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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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14. November 2014

"Precision Oncology": Neue Ära durch Target-Therapie, spezifische Diagnostik und Patientenselektion für maximalen Benefit

"Die heutigen Target-Therapien werden nicht die sein, die wir in 10-15 Jahren verwenden", sagte Richard Woodman, Novartis, gestern im Rahmen einer virtuellen Pressekonferenz. "Das wäre auch sehr enttäuschend, denn wir wollen noch mehr Präzision." Personalisierte Medizin und Target-Therapien haben die 5-Jahresüberlebensraten bei Leukämien auf 56%, bei Lymphomen sogar auf 71% steigern können. Nun muss es darum gehen, neu gewonnene Erkenntnisse zur molekulargenetischen Tumorgenese und der Interaktion von Tumoren mit eingesetzten Therapien nutzbringend umzusetzen. Für den maximalen Benefit einer Therapie muss der Patient ausgewählt werden, der am besten darauf ansprechen wird.

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Dazu werden Biomarker, also molekulare Signale eines normalen oder abnormalen Pathways, und genetische Drivermutationen identifiziert. So weist beispielsweise ein kleiner Prozentsatz der NSCLC-Patienten eine ALK-Mutation auf, beim kleinzelligen Lungenkarzinom wurden bisher mehr als 13 bekannte Mutationen (FGFR1 Amplifikation, PTEN-Mutation und PIK3CA-Mutation) nachgewiesen, für jede braucht man eigene Studien, die in den nächsten Jahren durchgeführt werden. Diese Aufteilung einer Entität nach Treibermutationen/Biomarkern gilt für viele Entitäten.

Mit der Identifizierung von Targets steigt auch die Bedeutung der Diagnostik, denn sie ist wichtig nicht nur zur Erstdiagnose und Therapieauswahl, sondern auch für das Monitoring unter Therapie und eine möglichst frühe Entdeckung von Rezidiven oder Resistenzen.

"95% aller Onkologie-Prüfsubstanzen fallen weg mangels Sicherheit oder Wirksamkeit, deswegen ist es so wichtig, bereits in Phase-1-Studien eine Patientenselektion hinsichtlich Ansprechen durchzuführen. So werden Studien effizienter, die Therapien kommen schneller in die Klinik und werden auch schneller Erstlinientherapie. So erhält der Patient als erstes die Therapie, die für ihn die größte Erfolgschance bietet", schloss er.

"Die Angehörigen von Gesundheitsberufen sind laut einer aktuellen Novartis-Umfrage optimistisch, was das Potential personalisierter Medizin in der Onkologie, angeht", sagte Susan Garfield, GfK research. Allerdings sind nur 35% weltweit der Ansicht, dass die Kommunikation und Zusammenarbeit in der Onkologie momentan wirklich effektiv und effizient ist, in Deutschland sind dies immerhin 40%. "Es liegt auf der Hand, dass auch Pflegeprozesse parallel zur wissenschaftlichen Weiterentwicklung auf den Prüfstand müssen, ebenso wie
Systeme und Infrastruktur inkl. Funding, damit der Patient Zugang zu den modernsten Therapien erhält. Eminent wichtig werden Fortbildungen für die verschiedenen Gesundheitsberufe, um mit den neuen Erkenntnissen umzugehen."

Patientenbefragungen werden ebenfalls immer wichtiger, denn "we dont´t know what we don´t know", so Durhane Wong-Rieger, Institute for Optimizing Health Outcomes. Patientengruppen haben erheblichen Einfluss: 60% der Patienten informieren sich bei ihnen über ihre Erkrankung, sie verfügen über Adressen von Spezialisten in Wohnortnähe der Patienten und sind wichtige Ansprechpartner, wenn es um die Teilnahme an Studien geht; viele Patienten sind verunsichert oder misstrauisch, nicht zuletzt, was den Datenschutz anbelangt, hier fällt Patientenvertretern eine große Aufgabe zu, Patienten aufzuklären.
ab

Quelle: Novartis Virtual press event, 13.11.2014
 
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