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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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09. Mai 2012

Prophylaktischer Einsatz von Posaconazol bei Leukämiepatienten mit remissionsinduzierender Chemotherapie führte numerisch zu weniger Intensivaufenthalten und niedrigeren Gesamtkosten

Auf dem ECCMID in London wurden kürzlich Daten vorgestellt, die bei Patienten mit Akuter Myeloischer Leukämie (AML) oder Myelodysplastischen Syndromen (MDS) und hohem Risiko einer invasiven Pilzerkrankung die Kosteneffektivität einer Prophylaxe mit Posaconazol untersuchten. Verglichen wurden die gesamten Behandlungskosten bei neutropenischen Patienten, die in den Jahren 2003 – 2005 vor und in den Jahren 2006 – 2008 nach Einführung einer antimykotischen Prophylaxe mit Posaconazol aufgrund ihrer malignen Grunderkrankung behandelt worden waren.
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Die Vergleichsgruppe (2003-05) hatte eine topische Prophylaxe mit Amphotericin B erhalten. Im Studienkrankenhaus fand sich nach Ansicht der Wissenschaftler bei Patienten, die eine remissions-induzierende Chemotherapie erhalten hatten, durch die Prophylaxe mit Posaconazol ein Trend zu Kosteneinsparungen gegenüber dem vorherigen Standard, der topischen Prophylaxe mit Amphotericin B. Das Ergebnis wurde vor allem durch insgesamt kürzere Krankenhausaufenthalte beeinflusst sowie dadurch, dass die Wahrscheinlichkeit eines Aufenthaltes auf der Intensivstation nach Einführung der Prophylaxe mit Posaconazol niedriger war.

Invasive Pilzinfektionen, wie sie beispielsweise durch Aspergillus und Candida spp. verursacht werden, sind wichtige Gründe für die Morbidität und Mortalität bei Patienten mit AML. Die prophylaktische Gabe von Posaconazol kann die Zahl der Infektionen und Todesfälle verringern, was auch in einer A1-Empfehlung für die Prophylaxe mit Posaconazol in den entsprechenden nationalen und internationalen Leitlinien widergespiegelt wird. In der vorgestellten Analyse wurde überprüft, ob und inwieweit eine Prophylaxe mit Posaconazol die Behandlungskosten beeinflussen kann und ob kostentreibende Aufenthalte auf der Intensivstation vermieden werden können.

In die Auswertung konnten die Datensätze von 157 AML/MDS Patienten aus dem Universitätsklinikum Köln einbezogen werden, wovon 76 prophylaktisch mit Posaconazol und 81 (vor der Einführung der Posaconazol-Prophylaxe) mit topisch appliziertem Amphotericin B behandelt worden waren.

Bezüglich der Zielparameter dieser Studie zeigte sich, dass die Patienten im Durchschnitt 43 Stunden bei Posaconazol-Prophylaxe bzw. 92 Stunden bei Prophylaxe mit topisch appliziertem Amphotericin B auf der Intensivstation und entsprechend insgesamt 44 bzw. 48 Tage im Krankenhaus verbrachten. Bezüglich der gesamten Behandlungskosten zeigte sich ein numerischer Vorteil für die Prophylaxe mit Posaconazol (NOXAFIL®) mit im Schnitt 21.040 € gegenüber 23.169 € bei Patienten unter einer topischen Prophylaxe mit Amphotericin B. Bei der differenzierteren Betrachtung der Kosten fielen vor allem die kürzere Liegezeit auf der Intensivstation sowie der insgesamt kürzere Krankenhausaufenthalt ins Gewicht. Weitere Gründe für geringere Kosten beim Einsatz der systemischen Prophylaxe mit Posaconazol waren die kürzere Behandlungsdauer im Fall von therapeutisch eingesetzten systemischen Antimykotika (ohne Berücksichtigung der Prophylaxe), eine geringere Anzahl serologisch-diagnostischer Maßnahmen (Galactomannan-Test) zur Untersuchung auf mögliche systemische Pilzerkrankungen sowie eine Senkung des Bedarfs an Breitbandantibiotika (Carbapeneme).

Literaturhinweis:
S. Heimann et al., 22. ECCMID 2012, Poster Nr. P853
Quelle: MSD
 
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