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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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21. August 2014

Fokus mGIST: Rechtzeitig mit Sunitinib therapieren und Patientennutzen optimieren

Die auf dem ASCO-Jahreskongress 2014 von P. Reichardt (HELIOS Klinikum Berlin-Buch, Berlin) präsentierten Daten belegen, dass Patienten mit nicht resezierbaren und/oder metastasierten malignen gastrointestinalen Stromatumoren (mGIST) von Sutent® (Sunitinib) profitieren - unabhängig vom Mutationsstatus in c-KIT Exon 9 und 11 (1,2). Eine aktuelle retrospektive Analyse zur Dosiseskalation Imatinib 800 mg vs. Sunitinib bei Patienten mit einer c-Kit Exon 11 Mutation zeigte, dass die mediane Zeit bis zur Tumorprogression (TTP) unter Sunitinib bei 10 Monaten (95% CI 9,7-10,9) lag, verglichen mit 5 Monaten (95% CI 3,6-6,7) bei Patienten, die Imatinib 800 mg erhielten (p=0,012) (3). Zurzeit ist Sunitinib der einzige zugelassene und in den aktuellen Leitlinien etablierte Therapiestandard bei mGIST nach Imatinib-Resistenz oder - Unverträglichkeit (2,4).

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"Es gibt kaum einen Tumor, der derart abhängig von einer einzelnen Rezeptor-Tyrosinkinase ist wie GIST", so Prof. Dr. Sebastian Bauer auf einer Presseveranstaltung von Pfizer Oncology in Berlin (5). "Mit dem Tyrosinkinase-Inhibitor Sunitinib lassen sich Patienten, die eine pharmakologisch initiierte Resistenz des c-KIT-Gens gegen Imatinib haben, erfolgreich behandeln."

Die auf dem ASCO-Jahreskongress 2014 präsentierten aktuellen Studiendaten belegen erneut die Wirksamkeit von Sutent® bei mGIST (1,3,6,7). Die retrospektive Analyse (n=230) einer weltweiten Treatment-Use-Studie ergab, dass die Mehrzahl der Patienten mit einer Primärmutation einen Progressionsarrest unter Sunitinib erfuhr. Etwa zwei Drittel der Patienten mit mGIST-Mutationen in c-KIT Exon 9 (n=42) bzw. c-KIT Exon 11 (n=143) erreichten eine Krankheitsstabilisierung (69% c-KIT Exon 9, 60% c-KIT Exon 11), 14% (c-KIT Exon 9) bzw. 6% (c-KIT Exon 11) der Patienten ein partielles Ansprechen (1). Insgesamt profitierten Patienten mit mGIST von einer Behandlung mit Sunitinib – unabhängig vom Mutationsstatus in diesen beiden Exons (1).

Eine retrospektive Analyse zur Behandlung von Patienten mit einer c-KIT Exon 11 Mutation nach Imatinib-Versagen oder -Unverträglichkeit von B. Vincenzi et al., an der 123 Patienten mit fortgeschrittenem mGIST in 4 Zentren teilnahmen, ergab, dass die mediane TTP (nach Imatinib 400 mg) unter Sunitinib bei 10 Monaten (95% CI 9,7-10,9) lag, im Gegensatz zu 5 Monaten (95% CI 3,6-6,7) unter Imatinib 800 mg (p=0,012) (3). Bezüglich des Gesamtüberlebens konnte kein signifikanter Unterschied gezeigt werden (58 Monate vs. 62 Monate; p=0,883) (3). Zusammenfassend bedeutet das, dass bei Patienten mit einer Mutation in Exon 11, die unter Imatinib 400 mg eine Krankheitsprogression aufwiesen, die Behandlung mit Sunitinib eine Verdoppelung der Zeit bis zur Krankheitsprogression zeigte (3). "Die Frage nach dem besten Vorgehen in der Behandlung des mGIST nach Therapieversagen unter Imatinib 400 mg wurde bisher leider nicht durch eine randomisierte Studie geklärt. B. Vincenzi hat sich jedoch intensiv mit dieser Frage beschäftigt und seine Studie liefert wichtige Evidenzbausteine", erklärte Prof. Bauer in Zusammenhang mit dem auf dem ASCO- Kongress präsentierten Poster. "Wenn man im Praxisalltag vor der Entscheidung steht, ob man nach Imatinib-Versagen direkt auf eine Therapie mit Sunitinib umstellt oder eine Eskalation der Imatinib-Dosis empfiehlt, stellen diese Daten eine wichtige Beratungshilfe dar. Sie sollten daher mit den Patienten besprochen werden, denn die Zeit bis zur Progression kann unter Sunitinib deutlich verzögert werden."

Literaturhinweise:  

(1) Reichardt P, et al. Correlation of KIT and PDGFRA Mutational Status with Clinical Benefit in Patients with Gastrointestinal Stromal Tumor Treated with Sunitinib in a Worldwide Treatment-use Trial. ASCO Annual Meeting 2014, Chicago IL.
(2) Sutent® Fachinformation, Stand: Januar 2014
(3) Vincenzi B, et al. Second Line Treatment in Exon 11 Mutated GIST Patient: Imatinib Dose Escalation Or Sunitinib? Retrospective Analysis of a Multi-Institutional Experience. ASCO Annual Meeting 2014, Chicago IL.
(4) DGHO Leitlinien. Empfehlungen der Fachgesellschaft zur Diagnostik und Therapie hämatologischer und onkologischer Erkrankungen, 2011. Gastrointestinale Stromatumoren (GIST).
(5) Fachpressegespräch Pfizer Oncology Deutschland. „ASCO 2014 kompakt: Therapie-Update zum metastasierten Nierenzellkarzinom (mRCC) und zu metastasierten Gastrointestinalen Stromatumoren (mGIST)“, 25.06.2014, Excellent Business Center Berlin
(6) Debiec-Rychter M, et al. Use of c-KIT/PDGFRA mutational analysis to predict the clinical response to imatinib in patients with advanced gastrointestinal stromal tumours entered on phase I and II studies of the EORTC Soft Tissue and Bone Sarcome Group. Eur J Cancer 2004, 40 (5):689-95
(7) Heinrich MC, et al. Primary and secondary kinase genotypes correlate with the biological and clinical activity of sunitinib in imatinib-resistant gastrointestinal stromal tumor.J Clin Oncol 2008, 26(33):5352-9

 

Quelle: Pfizer Oncology
 
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