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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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27. März 2008

Therapie des metastasierten hormonrefraktären Prostatakarzinoms: Update der TAX 327-Studie bestätigt Docetaxel als Therapie der Wahl

Die aktuelle Auswertung der TAX 327-Studie, einer randomisierten Phase III-Studie bei über 1.000 Patienten mit metastasiertem und hormonrefraktärem Prostatakarzinom (HRPC) bestätigt, dass die Patienten statistisch signifikant länger überleben, wenn sie alle drei Wochen mit Docetaxel plus Prednison statt mit Mitoxantron/Prednison weiterbehandelt werden. Gegenüber der ersten Auswertung aus dem Jahr 2003 hat der Überlebensvorteil noch leicht zugenommen und betrifft alle untersuchten Subgruppen. Die Ergebnisse wurden aktuell im Journal of Clinical Oncology publiziert (Berthold et al., JCO 2008, 26: 242-245).

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Die aktuelle Auswertung bestätigt damit die 3-wöchentliche Therapie mit 75 mg/m² Docetaxel plus Prednison als bevorzugte Therapieoption für Patienten mit metastasiertem HRPC, resümierten die Autoren. Im Median überlebten die Patienten nach 3-wöchentlicher Docetaxel-Gabe 19,2 Monate versus 16,3 Monate im Mitoxantron-Arm (2003: 18,9 vs. 16,5 Monate). Damit hat sich der Überlebensvorteil zugunsten von Docetaxel noch einmal leicht verbessert und ist wie schon 2003 statistisch signifikant (p=0,004).

Im dritten Therapiearm hatten die Patienten 30 mg/m² Docetaxel als wöchentliche Gabe erhalten. Auch sie überlebten im Median länger als die mit Mitoxantron behandelten Patienten (17,8 Monate; p=0,086). Deutliche Vorteile für die 3-wöchentliche Docetaxel-Therapie zeigten sich auch bei den 3-Jahres-Überlebensraten: 18,6% der Patienten im 3-wöchentlichen Docetaxel-Arm überlebten länger als drei Jahre im Vergleich zu 13,5% im Kontrollarm und 16,8% im wöchentlichen Docetaxel-Arm.

Die Patienten profitierten unabhängig vom Alter, dem PSA-Ausgangswert, dem Metastasierungsmuster, dem Allgemeinzustand und der Beschwerdesymptomatik von der 3-wöchentlichen Behandlung mit Docetaxel. Das Alter ist kein Grund, auf die Behandlung mit Docetaxel zu verzichten, betonten die Autoren. Das relative Sterberisiko der Patienten ≥69 Jahre wurde durch die 3-wöchentliche Behandlung mit Docetaxel um 23% gegenüber dem Kontrollarm reduziert (HR 0,77) und jenes der Patienten ≥75 Jahre um 20% (HR 0,80). Obgleich die Studie nicht den Zeitpunkt des Beginns der Docetaxeltherapie adressiert hatte, sprachen sich die Autoren für einen nicht zu späten Therapiebeginn aus. Dafür spricht, dass Patienten mit besserem Karnofsky-Index (KPS >90%), ohne viszerale Metastasen sowie ohne tumorbedingte Schmerzen bei Therapiebeginn aufgrund ihrer besseren Prognose besonders deutlich von der Docetaxel-haltigen Therapie profitieren.

Doch auch Patienten mit bereits ausgedehnter Erkrankung haben einen Überlebensvorteil von der Behandlung mit Docetaxel. Anhand der TAX 327-Daten wurde ein Nomogramm entwickelt, mit dessen Hilfe die 1-, 2- und 5-Jahres-Überlebenswahrscheinlichkeit der Patienten abgeschätzt und möglicherweise eine zuverlässigere Risikostratifizierung der Patienten vorgenommen werden kannn. welche Patienten von Docetaxel am meisten profitieren (Armstrong et al., Clin Cancer Res 2007, 13 (21) Nov. 1). Das Nomogramm basiert auf unabhängigen prognostischen Risikofaktoren, die anhand der TAX 327-Daten identifiziert wurden, wie dem Vorliegen von Leber-Metastasen, der Anzahl der Metastasenlokalisationen, tumorbedingten Schmerzen, KPS, dem Progressionstyp, der PSA-Verdopplungszeit und dem PSA-Wert, dem Tumorgrad sowie den Ausgangswerten der alkalischen Phosphatase und des Hämoglobins.

Therapie mit Docetaxel von ASCO, ESMO und EAU empfohlen

Die 3-wöchentliche Behandlung mit 75 mg/m² Docetaxel wird sowohl von der Amerikanischen Gesellschaft für Klinische Onkologie (ASCO: Basch et al., JCO 2007, 25: 5313-18) als auch in den Therapierichtlinien der Europäischen Gesellschaft für medizinische Onkologie (ESMO Guidelines Working Group, Ann Oncol 2007, 18 (2): 36-37) und der Europäischen Gesellschaft für Urologie (EAU: Heidenreich et al., Eur Urol 2007, doi: 10.1016/j.eururo.2007.09.002) auf jeweils hohem Evidenzlevel empfohlen. Die ASCO weist darauf hin, dass die 3-wöchentliche Gabe von 75 mg/m² Docetaxel als einzige Chemotherapie einen statistisch signifikanten Überlebensvorteil für Patienten mit HRPC erzielt hat. Der Überlebensvorteil basiert auf der deutlichen Rückbildung der Tumorlast (PSA-Abfall), die mit einem Rückgang der tumorbedingten Beschwerden und einer besseren Lebensqualität der Patienten einhergeht.

Quelle: sanofi-aventis
 
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