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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel
26. Dezember 2012

Afatinib: Längeres PFS verbunden mit besserer Symptomkontrolle und Lebensqualität

ESMO 2012 - Lungenkarzinom

Auf dem diesjährigen ESMO-Kongress wurden aktuelle Daten der Studie LUX-Lung 3 zur Erstlinientherapie von NSCLC-Patienten mit Afatinib vorgestellt. Danach verbessert dieser irreversible Hemmstoff der ErbB-Familie tumorassoziierte Symptome und die Lebensqualität der Patienten mit positivem EGFR-Mutationsstatus.

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Lungenkrebs ist keine homogene Erkrankung. Heute sind bereits mehrere molekulare Subtypen bekannt, die einen Angriffspunkt für eine Targeted Therapie bieten können. Das erste Target, das neue, zielgerichtete Therapiestrategien ermöglichte, ist der häufig in epithelialen Tumoren exprimierte epidermale Wachstumsfaktor-Rezeptor (EGFR) - ein Mitglied der sog. ErbB-Familie, eine Unterfamilie von 4 eng verwandten Rezeptor-Tyrosinkinasen.

„Nach den ersten ermutigenden Ergebnissen der Studie LUX-Lung 3, die im Juni auf dem ASCO-Kongress präsentiert wurden, zeigen die aktuellen Daten, dass die positiven Effekte von Afatinib auf das progressionsfreie Überleben mit weiteren Vorteilen für die Patienten verbunden sind, wie einer im Vergleich zur Chemotherapie besseren Lebensqualität sowie effektiverer Symptomkontrolle und Besserung ihrer Beschwerden,” erläuterte Vera Hirsh, Montreal/Kanada. „Diese Ergebnisse unterstreichen das Potential dieser neuen Therapieoption in der Erstlinientherapie des metastasierten NSCLC bei Patienten mit positivem EGFR-Mutationsstatus.”

Afatinib erzielte im Vergleich zu Pemetrexed plus Cisplatin bei Patienten mit fortgeschrittenem NSCLC, Adenokarzinomhistologie und nachgewiesener EGFR-Mutation eine effektivere und länger anhaltende Kontrolle der häufigsten tumorassoziierten Symptome bzw. deren Besserung, sowie eine gesteigerte Lebensqualität.

Die Auswertung von Fragebögen zu drei vordefinierten mit NSCLC assoziierten Symptomen (Husten, Dyspnoe/Kurzatmigkeit und Schmerzen) ergab, dass in der Afatinib-Gruppe mehr Patienten eine signifikante Besserung von Husten verspürten (67% vs. 60%; p=0,2444), ein statistischer Trend zur Besserung von Kurzatmigkeit messbar war (64% vs. 50%; p=0,0103), sowie eine numerische Besserung in Bezug auf Schmerzen auftrat (59% vs. 48%; p=0,0513), im Vergleich zur Gruppe, die Pemetrexed/Cisplatin erhielt.

Afatinib verzögerte zudem im Vergleich zur Chemotherapie signifikant das Intervall bis zur Verschlechterung von Husten (HR=0,60; p=0,007) (Abb. 1) und Kurzatmigkeit (HR=0,68; p=0,0145). Von besonderer Bedeutung ist, dass die Behandlung mit Afatinib zu Besserungen der körperlichen, kognitiven und rollenspezifischen Funktionen der Patienten sowie einem besseren allgemeinen Gesundheitszustand bzw. einer besseren Lebensqualität im Vergleich zur Chemotherapie führte.

Intervall bis zur Verschlechterung von Husten
Abb. 1: Zeit bis zur Verschlechterung von Husten unter Afatinib vs. Cisplatin/Pemetrexed.

 

as

Literaturhinweis:
Sequist LV et al. ESMO 2012, Abstract#1229PD.


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