Freitag, 15. Dezember 2017
Benutzername
Passwort
Registrieren
Passwort vergessen?

Home
e-journal
Der Aktuelle Fall
CME online
News
Gesundheitspolitik
Fachgesellschaften
Therapiealgorithmen
Videos
Veranstaltungen
Broschüren
Zentren


Suche
Archiv
Buchbestellung
Newsletter
Probe-Abo
Impressum


journalmed.de


Anzeige:
 
 
Anzeige:
 
 

JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
Zurück
Zurück
E-Mail
Email
Drucken
Drucken
Zum Bewerten bitte anmelden!
08. April 2014

Posconazol in Kürze in zwei neuen Formulierungen

Neben der seit 2005 zugelassenen Suspension Noxafil® wird das Triazolantimykotikum Posaconalzol in diesem Jahr auch noch als magensaftresistente Tablette mit HMET-basierter Galenik sowie als Infusionslösung auf Basis von Cyclodextrin zur Verfügung stehen, sagte Prof. Oliver Cornely, Köln. Mit der Suspension wurden mittlerweile weltweit über 85.000 Patienten behandelt,  und Posaconazol wurde nun auch in den neuen Formulierungen in 2 Phase-III- Studien (1,2) getestet bei Hochrisiko-Patienten (Neutropenie bei AML/ MDS, Stammzelltransplantation) mit 2x 300 mg  als loading Dose an Tag 1 und 1x ab Tag 2-28.

Anzeige:
 
 

Die 210 Patienten in der "Tabletten-Studie" erreichten alle Plasmaspiegel zwischen >500 und kleiner/gleich 3.750 mg/ml (den höheren Bereich erreichten 10%, es gab hier keine erhöhte Toxizität). Das Nebenwirkungsspektrum  unterschied sich nicht von dem der Chemotherapie, die die Patienten gleichzeitig erhielten und konnte daher nicht Posaconazol zugeordnet werden; häufiger kamen unter Chemotherapie und Mykose-Prophylaxe Leberwerterhöhungen, Exantheme und Übelkeit vor.

In der i.v.-Studie waren die Ergebnisse vergleichbar, hier erreichten 94% der Patienten Zielkonzentrationen zwischen 500 und <2.500 mg/ml. Gelegentlich traten Lokalreaktionen an der Infusionsstelle auf. "Durch die i.v.-Gabe wird die Handhabung einfacher, da keine Serumkonzentrationsbestimmung erforderlich ist. Der Wirkspiegel wird nicht durch Nahrung, Antazida oder Protonenpunmpeninhibitoren negativ beeinflusst", sagte Dr. Hans-Peter Lipp, Tübingen. Bei der i.v.-Formulierung wurde bewusst auf Hilfsstoffe wie Cremophor L oder Ethanol verzichtet und stattdessen mit Cyclodextrin eine nicht allergene Basis gefunden. In der Fachinformation wird bei der i.v.Formulierung eine Einschränkung der Kreatinin-Clearance auf <50 ml/min als kontraindiziert angegeben, weil Cyclodextrin in diesem Fall kumulieren könnte, im Tierversuch wurden dafür aber 50-fach höhere Dosen verwendet.

Aspergillose auf Intensivstationen oft unterschätzt

Die Anwendungsform der Suspension ist limitiert, sage Cornely, wegen der nahrungsabhängigen Resorption und möglicher Abschwächung durch Antazida und Protonenpumeninhibitoren. Als orale Therapie lebensbedrohlicher invasiver Mykosen erscheint die Anwendungsform ungeeignet gerade bei hämatoonkologischen Erkrankungen, wenn die Patienten Probleme mit dem Schlucken haben oder die Darmmotilität eingeschränkt ist. Auch bei schwerkranken Patienten auf Intensivstationen, die beatmet werden müssen, eröffnet die i.v-Formulierung neue Perspektiven.  "Wir haben Posaconazol wegen der Suspensionsform auf unseren intensivmedizinischen Stationen nicht verwendet, weil die Gabe über die Sonde kompliziert ist: Für bestimmte Verrichtungen und Eingriffe wird die Sonde pausiert, sodass für diesen Zeitraum dann auch keine antimykotische Therapie möglich wäre", sagte Stefan Kluge, Hamburg. "Die intravenöse Infusionslösung ist bei diesen Patienten unproblematisch."

Infektionen auf Intensivstationen sind meist bakteriell, aber immerhin 21% der Fälle sind Pilz- oder Mischinfektionen. "Wegen des meist letalen Ausgangs dürfen Aspergillosen nicht unterschätzt werden. Zudem steigt das Risiko für Mykosen weiter: es gibt heute mehr Intensivbetten, mehr alte und mehr immunsupprimierte Patienten. Risikofaktoren für eine Aspergillose sind Neutropenie, eine hämatoonkologische Grunderkrankung und Transplantation. Weitere Risisken sind COPD, Leberzirrhose, HIV, langfristige Kortisongabe sowie der längere Verbleib auf einer Intensivstation", schloss Kluge.
ab

Literaturhinweise:
(1) Cornely et al., ECCMID 2013 ("TablettenStudie")
(2) Cornely OA et al. ICAAC 2012 (i.v.-Studie)

Quelle: MSD-Pressekonferenz "Neue Optionen in der antimykotischen Prophylaxe und Therapie", München, 4.4.2014
 
Zurück
Zurück
E-Mail
Email
Drucken
Drucken
Zum Bewerten bitte anmelden!
STICHWÖRTER:



Anzeige:
Zur Fachinformation
 
Anzeige:
 
 
 
 
Themen
CUP
NET
CML
Nutzen Sie auch die Inhalte von journalmed.de, um sich zu Informieren.
Mediadaten
Hilfe
Copyright © 2014 rs media GmbH. All rights reserved.
Kontakt
Datenschutz
AGB
Fakten über Krebs
 
ASH 2017