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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel

21. Juni 2007 Therapie des metastasierten Mammakarzinoms: AGO-Leitlinien empfehlen Capecitabin

Laut Empfehlung der Arbeitsgemeinschaft für Gynäkologische Onkologie (AGO) soll Capecitabin (Xeloda®) für die Therapie des metastasierten Mammakarzinoms eingesetzt werden. In ihren Leitlinien spricht die AGO der Capecitabin-Monotherapie nach Anthrazyklin-Vorbehandlung die höchste Empfehlung aus.
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Capecitabin ist in über 50 Ländern zur Therapie des metastasierten Mammakarzinoms zugelassen und wird bereits seit fünf Jahren erfolgreich eingesetzt. Nach Anthrazyklin- und Taxan-Versagen verlängert sich die mediane Überlebenszeit durch eine Capecitabin-Monotherapie bei guter Verträglichkeit um fast 16 Monate. Deshalb gilt Capecitabin heute als Referenztherapie in dieser Indikation. Keine andere Substanz hat bei mit Anthrazyklinen vorbehandelten Patientinnen konsistent eine so hohe Wirksamkeit gezeigt. Aus diesem Grund hat die AGO Organkommission «Mamma» für Capecitabin die höchste Empfehlung ausgesprochen (Tab. 1). Nach Anthrazyklin- und Taxan-Vorbehandlung ist Capecitabin außerdem das einzige zugelassene Produkt, für das diese hohe Empfehlung abgegeben wurde (Tab. 2).

Tumorspezifischer Wirkmechanismus schont gesunde Zellen
Das orale Fluoropyrimidin Capecitabin zeichnet sich durch einen tumorspezifischen Wirkmechanismus aus: Erst in den Zellen wird es durch das Enzym Thymidinphosphorylase in aktives 5-Fluorouracil (5-FU) umgewandelt. Gesunde Zellen werden dadurch geschont, die Therapie ist besonders gut verträglich. Die üblichen Nebenwirkungen einer Chemotherapie, wie Übelkeit oder Haarausfall, treten unter Capecitabin deutlich seltener auf. Häufig tritt ein Hand-Fuß-Syndrom auf, das sich durch Dosisanpassungen aber gut beherrschen lässt. 0 1


Orale Darreichung: Mehr Lebensqualität bei sinkenden Therapiekosten
Für die Betroffenen bietet die Capecitabin-Therapie neben der hohen Wirksamkeit und guten Verträglichkeit auch den Vorteil der oralen Darreichung: Infusionsbedingte Komplikationen wie Schmerzen und Reizungen der Venen werden vermieden. Außerdem ist die orale Therapie flexibler und weniger zeitaufwendig, da die Patientinnen für die Behandlung weder Praxis noch Klinik aufsuchen müssen, sondern Capecitabin bequem zuhause oder unterwegs einnehmen können. Für die Patienten bedeutet dies eine deutliche Steigerung ihrer Lebensqualität. Darüber hinaus werden Therapiefolgekosten sowie stationären Kosten gesenkt, so dass die Capecitabin-?Therapie günstiger sein kann als andere Therapieoptionen.

Capecitabin ist ein starker Partner für Kombinationstherapien
In der Brustkrebstherapie kommen häufig Kombinationstherapien mit Anthrazyklinen zum Einsatz. Da diese jedoch stark tox?isch sind und nicht unbegrenzt verabreicht werden können, besteht ein hoher Bedarf an wirksamen und verträglichen Alternativen. Capecitabin hat hier erneut Vorteile bewiesen: In Kombination mit Docetaxel zeigt sich eine signifikante Verlängerung des Überlebens um 3 Monate sowie eine deutlich bessere Ansprechrate (42 % versus 30 %) im Vergleich zu Docetaxel alleine.1 Eine große Phase-III-Studie konnte zeigen, dass die Kombination Capecitabin/Paclitaxel im Vergleich zu Epirubicin/Paclitaxel genauso wirksam, aber deutlich besser verträglich ist.2 Wie mehrere Studien belegen konnten, ist auch eine Kombination von Capecitabin mit Vinorelbin hoch wirksam
und gut verträglich. So können Ansprechraten von über 60 %3 und ein progressionsfreies Überleben von bis zu 19,2 Monaten4 erreicht werden.

Quelle: Literatur:

1. O´Shaughnessy J et al., J Clin Oncol 2002;20(12)
2. Lück H et al., ASCO 2006, Abstract 517
3. Ghosen M et al., Am. Soc. Clin. Oncol. 2003;Abstract 270 GmbH
4. Welt A et al., Ann. Oncol. 2005;16:64-69


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