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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel
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17. März 2011

Deferasirox beeinflusst MDS positiv

In der EPIC-Studie wurde erstmals der positive Einfluss von Deferasirox auf das blutbildende System von Patienten mit Myelodysplastischem Syndrom (MDS) mit Eisenüberladung belegt [1]. Transfusionshäufigkeit sowie Serumferritinspiegel bei transfusionsabhängigen MDS-Patienten reduzierten sich unter Deferasirox signifikant [2, 3]. Außerdem verdeutlichen aktuelle Daten, dass nach allogener Stammzelltransplantation Patienten mit einem Serumferritin < 1.000 ng/ml signifikant länger leben [4].
In der geplanten Subgruppenanalyse der EPIC-Studie (n=341) kam es bei 22,6% der Deferasirox-Patienten zu einem Ansprechen, definiert nach den Kriterien der International Working Group (IWG) als Erhöhung des Hämoglobin-Werts (> 1,5 g/dl) und/oder Reduktion der Transfusionshäufigkeit um ≥ 4 Ery-Einheiten pro 8-Wochenintervall. Zusätzlich erhöhten sich bei 14,0% der Patienten die Thrombozyten und bei 19,6% die Neutrophilen. Dabei ist noch nicht geklärt, ob für das hämatologische Ansprechen eine reduzierte Eisentoxizität oder ein spezifischer pharmakologischer Effekt von Deferasirox ursächlich ist. Daten von Zhao et al. belegen, dass Deferasirox bei Patienten mit Eisenüberladung (n=26) eine erhöhte intrazelluläre Konzentration an reaktiven Sauerstoffspezies (ROS) im Knochenmark senken kann und die Hämatopoese damit wieder verbessert [1]: Mit der Erholung der hämatopoetischen Zellfunktion nahm der Transfusionsbedarf bei drei Viertel der Patienten ab. Gleichzeitig konnte bei fast der Hälfte der Patienten ein Anstieg der Neutrophilen sowie bei einem Viertel ein Anstieg der Thrombozyten verzeichnet werden. Diese Daten unterstützen die Ergebnisse des Düsseldorfer MDS-Registers, die eine signifikante Verlängerung des medianen Gesamtüberlebens um 26 Monate unter einer Eisenchelat-Therapie bei MDS belegen [5].

Die aktuellen Therapieleitlinien der MDS-Foundation [6] sehen eine Eisenchelat-Therapie für polytransfundierte MDS-Patienten der IPSS-Risikogruppen „low“ und „intermediate-1“ und den MDS-Typen RA, RARS und 5q (nach WHO) vor, die einen Serumferritinwert von > 1.000 ng/ml aufweisen und eine Lebenserwartung von mindestens einem Jahr haben.

Literatur:
1. Zhao et al., 2010, Blood 116: Abstract #4247.
2. Gattermann et al., 2010, Blood 116: Abstract #2912.
3. Gattermann et al., 2010, Leukemia Research, 34(9):1143-1150.
4. Goldberg et al., 2010, Blood 116: Abstract #3453.
5. Fox et al., 2009, Blood 114: Poster #1747.
6. Bennett et al., Am J Hematol 2008, 83(11): 858-861.
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