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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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13. Juni 2017

Zulassungserweiterung für Bevacizumab beim fortgeschrittenen Ovarialkarzinom

Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) hat das Label von Bevacizumab (Avastin®) in der Behandlung von Frauen mit Ovarialkarzinom erweitert: Der VEGF-Antikörper ist ab sofort auch in Kombination mit Carboplatin und Paclitaxel beim platinsensiblen Rezidiv zugelassen (1). Die Entscheidung der EMA bestätigt den hohen Stellenwert von Avastin® in der Behandlung des fortgeschrittenen Ovarialkarzinoms.
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Grundlage der Zulassungserweiterung bei Patientinnen mit platinsensiblem Ovarialkarzinomrezidiv bilden die Ergebnisse der Studie GOG 0213:2 In der randomisierten Phase-III-Studie führte die Kombination von Bevacizumab mit Carboplatin/Paclitaxel mit anschließender Bevacizumab-Erhaltungstherapie bis zum Auftreten einer Krankheitsprogression oder nicht mehr tolerierbarer Nebenwirkungen, gemäß der Daten aus dem eCRF (elektronischer Prüfbogen) und dem Vergleich mit einer Behandlung mit Carboplatin/Paclitaxel alleine, zu einer klinisch bedeutsamen und statistisch signifikanten Verbesserung des medianen Gesamtüberlebens (OS) um 5,3 Monate (HR: 0,823; 95 %-KI: 0,680-0,996; p=0,0447) (1,2). Auch beim progressionsfreien Überleben (PFS) zeigte sich ein signifikanter Vorteil zugunsten der Bevacizumab-Therapie (13,8 vs. 10,2 Monate; HR: 0,613; 95%-KI: 0,521-0,721; p < 0,0001) (1,2).

6,2 Monate signifikant verlängertes PFS unter Firstline-Standard

Die Zulassungserweiterung ist eine wichtige therapeutische Ergänzung für Patientinnen, die Bevacizumab nicht bereits als Firstline-Therapie erhalten konnten: In der Primärtherapie des fortgeschrittenen Ovarialkarzinoms (FIGO-Stadien IIIb bis IV gemäß alter Klassifikation) verlängert Bevacizumab in Kombination mit Carboplatin/Paclitaxel mit anschließender Bevacizumab-Erhaltungstherapie das PFS der Patientinnen gegenüber der alleinigen Chemotherapie signifikant um median 6,2 Monate (18,2 vs. 12,0 Monate; HR: 0,644; p < 0,0001) – das belegen die Resultate der Phase-III-Zulassungsstudie GOG 0218 (3,4). Die positiven Ergebnisse einer zweiten Phase-III-Studie (ICON 7 bzw. in Deutschland: AGO-Ovar 11) bestätigen die hohe Wirksamkeit von Bevacizumab in der First-Line-Therapie des fortgeschrittenen Ovarialkarzinoms (5).

Zudem führten die Primärtherapie mit Bevacizumab/Chemotherapie und anschließende Bevacizumab-Erhaltungstherapie zu einem verlängerten platinfreien Intervall (TFIp). Dies ergab eine Subgruppenauswertung der GOG 0218 (6). Die Zeitspanne zwischen der letzten Carboplatin-Gabe und der Progression des Tumors war unter der frühen, kontinuierlichen Bevacizumab-Behandlung gegenüber alleiniger Chemotherapie um median 6,7 Monate verlängert (14,3 vs. 7,6 Monate; HR: 0,61; 95 %-KI: 0,51-0,74) (6). Ein langes TFIp gilt als Indiz eines guten Ansprechens und Prädiktor einer guten Prognose. Zudem können Patientinnen ab einem TFIp von 6 Monaten in der Rezidivtherapie mithilfe einer platinhaltigen Chemotherapie behandelt werden (7).

Wirksamkeit in der Rezidivtherapie wiederholt bestätigt

Die Sicherheit und Wirksamkeit von Bevacizumab in der Behandlung des Rezidivs eines Ovarialkarzinoms ist in drei Phase-III-Studien mit unterschiedlichen Patientenpopulationen und verschiedenen Chemotherapien untersucht und bestätigt. Die Resultate der Studien OCEANS (8) und AURELIA (9) hatten bereits zur Zulassung der Therapie von Bevacizumab zur Behandlung von Patientinnen mit platinsensitivem (in Kombination mit Carboplatin/Gemcitabin) bzw. platinresistentem Rezidiv eines Ovarialkarzinoms (in Kombination mit Paclitaxel, Topotecan oder pegyliertem liposomalem Doxorubicin) geführt.
Roche
Literatur:
(1) Fachinformation Avastin®, Stand: Juni 2017
(2) Coleman RL et al. Lancet Oncol 2017 (online)
(3) Burger RA et al. N Engl J Med 2011; 365: 2473-83
(4) Burger RA et al. J Clin Oncol 2011; 29 (Suppl): 33s, Abstract 5023
(5) Perren TJ et al. N Engl J Med 2011; 365: 2484-96
(6) Randall L et al. Gynecol Oncol 2013; 130(1): Abstract 287
(7) Pujade-Lauraine E et al., Proc Am Soc Clin Oncol 2002; 21: Abstract 829
(8) Aghajanian C et al. J Clin Oncol 2012; 30(17): 2039-45
(9) Pujade-Lauraine E et al. J Clin Oncol 2014; 32: 1302-8
 
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