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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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05. August 2016

Metastasiertes Kolorektalkarzinom: Ansprechmuster unter Leber-gerichteter Therapie

Die Leber ist die dominierende Lokalität der Metastasierung beim kolorektalen Karzinom und in vielen Fällen die Ursache für das Versterben des Patienten. Die Leber-gerichtete Therapie mit Yttrium-90 (Y-90)-tragenden Mikrokügelchen verlängerte in der SIRFLOX-Studie die progressionsfreie Zeit in Bezug auf die Leberläsionen. Im Rahmen des World Congress on Gastrointestinal Cancer (WCGC) präsentierte Prof. Volker Heinemann, LMU München, eine aktuelle Auswertung der SIRFLOX-Studie bezogen auf die Größe der Tumorlast.
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Die randomisierte SIRFLOX-Studie untersuchte mFOLFOX6 (plus Bevacizumab) ± SIRT (Selective Internal Radiation Therapy) bei 530 nicht-operablen, Chemotherapie-naiven mCRC-Patienten mit Lebermetastasierung. Patienten beider Studienarme wiesen in 40% der Fälle zudem eine begrenzte extra-hepatische Metastasierung auf. Bei mehr als der Hälfte der Patienten war der Primärtumor reseziert worden. Der primäre Endpunkt, das gesamte progressionsfreie Überleben (PFS), wurde mit 10,2 versus 10,7 Monaten (HR=0,93; p=0,43) nicht erreicht. Das Leber-PFS war mit 12,6 versus 20,5 Monaten signifikant und klinisch relevant länger, wenn die SIRT angewendet wurde (HR=0,69; p=0,002). Die Ansprechrate der ITT-Population wurde im SIRT-Arm um 10% (68,8% vs. 78,7%) und die Rate an Komplettremissionen um 4% (1,9% vs. 6,0%) erhöht.

Leber-PFS bei hoher Tumorlast um fast 14 Monate verlängert

Beim WCGC wurde nun die Auswertung der Tiefe des Ansprechens und der Zeit bis zum Nadir in Bezug auf die hepatische Tumorlast präsentiert (2). Patienten mit geringer Tumorlast, definiert als ≤12% Tumorgewebe im Vergleich zum Lebergewebe, zeigten zwischen den Studienarmen keinen Unterschied bezüglich der mittleren Ansprechtiefe und der Zeit bis zum Nadir. Bei Patienten mit einer hohen Tumorlast (>12% Tumorgewebe) wurde mit einer mittleren Tumorschrumpfung von 57,2% im reinen Chemotherapie-Arm versus 77,5% im SIRT-Arm ein signifikanter Unterschied beobachtet (p=0,003). Die Zeit bis zum Erreichen des Nadirs betrug median 196 Tage im Kontrollarm und 298 Tage im SIRT-Arm (p<0,001).

Das Ansprechmuster laut RECIST war bezüglich der Tumorlast ebenfalls verschieden. Patienten mit geringer Tumorlast zeigten keinen Unterschied im Ansprechen (83,5% vs. 84,7%), dafür wurde aber ein komplettes Ansprechen bei 11,3% der Patienten unter SIRT versus 1,7% unter alleiniger Chemotherapie gesehen. Patienten mit hoher Tumorlast zeigten hingegen einen signifikanten Unterschied im Ansprechen (67,2% vs. 80,2%), nicht aber bezüglich der Komplettremissionen (0,8% vs. 0). Das mediane Leber-PFS wurde bei Patienten mit hoher Tumorlast durch die zusätzliche SIRT von 13,1 Monate auf 27,2 Monate signifikant verlängert (HR=0,609; p=0,003).

Dr. Ine Schmale, Westerburg
 
Sirtex
Literatur:
(1) Van Hazel GA et al.: SIRFLOX: Randomized phase III trial comparing first-line mFOLFOX6 (plus or minus bevacizumab) versus mFOLFOX6 (plus or minus bevacizumab) plus selective internal radiation therapy in patients with metastatic colorectal cancer. J Clin Oncol 2016: 34: 1723-1731
(2) Heinemann V et al.: Evaluation of depth of response within a volumetric model in patients with metastatic colorectal cancer: Results of the SIRFLOX study. WCGC 2016, Vortrag, Abstr. #O-014
 
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