstudien der Gesellschaft für Pädiatrische Onkologie und Hämatologie (GPOH) therapiert. Das „HIT-Netzwerk“ der GPOH vereint dabei jene onkologischen Experten und Studien, die die Behandlung von Hirntumoren im Kindesalter in Versorgung und Forschung vorantreiben. Das Konsortium der strahlentherapeutischen Referenzzentren im HIT-Netzwerk wird dabei zukünftig ein wesentlicher Bestandteil sein.

Timmermann: „Gemeinsam können wir gewährleisten, dass für jede Diagnose und Studie eine hohe Expertise vorliegt. Denn wir bündeln die Kompetenzen verschiedener Experten in allen modernen Techniken der Strahlentherapie.“ Innerhalb des Konsortiums gibt es eine diagnosespezifische Aufgabenverteilung zwischen den beteiligten Universitätsklinika Essen, Dresden, Hamburg-Eppendorf und Heidelberg. Die Deutsche Kinderkrebsstiftung fördert das neue Konsortium zunächst für 2 Jahre.

Zu seinen Aufgaben gehören die Beratung, die Erstellung individueller strahlentherapeutischer Therapieempfehlungen, die Qualitätssicherung sowie die Erarbeitung optimierter Behandlungskonzepte auf der Grundlage von Studien- und Registererfahrungen auf nationaler und internationaler Ebene. Ein weiteres Ziel ist es, moderne Techniken – wie die Protonentherapie – fortlaufend in Studienprotokolle und Therapie-Leitlinien einzuführen und ihre Rolle zu definieren.

Bis Ende 2018 wurde das Referenzzentrum Strahlentherapie für Hirntumoren im Kindesalter innerhalb der Gesellschaft für pädiatrische Onkologie und Hämatologie (GPOH) von Prof. Dr. Rolf-Dieter Kortmann geleitet. Unter seiner Regie konnten über 5.000 Beratungen und Therapieempfehlungen erbracht werden.

Quelle: Universität Duisburg-Essen


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