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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel
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25. Juni 2013

Metastasiertes Mammakarzinom: Klinische Erfahrungen mit nab-Paclitaxel

Interview mit PD Dr. med. Marc Thill, Chefarzt der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe am AGAPLESION MARKUS KRANKENHAUS, Frankfurt am Main.

Die Therapie mit nab-Paclitaxel ist mittlerweile im klinischen Alltag etabliert. Abraxane® ist in der EU zur Behandlung des metastasierten Brustkrebs für Patient(inn)en zugelassen, deren Erstlinientherapie versagt hat und bei denen die Standardbehandlung mit einem Anthrazyklin nicht in Frage kommt. JOURNAL ONKOLOGIE befragte PD Dr. Marc Thill zu seinen Erfahrungen bei der Behandlung mit nab-Paclitaxel beim metastasierten Mammakarzinom, insbesondere auch zum Nebenwirkungsmanagement und zu Dosisanpassungen.

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PD Dr. med.
Marc Thill,
Frankfurt

 

JOURNAL ONKOLOGIE: Herr Dr. Thill, Sie hatten eine Kasuistik vorgestellt, könnten Sie diese nochmals resümieren und kommentieren?

Thill: Ja, es handelte sich um eine 57-jährige Patientin mit Mammakarzinom auf der rechten Seite. Die Überlegung war zunächst, ob neoadjuvant oder adjuvant therapiert werden sollte. Man hat sich dann für eine neoadjuvante Chemotherapie entschieden mit dem Standardschema, 4 Zyklen EC gefolgt von 4 Zyklen Docetaxel, und danach eine anti-hormonelle Therapie mit einem Aromatase-Inhibitor, Anastrozol, angeschlossen.

Im Verlauf der Therapie, 1,5 Jahre später, wurde eine Umstellung der Therapie aufgrund des Auftretens von ossären Metastasen notwendig, mit der Frage, entweder die endokrine Therapie umzustellen oder nun eine Chemotherapie zu geben.

Da wir uns alle einig sind, dass eine endokrine Therapie so lange wie möglich durchgeführt werden sollte, wurde auf eine weitere anti-hormonelle Therapie mit Exemestan umgestellt. Das würde man heute sicher anders machen und mit der Kombination aus Exemestan und Everolimus einsteigen, was zur damaligen Zeit aufgrund fehlender Zulassung noch nicht der Fall war.

Es kam im Verlauf bei der Patientin dann zum Auftreten von Lebermetastasen, zum Progress dieser Lebermetastasierung und zur Rezeptordiskordanz von HER2-negativ auf HER2-positiv. Sie wurde daher auf eine HER2-gerichtete Therapie mit Trastuzumab und Vinorelbine umgestellt. In der progredienten Situation erfolgte dann die Umstellung auf nab-Paclitaxel in Kombination mit Trastuzumab. Dies führte zunächst zu einer partiellen und dann zu einer sich im Verlauf kontinuierlich verbessernden Remission der hepatischen Metastasen.

JOURNAL ONKOLOGIE: Wäre es eine Überlegung gewesen, schon früher auf nab-Paclitaxel umzusteigen?

Thill: Unser Ziel sollte künftig sein, nab-Paclitaxel schon früher in die Therapie einzubringen. Die Vorteile von nab-Paclitaxel sind hinreichend bekannt. Je weiter man in den Therapielinien kommt, desto mehr therapieresistente Zellklone treten auf. Daher ist es sicherlich sinnvoll, diese effektive Therapie weiter vorne in der Therapie zu positionieren.

JOURNAL ONKOLOGIE: Welche Erfahrungen haben Sie in Ihrer Klink mit Nebenwirkungen von nab-Paclitaxel gemacht?

Thill: Die bekannten Nebenwirkungen wie Knochenmarksdepression mit beispielsweise Neutropenie können auftreten. Im Fall von nab-Paclitaxel machen wir uns viele Gedanken über die individuelle Dosierung. 260 mg/m2 alle 3 Wochen ist die Dosierung, die man laut Zulassung einsetzen sollte.

Wir an unserer Klinik sind Befürworter der wöchentlichen Therapie. Damit stellt sich uns die Frage 150 vs. 125 mg/m2. Eigentlich sollte man mit 150 mg einsteigen und dann nach 3-4 Zyklen damit rechnen, die Dosis reduzieren zu müssen. Es erscheint uns jedoch sinnvoller, per se mit einer reduzierten Dosis zu beginnen anstatt gleich mit G-CSF einzusteigen. Bei uns in der Klinik wird bevorzugt mit der 125-mg-Dosierung therapiert, auch dann erfolgt eine Therapiepause nach dem Therapie-Tag 15 (q3/4). Diese Dosierung hat sich bei uns bewährt.

Vielen Dank für das Gespräch!



Dieses Interview finden sie auch als Video unter:
http://www.journalonko.de/videofortbildung.php?id=49

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