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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel
15. Februar 2010

ASH: Infusion von regulatorischen T-Zellen reduziert das Risiko der Graft-versus-Host-Disease bei einer Stammzelltherapie

Eine Stärkung der körpereigenen T-Zellen mittels Injektion von regulatorischen T-Zellen senkt das GvHD-Risiko, so das Ergebnis einer klinischen Phase-I/II-Studie. Des Weiteren wurde eine Stärkung des Immunsystems beobachtet. In die Studie, welche an der Universität von Perugia in Zusammenarbeit mit dem Weizmann Institut in Rehovot durchgeführt wurde, waren 28 Patienten mit akuter Leukämie oder einem Lymphom eingeschlossen. Für diese Patienten konnte bis zum Therapiebeginn kein passender Stammzellenspender gefunden werden, daher bekamen die Patienten Stammzellen von einem haploidenten Spender aus der eigenene Familie.
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Alle Patienten erhielten eine Strahlentherapie (8Gy/einzelner Fraktion) sowie eine Chemotherapie, bestehend aus Thiotepa, Fludarabin und Cyclophosphamid. Im Anschluss erhielten die Patienten mittels Infusion CD4/CD25+-immunselektive regulatorische T-Zellen, die meisten Patienten in einer Dosierung von 2x106/kg. Nach drei Tagen erhielten alle Patienten CD34+-Zellen zusammen mit Spender T-Zellen. Von diesem erstmalig erprobten Verfahren in der Therapie akuter hämatologischer Erkrankungen profitierten 25 von 26 Patienten, die ausgewertet werden konnten. Diese Patienten entwickelten keine GvHD. Auch die Erholung des durch die Stammzelltherapie stark geschwächten Immunsystems wurde durch die Injektion der T-Zellen beschleunigt, dies ließ sich messen an der Zahl der CD4- und CD8-Lymphozyten sowie an der Reduktion der Reaktivierung des Humanen Cytomegalievirus nach der Transplantation.

„Diese Studie demonstriert, dass eine auf regulatorischen T-Zellen basierte Therapie eine innovative Strategie ist, um das Resultat für die Patienten, welche sich einer Knochenmarkstransplantation unterziehen müssen, zu verbessern“, so der Studienleiter Massimo F. Martelli, Professor und Leiter der hämatologischen und klinischen Immunologie-Abteilung an der Universität von Perugia. Patienten, welche Stammzellen von einem haploidenten Spender aus der Familie erhalten, sind anfälliger für die lebensbedrohliche Graft-versus-Host-Disease bei der sich das Immunsystem gegen körpereigenes Gewebe und Organe richtet. „Wir hoffen, dass dieses Verfahren die infektionsassoziierte Mortalität reduziert und so das Gesamtüberleben verbessern kann.“, so Martelli abschließend.

Di Ianni M, Falzetti F, Carotti A, Terenzi A, Bonifacio E, Reisner Y, Velardi A, Aversa F, Martelli MF: Adoptive Immunotherapy with Tregs Prevents GvHD and Favours Immune Reconstitution After HLA Haploidentical Transplants for Hematological Malignancies. 51st ASH Annual Meeting, Plenary Scientific Session on Sunday, December 6, 2009
http://ash.confex.com/ash/2009/webprogram/Paper18555.html



Quelle:


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