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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel
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05. April 2012

DKK 2012

Eribulin als Therapieoption bei Mammakarzinom und Weichteilsarkomen

Für Patientinnen mit metastasiertem Mammakarzinom (mBC) gibt es nach Anthrazyklin- und Taxan-haltiger Vortherapie keine etablierte Standardtherapie. Eribulin (Halaven®) konnte Studien zufolge in dieser Situation das Gesamtüberleben der Patientinnen signifikant verlängern. Auch beim Weichteilsarkom konnte die Substanz in der rezidivierten Situation vielversprechende Ergebnisse liefern.
Prof. Tjoung-Won Park-Simon, Hannover, erklärte, dass Eribulin, ein Hemmer der Mikrotubuli-Dynamik, der zur Gruppe der Halichondrine gehört, sich in seinem Wirkmechanismus grundsätzlich von den Anthrazyklinen unterscheidet. Sie stellte die Ergebnisse der Phase-III-Studie EMBRACE vor, in die Patientinnen mit metastasiertem oder lokal fortgeschrittenem Mammakarzinom nach mindestens 2 Chemotherapien (inklusive eines Anthrazyklins und eines Taxans), entweder mit Eribulin oder mit einer Therapie nach Wahl des Arztes (TPC) behandelt wurden. Es war eine signifikante Verlängerung des Überlebens von im Mittel 10,5 unter TPC auf 13,2 Monate unter Eribulin zu beobachten (p=0,014) (1). Dies schlug sich in der 1-Jahres-Überlebensrate nieder, die in der Kontrollgruppe bei 42,8% und im Eribulin-Arm bei 54,5% lag.

Die Eribulin-Behandlung wurde im Allgemeinen gut vertragen, unerwünschte Wirkungen traten etwa gleich häufig auf wie im TPC-Arm. Als häufigste Nebenwirkungen wurden Fatigue, Neutropenien und periphere Neuropathien beobachtet, die jedoch nicht öfter zu Therapieabbrüchen führten als unter TPC. „Die Eribulin-Monotherapie kann sich möglicherweise zu einem neuen Standard bei stark vorbehandelten Frauen mit metastasiertem Mammakarzinom entwickeln“, so Park-Simon.

Klinische Wirksamkeit von Eribulin zeigte sich auch beim rezidivierten Weichteilsarkom. In der Phase-II-Studie (EORTC 62052), deren Ergebnisse PD Dr. Peter Reichardt, Berlin, vorstellte, wurden vorbehandelte Patienten mit fortgeschrittenen intermediären bis hochmalignen Weichteilsarkomen (Leiomyosarkome, adipozytische Sarkome, Synovialsarkome oder seltene Weichteilsarkom-Entitäten) mit Eribulin behandelt (2). Der primäre Endpunkt der Studie, das progressionsfreie Überleben (PFS) nach 3 Monaten, wurde erreicht. In der Subgruppe der Patienten mit adipozytischen Sarkomen wurde bei der Hälfte der Fälle eine Krankheitsstabilisierung erreicht. Die Verträglichkeit war gut, unerwartete Nebenwirkungen traten nicht auf. Aufgrund dieser Ergebnisse wurde kürzlich eine Phase-III-Studie gestartet, in der 450 Patienten mit fortgeschrittenem adipozytischen Sarkom oder Leiomyosarkom mit Eribulin oder Dacarbazin behandelt werden. Primärer Endpunkt ist das Gesamtüberleben, sekundäre Endpunkte sind das PFS, der klinische Nutzen sowie die Sicherheit des Wirkstoffs.

sr

Literaturhinweise:
(1) Twelves C, et al. SABCS 2010, Abstr P6, 14-08
(2) Schöffski P, et al. J Clin Oncol 2010; 28, Abstr 10031

Frühstückssymposium „Von Experten für Experten: Update in Oncology – Häppchenweise“, 23.02.2012, DKK 2012, Berlin; Veranstalter: Eisai
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