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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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17. Oktober 2016

DGHO 2016

Multiples Myelom: Den Patienten eine Therapiepause verschaffen

In den letzten Jahren hat sich die Erhaltungstherapie beim multiplen Myelom für immer mehr der neuen Substanzen etabliert. Da Patienten aber gerne auch einmal eine Therapiepause einlegen möchten, ist ein Therapieregime mit dem HDAc-Inhibitor Panobinostat von großem Vorteil, weil damit eine vergleichsweise lange therapiefreie Zeit erreicht wird, wie bei einem Satellitensymposium im Rahmen der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie kommuniziert wurde.
Die Therapie des älteren Patienten mit multiplem Myelom war früher typischerweise durch Therapiepausen nach Erreichen einer guten Remission gekennzeichnet. Die FIRST-Studie zur Zweitlinientherapie von mit Bortezomib vorbehandelten Patienten hat aber gezeigt, dass es bei einer Zweitlinientherapie mit Lenalidomid und Dexamethason (Rd) durchaus darauf ankommt, ob diese Therapie nach 18 Monaten beendet oder bis zur Progression oder bis zum Auftreten von inakzeptablen Nebenwirkungen fortgeführt wird: Durch die Fortführung der Therapie lässt sich das Risiko für Progression oder Tod hochsignifikant verringern, so Dr. Hans Salwender, Hamburg. In der Folge dieser Ergebnisse wurden die Zulassungsstudien für neue Proteasominhibitoren und monoklonale Antikörper mit der Vorgabe einer potenziell unbegrenzten Therapiedauer durchgeführt.

Fragt man sich nun, was man dem Patienten dann in der Drittlinientherapie anbieten kann, so Salwender, dann ist die Kombination aus dem Histondeacetylase-Inhibitor Panobinostat in Kombination mit Bortezomib und Dexamethason eine gute Wahl: In der Phase-II-Studie PANORAMA-2 hatte diese Kombination Patienten mit Bortezomib-refraktärem Myelom zu einer Ansprechrate von 34,5%, einem medianen progressionsfreien Überleben von 5,4 Monaten und einem medianen Gesamtüberleben von 17,5 Monaten verholfen. In der placebokontrollierten, doppelblinden Phase-III-Studie PANORAMA-1 hatte die gleiche Kombination bei den Patienten, die zuvor mindestens zwei Therapien, darunter Bortezomib und einen Immunmodulator, erhalten hatten, das progressionsfreie Überleben gegenüber der Bortezomib-Dexamethason-Kombination von median 4,7 auf 12,5 Monate verlängert (Hazard Ratio 0,47; 95%-Konfidenzintervall 0,31-0,72). Darüber hinaus konnten bei diesen Patienten durch die Dreierkombination die Gesamtansprechrate von 39,2% auf 58,9% gesteigert und die Rate an Komplettremissionen, die für den langfristigen Therapieerfolg besonders bedeutsam sind, von 8,1% auf 21,9% weitaus mehr als verdoppelt werden.

Bei einer medianen Therapiedauer von 4,5 Monaten und einem medianen progressionsfreien Überleben von 12,5 Monaten gewannen die Patienten durch die Panobinostat-Therapie median acht Monate therapiefreie Zeit. Die Toxizität war etwas höher als im Kontrollarm, aber Therapieabbrüche gab es im Panobinostat-Arm lediglich bei 4,5% der Patienten aufgrund einer Diarrhö und bei 2,9% wegen Fatigue.

Panobinostat, so Salwender, ist als Histondeacetylase-Inhibitor ein Vertreter einer völlig neuen Substanzklasse mit einem innovativen Wirkmechanismus; die Aktivität bei Hochrisiko-Patienten ist vielversprechend. Der Einsatz von subkutanem und/oder wöchentlich gegebenem Bortezomib könnte die Verträglichkeit des Regimes noch verbessern. Andere Kombinationen mit Panobinostat werden derzeit geprüft.
jg
 
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