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Medizin

09. Mai 2019 10-Jahres-Jubiläen für die Kinderpalliativmedizin Bayern

Die Sicherheit für alle Familien mit einem schwerstkranken Kind zu schaffen – das ist die Aufgabe der Kinderpalliativmedizin, die sich in Bayern in den letzten 10 Jahren extrem dynamisch entwickelt hat. Davon zeugen die 10-Jahres-Jubiläen, die am Freitag, 10. Mai 2019, um 16:30 Uhr mit einem Festakt im Seminarraum des Kinderpalliativzentrums der LMU gefeiert werden.
Die 10-Jahres-Jubiläen
  • 10 Jahre Konzept für Palliativversorgung von Kindern und Jugendlichen in Bayern
  • 10 Jahre Spezialisierte Ambulante Pädiatrische Palliativversorgung (SAPPV) in Bayern
  • 10 Jahre Professur für Kinderpalliativmedizin an der LMU

Viele Unterstützer haben zu diesen Erfolgen beigetragen. Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml, Landtagspräsident a.D. Alois Glück und die Schirmherrin des Kinderpalliativzentrums, Karin Seehofer, werden mit dem Ärztlichen Direktor des Klinikums, Prof. Dr. Karl-Walter Jauch, und dem Vorstandsvorsitzenden des Fördervereins Kinderpalliativzentrum München e.V., Thomas Barth, im Rahmen des Festakts das Erreichte würdigen. Gemeinsam mit den beiden Sprechern der AG Kinderpalliativmedizin Dr. Andreas Fiedler, Chefarzt der Kinderklinik Amberg, und Prof. Dr. Monika Führer, Inhaberin der Professur für Kinderpalliativmedizin und Leiterin des Kinderpalliativzentrums, werden sie zugleich über die anstehenden Pläne und Ziele diskutieren.

10 Jahre Konzept für Palliativversorgung von Kindern und Jugendlichen in Bayern

Das erste Konzept für die Palliativversorgung von Kindern und Jugendlichen in einem deutschen Bundesland wurde im Auftrag der Staatsregierung von der AG Kinderpalliativmedizin in Bayern unter Federführung von Prof. Führer, München, erarbeitet, von den Kostenträgern akzeptiert und im September 2009 der Öffentlichkeit vorgestellt. Gesundheitsministerin Huml betont: „Bayern hat eine Pionierrolle in der Entwicklung der Kinderpalliativmedizin in Deutschland eingenommen. Das bayerische Gesundheitsministerium unterstützt und fördert seit über 10 Jahren die Kinderpalliativmedizin und Kinderhospizarbeit in Bayern und beglückwünscht alle Beteiligten für ihre hervorragende Arbeit.“

10 Jahre Spezialisierte Ambulante Pädiatrische Palliativversorgung (SAPPV) in Bayern

Den bundesweit ersten Vertrag für die Spezialisierte Ambulante Palliativversorgung von Kindern und Jugendlichen konnte das Klinikum der Universität München mit den Krankenkassen 2009 unter Federführung von Prof. Gian-Domenico Borasio und Prof. Monika Führer abschließen. Die damals ausgehandelte Vertragsgestaltung ist bis heute gültig und war Grundlage für alle weiteren SAPPV-Verträge in Bayern. Inzwischen ermöglichen 5 weitere spezialisierte Kinderpalliativteams an den Standorten Amberg, Augsburg, Erlangen, Landshut und Würzburg eine flächendeckende Versorgung aller betroffenen Kinder. Der Ärztliche Direktor des Klinikums, Prof. Dr. Karl-Walter Jauch, unterstreicht die Bedeutung funktionierender Versorgungsnetze: „Die Verzahnung von ambulanter und stationärer Versorgung, wie sie am Klinikum in der Erwachsenen- und Kinderpalliativmedizin vorgelebt wird, ist wegweisend für die Zukunft unseres Gesundheitssystems.“

10 Jahre Professur für Kinderpalliativmedizin an der LMU

Auf Anregung von Prof. Thomas Brandt, Mitglied im Kuratorium, schrieb die Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung 2006 die Förderung einer Professur für Kinderpalliativmedizin kompetitiv aus. Prof. Borasio und Prof. Führer entwickelten gemeinsam das Professur-Konzept, das sich im Jahr 2006 gegen starke Konkurrenz aus Nordrhein-Westfalen durchsetzte und von der Krupp-Stiftung mit einer Million Euro gefördert wurde. Die Professur wurde 2007 an der LMU als erste Kinderpalliativ­medizin-Professur Europas ausgeschrieben, und Prof. Führer trat die Stelle zum 1. Januar 2009 an. Alois Glück, Vorsitzender des Kuratoriums des Fördervereins Kinderpalliativzentrum München e.V., freut sich: „Die Professur ist ein besonders wichtiges Projekt, um neue Impulse in der Hilfe für schwerstkranke Kinder und ihre Familien zu setzen und dieses Wissen weiterzugeben.“

LMU Kinderpalliativzentrum

Das LMU Kinderpalliativzentrum München wurde 2016 eröffnet und verfügt über eine Kinderpalliativ­station mit 8 Betten sowie ein ambulantes Team, das ca. 70 Kinder in München und Oberbayern zu Hause rund um die Uhr versorgt. 6 solcher Teams gibt es inzwischen in Bayern, was eine flächendeckende ambulante Kinderpalliativversorgung ermöglicht. Alle Akteure sind in der AG Kinderpalliativmedizin in Bayern organisiert.

Quelle: Klinikum der Universität München


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